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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.05.2007

Das doppelte Lottchen
Christiane Sanaa

Neu verpackt läuft Erich Kästners Klassiker über das Wunder des Familienglücks wieder über die Kinoleinwände. Der Zeichentrickfilm erzählt, wie Lotte und Luise ihre getrennten Eltern vereinigen.



Das Sommerferienheim wird für Lotte und Luise zu einer großen Überraschung. Die beiden Mädchen, die sich nie zuvor sahen, gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Als sie ihre Lebensgeschichten vergleichen, stellen sie fest, dass sie Zwillingsschwestern sein müssen. Sie sehen nicht nur gleich aus, sie sind auch am gleichen Tag im gleichen Ort geboren. Lotte lebt allein mit ihrer Mutter in München. Luise wohnt allein bei ihrem Vater in Wien.

Aus Neugierde nach dem jeweils fehlenden Elternteil fassen die beide einen Plan: Am Ende der Ferien wollen sie ihre Rollen tauschen. Luise fährt nicht zurück nach Wien, sondern zu der ihr unbekannten Mutter nach München, während Lotte nach Wien zu ihrem Vater fährt.

Das Abenteuer beginnt, denn beide haben ein sehr unterschiedliches Leben geführt. Die allein erziehende Mutter verdient - und da haben sich die Zeiten ja kaum geändert - wenig Geld für viel Arbeit. Sie ist bei einer Zeitung angestellt und kommt abends erst spät in die kleine Mietwohnung, in der sie mit ihrer Tochter wohnt. So musste Lotte früh selbständig werden. Sie geht für die Familie einkaufen, kocht und putzt. Sie ist fleißig und eine gute Schülerin.
Luise hingegen lebt mit ihrem gut verdienenden Vater, einem berühmten Dirigenten, in einer riesigen Wohnung in Wien. Auch er ist selten zu Hause, da er voll und ganz mit seiner Karriere beschäftigt ist. Eine Haushälterin übernimmt die Aufgaben des Alltags, während Luise sich im Klavierspiel übt oder mit ihrem großen Bestand an Spielzeug beschäftigt ist.

Die beiden Mädchen bereiten sich gut auf den Tausch ihrer Rollen vor und werden nach ein paar Irritationen von ihrem jeweiligen Elternteil angenommen. Als jedoch Lotte, alias Luise bei einem Musikwettbewerb ihre Künste auf dem Klavier präsentieren soll, wird die Situation brenzlig, denn sie kann ja nicht Klavier spielen. Luise muss ihr helfen und reist mit der Mutter nach Wien.

Dort fliegt der ganze Schwindel auf und die Eltern sehen sich nach Jahren zum ersten Mal wieder - und trennen sich auch wieder, jeder mit dem Kind, das schon vor dem Tausch bei ihm gelebt hat. Diese erneute Trennung wollen die Schwestern nicht akzeptieren. Sie gehen massiv dagegen vor und schaffen es schließlich, die Eltern wieder zusammen zu bringen, während der Erzähler uns etwas vom Glauben an Wunder erzählt.

Die Trickcompany aus Hamburg, die sich unter anderem mit den Verfilmungen der Werner-Comics (1990 - "Werner - beinhart!", 1996 - "Werner - das muss Kesseln!!!"), "Käpt'n Blaubär" (1999) und dem "Kleinen Arschloch" (1997) einen Namen gemacht hat, halten sich in "Das doppelte Lottchen" an die Ästhetik der 50-er Jahre. Die Zeichnungen sind im "Kästner-Look" gehalten, den Werner Trier, der "Zeichner des Lächelns", geprägt hat. In fröhlichen Farben ohne unnötiges Beiwerk und Effekthascherei sticht der Film aus den zur Zeit gängigen 3-D Action-Kinder-Animationsfilmen heraus. Viele Figuren werden von LaiensprecherInnen gesprochen, was dem Film zusätzlich Frische verleiht.

AVIVA-Tipp: Die Mischung aus Drama und Komik gibt dem Film viele lustige Momente trotz des an sich ernsten Themas. Das Wunder allerdings, an das Kästner die Kinder glauben lassen will, ist überholt. Er fördert die Allmachtsfantasien, nach denen die Kinder die Möglichkeit haben, ihre getrennt lebenden Eltern wieder zu vereinigen. Angesichts der vielfältigen Lebensformen, die Familien heute angenommen haben, wäre es interessanter, den Kinder zu zeigen, wie sie positiv mit getrennt lebenden Eltern umgehen können und diese Trennung nicht nur als Mangel zu empfinden. Denn häufig ist es besser mit getrennten Eltern zu leben als zwischen den Fronten verfeindeter Eltern.

Das doppelte Lottchen
Regie: Toby Genkel
Drehbuch: Rolf Dickmann
SprecherInnen: Céline Vogt, Carin C. Tietze, Anja Kling, Andreas Fröhlich u.a.
Deutschland 2006
DVD-Infos
Warner Home Video Germany
ab 30. November 2007 im Handel
Alterfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 78 min.
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch
Bildformat: 16:9 (1,78:1)
Tonformat/Sprache: Dolby Digital 5.1 - Deutsch
DVD-Specials:
Interaktive Spiele: Lottes lustiges Filmquiz
- Luises listiges Filmpuzzle
- Making Of: Wie macht man eigentlich einen Zeichentrickfilm?
- Trailer

Kultur Beitrag vom 09.05.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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