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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 08.05.2008

Jewgeni Chaldej – Der bedeutende Augenblick
AVIVA-Redaktion

Im Martin Gropius-Bau wird vom 9.5.-28.6.2008 eine Retrospektive des russischen Kriegsfotografen gezeigt, dessen Aufnahmen Weltberühmtheit erlangten und heute zum nationalen Erbe Russlands gehören.



Ab dem 9. Mai 2008 wird im Martin-Gropius-Bau Berlin die erste große Retrospektive des russischen Fotografen Jewgeni Chaldej aus der Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimmer präsentiert. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion hat er, der auch als "Robert Capa Russlands" bezeichnet wird, umfassend über den 2. Weltkrieg berichtet. Einige dieser Bilder sind weltberühmt und zu Ikonen der Fotogeschichte geworden.

Jewgeni Chaldej ist nicht nur durch seine spektakulären Dokumentarfotografien des 2. Weltkrieges oder durch das zur Ikone gewordene Bild der inszenierten Flaggenhissung auf dem Deutschen Reichstag bekannt geworden, sondern auch durch jene Fotografien, die während der Potsdamer Konferenz und im Kontext der Nürnberger Prozesse entstanden sind. Die Retrospektive zeigt neben diesen historischen Aufnahmen bisher noch nicht veröffentliche Fotos aus dem Gesamtwerk Chaldejs sowie frühe Arbeiten aus den 30er Jahren bis hin zu seinem Spätwerk Ende der 80er Jahre.

Ziel der Retrospektive ist es, das Gesamtwerk in repräsentativer Auswahl erstmals zugänglich zu machen. Ausgestellt werden mehr als zweihundert Originalaufnahmen. Chaldej bereiste als Fotoreporter der TASS die ganze Sowjetunion. Er fotografierte den Bau von Staudämmen in Sibirien, die Ölfelder von Baku und die Weizenernte in der Ukraine, wie auch die politischen Herrscher jener Zeit.

Die Gesamtschau wird zeigen, wie das Werk Chaldejs auch das Spannungsverhältnis von Propaganda und Dokumentation widerspiegelt. In Essays des begleitenden Katalogs wird dieses Verhältnis kritisch untersucht. Zwischen freier Fotografie und Auftragsfotografie oszilliert das Werk Chaldejs.

Die Fotografien Chaldejs sind biografisch, historisch und ästhetisch mit der deutschen Geschichte eng verbunden. Die Ausstellung hat das Ziel, einem breiten Publikum in Deutschland und der Ukraine diese Verbindung bekannt zu machen. Chaldej war Jude und immer wieder Opfer von Antisemitismus, sein Vater und drei Schwestern wurden 1941 von deutschen Soldaten ermordet. Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass Chaldejs Werk nicht unter Begriffen wie Propaganda oder Heroische Moderne zu subsumieren ist. Denn sein fotografischer Blick blieb stets auch auf das Leben einfacher Leute gerichtet.

Alle Fotos von Jewgeni Chaldej stammen aus der Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimmer. Gezeigt werden in Ergänzung Aufnahmen der sowjetischen Kollegen Dimitri Baltermans und Georgi Petrussow. Anschließend wird die Ausstellung in Kiew Station machen.

Zum Künstler Jewgeni Chaldej: 1917 im Donezk Gebiet in der Ukraine als Sohn einer jüdischen Familie geboren, bekam Chaldej mit 13 Jahren seine erste Kamera. 1936 wird er Fotoreporter bei der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS. Er begleitet den Zweiten Weltkrieg mit der Kamera seit dem 22. Juni 1941, dem Tag des Überfalls der deutschen Armee auf die Sowjetunion. Er wird zum Zeugen vieler Schlachten, vom Norden bei Murmansk bis ans Schwarze Meer. Chaldej erlebte als Soldat und Fotograf den Rückzug der deutschen Truppen, mit seiner gebraucht erstandenen "Leica" begleitete er die Rote Armee auf ihrem Vormarsch und dokumentierte die Befreiung Rumäniens, Bulgariens, Jugoslawiens, Ungarns sowie die Einnahme Wiens und Berlins. Er fotografierte auch bei der Potsdamer Konferenz 1945, der Pariser Friedenskonferenz 1946 und beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946. Bis 1949 arbeitete er weiterhin für TASS, ab 1956 bis zu Beginn der 70er Jahre für die "Prawda". Jewgeni Chaldej starb 1997 in Moskau.
(Quelle: Deutsches Historisches Museum)

Jewgeni Chaldej – Der bedeutende Augenblick. Eine Retrospektive
9. Mai bis 28. Juli 2008
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag: 10–20 Uhr, Dienstag geschlossen
Pfingstdienstag 13.05.2008: geöffnet Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Familienkarte 10 Euro
Martin-Gropius-Bau, 2. Obergeschoss
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
www.gropiusbau.de

Weitere Infos unter:
www.chaldej.de

Kultur Beitrag vom 08.05.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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