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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.03.2008

Mary von Abel Ferrara mit Oscarpreisträgerin Juliette Binoche
Anna Tremper

Abel Ferraras jüngstes Werk, das sich mit Glauben und den Verunsicherungen unserer Zeit auseinandersetzt, wurde mit dem Spezialpreis der Jury auf dem Filmfest in Venedig 2005 ausgezeichnet.



In seinen bisherigen Filmen hat sich Ferrara schon häufiger mit Glaubensfragen und der Bedeutung von Religion für den Menschen auseinandergesetzt. Mit "Mary" widmete er nun einen ganzen Film diesem Themenkomplex und eröffnet dabei spannende Perspektiven in einem vielschichtigen medialen Geflecht.

Der Film
"Mary" erzählt drei Geschichten, die thematisch über den Glauben miteinander verknüpft sind. Da wäre zunächst der egozentrische Regisseur Tony Childress (Matthew Modine), der mit dem Film "Dies ist mein Blut" die Geschichte von Jesus neu erzählen möchte und damit viele Gläubige gegen sich aufbringt. Marie Palesi (Juliette Binoche) spielt in seinem Film die Rolle der Maria Magdalena und findet dadurch zum Glauben. Sie bleibt in Jerusalem und beginnt ein neues, frommes Leben auf den Spuren Maria Magdalenas. Der Fernsehmoderator Ted Younger (Forest Whitaker) interviewt für seine Sendung, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzt, zahlreiche Theologen und berichtet über Childress´ Film. Während er beruflich eine klare Linie verfolgt und engagiert bei der Sache ist, liegt in seinem Privatleben vieles im Argen. Er betrügt seine schwangere Frau (Heather Graham), die davon Wind bekommt. Als sein Kind zu früh geboren wird und dem Tod näher als dem Leben scheint, befallen ihn Schuldgefühle und er sucht Zuflucht im Glauben.

"Mary" ist ein Film um Glauben und die Bedeutung von Religion in unserer Zeit. Ferrara setzt sich mit der medialen Darstellung religiöser Themen, der Bedeutung für den Einzelnen und die Auswirkungen von Konflikten, die auf dem Glauben beruhen auseinander. Er tut dies auf medial sehr komplexe Weise und setzt dabei durch die Verwendung pseudo-dokumentarischer und dokumentarischer Elemente im Film, immer wieder neue Realitätsebenen.

Zudem wird durch den Film im Film eine Metaebene geschaffen, die die direkte Reflektion über das Phänomen "Glaubensfilm" in unserer Medienlandschaft zulässt. Es entsteht eine Distanz, die den ZuschauerInnen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sujet ermöglicht. Dabei werden lediglich Denkanstöße gegeben und keine unumstößlichen Wahrheiten vorgegeben. Allerdings entsteht hierdurch auch eine große Distanz zu den Figuren und so gelingt es nicht wirklich, das Interesse am Geschehen durchgehend aufrecht zu erhalten.

Juliette Binoche, die schon in jüngeren Jahren Jean-Luc Godard mit ihrer Leinwandpräsenz für sich gewinnen konnte, weiß auch hier zu glänzen. Die 1996 mit dem Oscar für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnete Leinwandikone, verleiht der Figur der bekehrten Schauspielerin etwas Erhabenes und macht sie so sehr prägnant für den gesamten Film. Auch Forest Whitaker legt in seinem Spiel eine beeindruckende Intensität an den Tag.

AVIVA-Tipp: "Mary"ist ein Film, dem an der einen oder anderen Stelle die Spannung fehlt, was aber durch seine komplexe Konstruktion wieder ausgeglichen wird. Die SchauspielerInnen sind hochkarätig und die Handlungsorte New York und Jerusalem bilden eine spannend kontrastierende Kulisse.

Mary
USA, Frankreich, Italien 2005
Regie: Abel Ferrara
Drehbuch: Abel Ferrara, Mario Isabella, Simone Lageoles, Scott Pardo DarstellerInnen: Juliette Binoche, Forest Whitaker, Matthew Modine, Heather Graham
Produktion: Roberto De Nigris, Fernando Sulichin
Weltvertrieb: Wild Bunch
83 Minuten, FSK: ab 12
Infos zu debut - das critic.de premierenkino, der Filmauswahl 2008 und den Trailer finden Sie im Internet unter www.debut.critic.de.

Kultur Beitrag vom 05.03.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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