No Palm Trees. No Lions. No Monkeys - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Regina Schmeken. Blutiger Boden Lucian Freud Poryes 2017
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.02.2008

No Palm Trees. No Lions. No Monkeys
AVIVA-Redaktion

Die Südafrikanerin Yvette Coetzee begibt sich auf eine Reise zurück in die Vergangenheit ihrer Familie und sucht einen verantwortlichen Umgang mit diesem Erbe. Im English Theatre vom 05.–08.03.2008



Wenn man als Weiße in Afrika geboren wird, wirbelt das Blättern im Familienalbum viele Fragen auf. Die Südafrikanerin Yvette Coetzee, macht sich auf die Suche nach Antworten. 1904 ging ihr deutscher Ur-Großvater in das damalige Deutsch-Südwestafrika, um im Hererokrieg, dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts, zu kämpfen. Nach dem Krieg kaufte er sich eine Farm westlich von Windhoek, wo die Großmutter der Autorin immer noch wohnt. Die 89 jährige spricht Deutsch, schaut deutsches Fernsehen, und klammert sich an "ihre" deutsche Kultur im heutigen Namibia.

Yvette Coetzee ist Puppenspielerin, Schauspielerin und Autorin. Sie wuchs in Pretoria, im benachbarten Südafrika, unter strikter Rassentrennung auf und erlebte 1994 den Zerfall der Apartheid, wie auch die politischen und sozialen Veränderungen, die darauf folgten. 2001 brach sie wie viele ihrer Landsleute auf, um eine bessere Zukunft in der "ersten Welt " zu suchen. Seit sieben Jahren wohnt sie in Berlin.

Über private, anekdotisch erscheinende Begebenheiten entwickelt sich eine Migrations-Familiengeschichte über vier Generationen, in der sich ein Jahrhundert Weltpolitik spiegelt: von der deutschen Kolonisation in Afrika, über den aus der Ferne erlebten deutschen Nationalsozialismus, Apartheid, Unabhängigkeit bis zu den heutigen Ängsten der weißen FarmerInnen in Namibia, dass ihr Land enteignet wird.

No Palm Trees. No Lions. No Monkeys
Dieses Ein-Frau-Stück, das Elemente aus Sprechtheater, Performance und Objekttheater kombiniert, arbeitet mit den Verknüpfungen von historischen und privaten Ereignissen, und sucht einen verantwortlichen Umgang mit diesem Erbe.
Der namibische Botschafter Peter Katjavivi ist von dem Stück sehr begeistert und er empfiehlt eine Aufführung in Windhoek.

Yvette Coetzee: "Meine Familie war immer auf der Täter-Seite. Mein Urgroßvater kämpfte im Herero-Krieg. 60.000 Hereros starben. Wie viele davon er umgebracht hat, weiß ich nicht. Mein Großvater war überzeugter Nazi. Meine Eltern und ich profitierten als Weiße von der Apartheid. Ich habe meine afrikanische Heimat verlassen, als ich 24 Jahre alt war."

Aufführungstermine:
Mittwoch,05. März 2008 – Samstag, 08.März 2008, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:
F40 - English Theatre Berlin
Fidicinstraße 40
10965 Berlin
Eintritt: 10 Euro / 7 Euro / 3 Euro

www.etberlin.de

Kultur Beitrag vom 07.02.2008 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken