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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 18.06.2007

Cindy Sherman
Clarissa Lempp

Eine Retrospektive der Fotokünstlerin Cindy Sherman reist nach Berlin. Im Martin-Gropius-Bau ist vom 15. Juni bis zum 10. September 2007 ein Querschnitt durch ihr Gesamtwerk von 1975-2005 zu sehen.



Eine der wohl wichtigsten Vertreterinnen zeitgenössischer Kunst, die Amerikanerin Cindy Sherman zeigt ihr Oeuvre in Europa. Die bereits in Paris und in Bregenz gastierende Ausstellung umfasst alle großen Serien der Fotokünstlerin seit 1975.

Cindy Sherman (1954 geboren) studierte Kunst am University College of New York in Buffalo. Anfangs noch sehr am Medium Film interessiert, inszenierte sie 1975 eine Serie von Fotoportraits, in denen sie Elemente der Verkleidung und des Rollenspiels nutzte. Sie erschafft dabei einen Typus und setzt diesen in einen atmosphärischen Kontext. Sherman benutzt nur ihre eigene Person oder Puppen als Modelle. Ihre Bilder entstehen in einmaliger Eigenregie, sie hat keine AssistentInnen für die Aufnahmen, das Kostüm oder Maske. Diese Herangehensweise zieht sich durch ihr gesamtes fotografisches Werk.

Die zwischen 1976 und 2005 entstandene Serie Busriders zeigt Aufnahmen sozialrepräsentativer Figuren, die Sherman mit dem Selbstauslöser vor einer weißen Wand fotografierte. Ab 1976 arbeitet sie 4 Jahre lang an ihrer wichtigsten Serie in ihrem Werk, den Untitled Film Stills. Sie posiert wie auf einem Standbild in einer Filmszene, unterstützt von Requisiten und Beleuchtung, schafft Eindrücke aus dem Film Noir und portraitiert dabei Stereotype weiblicher Filmrollen der 1950er und 1960er Jahre. Mit den Rear Screen Projection wechselte Cindy Sherman 1980 zur Farbfotografie. Genau wie die darauf folgenden Serien Centerfolds/Horizontals, Pink Robes, Fairytales und Fashion bleibt die Inszenierung eines weiblichen Bilds in einer arrangierten Realität, ein Schwerpunkt ihrer Arbeit.

In den folgenden Serien werden sexuelle Themen dominanter, die Inszenierung, die Kulissen und Kostüme werden theatralischer. Sherman taucht mit Fairytales und der Serie Disasters ein in dunkle, verstörende Mythen und Märchenwelt. In Civil War, Horror and Surrealist Pictures, den Sex Pictures und Broken Dolls, inszeniert sie vor allem Puppenteile zu grotesken und rätselhaften Erscheinungen. Einen wichtigen Werkblock in dieser Zeit bilden auch die History Portraits/Old Masters, 1988 – 1990, in denen die die Künstlerin bekannte kunsthistorische Gemälde inszeniert und bewusst falsche Körperteile und Prothesen zu deren Überzeichnung einsetzt.

Parodistisch und bissig nutzt sie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Darstellung durch Werbung, Kino oder klassische Malerei und reflektiert in ihren Arrangements Identitäten, die mit Stereotypen und symbolischer Macht kämpfen und mit dem Frauenbild einer männlich dominierten Gesellschaft zusammenprallen. So zeigt eine der jüngsten Serien Portraits des Hollywood/Hampton Types, 2000 – 2002. Sie bilden eine ebenso komische wie aufwühlende Serie. Die Figuren erinnern an gescheiterte oder vergessene SchauspielerInnen, an Frauen im mittleren Alter, die versuchen, sich dem Alterungsprozess zu entziehen. Auf exemplarische Weise verdichtet sich der vielschichtige Charakter des Werks von Cindy Sherman in ihrer jüngsten Serie Clowns, 2003-2004. Hier wird das Widersprüchliche und Exzessive ihrer Inszenierungen mit allen Facetten von Humor, Groteske und Unheimlichem verbunden.

Die Ausstellung "Cindy Sherman" wurde vom Jeu de Paume, Paris, organisiert und vom Kunsthaus Bregenz, dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk/Dänemark, und dem Martin-Gropius-Bau, Berlin, koproduziert.


Cindy Sherman
15. Juni bis 10. September 2007
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
Fon +49 (0)30 254 86 0

Öffnungszeiten: Mi bis Mo 10 - 20 Uhr, Di geschlossen

Eintritt: 7 Euro/ ermäßigt 5 Euro
Schüler- und Studentengruppen (ab 5 Personen) p.P. 3 Euro
Familienkarte 14 Euro
Öffentliche Führungen: Sonntag 16 Uhr, p.P. 3 Euro zzgl. Eintritt
Es können auch Gruppenführungen angemeldet werden.

Katalog: Erscheint in deutscher und in französischer Sprache im Verlag Flammarion:
Cindy Sherman, 319 Seiten, 49,90 Euro, ISBN: 2-0802-1051-3

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter: www.gropiusbau.de

Die hier benutzten Bilder unterstehen alle dem Copyright von Cindy Sherman.


Kultur Beitrag vom 18.06.2007 Clarissa Lempp 

   




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