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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.11.2007

Madonnen
Tatjana Zilg

Maria Speth ("In den Tag hinein") erzählt in unaufdringlicher, beobachtender Bildsprache die Geschichte einer jungen Frau, die tiefere Beziehungen vermeidet und oft mit dem Gesetz in Konflikt gerät.



Rita (Sandra Hüller) führt ein Leben ohne große Vorausplanung. Meist gibt sie ihren unmittelbaren Wünschen nach. Dass sie bereits fünffache Mutter ist, lässt ihr Verhalten beim ersten Hinsehen in einem negativen Licht erscheinen. Vier der fünf Kinder leben bei der Großmutter Isabella (Susanne Lothar), von der Rita behauptet, dass sie ihr gegenüber nie eine wirkliche Mutter war. Es erscheint paradox, dass sie ihre Kinder nun bei der Frau unterbringt, deren Fürsorglichkeit sie so stark anzweifelt. Das jüngste Kind lebt jedoch bei Rita. Ständig trägt sie den kleinen Jungen mit sich, auch als sie nach Belgien flieht, weil sie in Deutschland wegen Diebstahls und anderer Delikte polizeilich gesucht wird. In dem Nachbarland vermutet sie den Wohnort ihres leiblichen Vaters (Oliver Gourmet), mit dem sie bisher nie Kontakt hatte. Tatsächlich findet sie ihn und mit einer Lüge gelingt es ihr, ein paar Tage bei dem zurückhaltenden Mann, der längst verheiratet ist und weitere Kinder hat, zu wohnen. Bis sie die Kleinfamilie so provoziert, dass er sie bei der Polizei verrät.

Wenig später sitzt Rita mit ihrem Kind in einer recht offen wirkenden Haftanstalt ein und lernt dort eine andere junge Frau kennen, mit der sie während des Ausgangs auf neue Streifzüge geht und in der Disco mit US-Soldaten flirtet. Dort trifft sie auch auf Marc (Coleman Orlando Swinton), mit dem sie die Nacht verbringt. Am nächsten Morgen fahren die beiden Frauen ruhelos mit dem Auto umher, bis sie Ritas Kinder beobachten, wie sie von Isabellas Haustüre zur Schule aufbrechen.

Besonders die älteste Tochter Fanny (Luisa Sappelt) ist unglücklich mit der Situation. Am Anfang der Pubertät stehend fühlt sie sich eingeengt und unverstanden. Sie sehnt sich nach Kontakt mit ihrer leiblichen Mutter. Sie hat scheinbar Glück. Nachdem Rita aus der Haft entlassen wurde, mietet sie sich mit einem Lügengerüst und der Unterstützung von Marc eine große schöne Wohnung und holt all ihre Kinder zu sich. Mehr ein intuitives Handeln als ein wohlüberlegter Schritt zur Übernahme von Verantwortung. Schnell entstehen Momente der Überforderung. Marc möchte Rita mehr zur Seite stehen, als es ihr lieb ist. Immer wieder baut sie eine innere Mauer auf zwischen sich und dem korpulenten Mann. Langsam findet sie eine Beziehung zu ihren Kindern, die sich zögerlich auf die neue Situation einlassen. Doch die Mutter ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Freiheitsbedürfnis und dem Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Kindern.

AVIVA-Tipp: Die Regisseurin Maria Speth verfolgt mit präzisem Blick die unterdrückten Gefühle und die verworrenen Beziehungsfäden zwischen den Frauen dreier Generationen. Jede bleibt auf sich allein gestellt, hofft auf die andere, ohne je eine wirkliche Begegnung zu erreichen.

Madonnen
Deutschland/Belgien, 125 min
Buch & Regie: Maria Speth
Verleih: Peripher Filmverleih, Berlin
DarstellerInnen: Sandra Hüller, Luisa Sappelt, Coleman Orlando Swinton, Susanne Lothar, Gerti Drassl, Oliver Gourmet, Ariane Lewis, Kenneth Uhle, Elli Götze
Kinostart: 06.12.2007

Der Film im Web: www.peripherfilm.de


Kultur Beitrag vom 27.11.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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