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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.04.2008

Football Under Cover
Tatjana Zilg

Bei der 58. Berlinale holte diese Dokumentation den Teddy, ohne ein einziges schwul-lesbisches Paar in Petto zu haben. Der Film thematisiert sehr charmant die Geschlechterverhältnisse im Iran.



Am Beispiel Fußball wird deutlich, wie Frauen bei der Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sind.

Die jungen Frauen des Kreuzberger Frauenfußball-Vereins "BSV AL-Dersimpor" hören von den schlechten Trainings-Bedingungen ihrer Kolleginnen im Iran. Mit einem Freundschaftsspiel gegen die iranische Frauennationalmannschaft wollen sie ein Zeichen setzen für mehr Selbstbestimmung von Frauen in dem strenggläubigen Land.
Treibender Motor für das Vorhaben wird Marlene Assmann, die selbst Vereinsmitglied und Spielerin ist. Gemeinsam mit ihrem Bruder David Assmann sowie dem jungen iranischen Regisseur Ayat Najafi drehen sie ihre Dokumentation von den Anfängen auf dem Bolzplatz in SO 36 bis hin zum stürmisch bejubelten Stadionspiel in Teheran.

Der so entstandene Film gewährt Einblick in den Alltag der jungen Spielerinnen in Berlin und im Iran, wobei ein Teil der Kreuzbergerinnen ebenfalls aus muslimischen Familien kommt, und begleitet sie von der ersten Idee im Vereinsclub bis zur Begegnung mit den Nationalspielerinnen im fernen Land. Etliche Hindernisse, bürokratischer und politischer Art, müssen überwunden werden. Dabei behält das Energiebündel Marlene Assmann immer einen klaren Kopf und eine sympathische Portion Humor in der Hinterhand. Sie erzählt von den sehr persönlichen Gründen, die sie so hartnäckig an dem Projekt festhalten lassen, auch als immer wieder die Visa für den Iran abgelehnt werden. Es geht hier, ebenfalls wie im Sport, um Erfolg oder Scheitern. Ihre Studien in Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie sowie in Architektur hatte sie abgebrochen, bevor sie sich für das Fachgebiet Montage an der HFF "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg entschied.

Die persönliche Messlatte ist bei ihr ohnehin hoch angesetzt, denn ihre Eltern sind die berühmten KulturwissenschaftlerInnen Aleida und Jan Assmann.

Diesmal gelingt ihr alles: Das Stadionspiel in Teheran ist ein großer Erfolg, und das iranische Publikum dankt mit frenetischem Beifall, wie es bei den Spielen der hiesigen Bundesliga nicht lebhafter sein könnte. Außerdem erfährt Assmann einen riesigen Erfolg bei der 58. Berlinale: Der Film erhält bei den Teddy-Awards von der Jury die Auszeichnung als bester Dokumentarfilm und den Volkswagen-Zuschauerpreis TEDDY Ballot.

AVIVA-Tipp: "Football Under Cover" ist ein kleiner Ausschnitt Zeitgeschichte, der durch das populäre Sichtfenster Fußball betrachtet wird. Entstanden ist ein temporeicher Dokumentarfilm, der mit einer Mischung aus Portrait und Hintergrundinformationen überzeugt, und dabei das mutige Vorhaben der Fußballerinnen authentisch wiedergibt. Auch für das Publikum bleibt es spannend, denn lange ist es nicht klar, ob es den Kreuzbergerinnen überhaupt gelingen kann, in den Iran einzureisen.

Football Under Cover
Deutschland 2008
Regie: David Assmann und Ayat Najafi
Verleih: Zorrofilm
Lauflänge: 85 Minuten
Kinostart: 24. April 2008

Weitere Informationen finden Sie unter: www.football-under-cover.de


Kultur Beitrag vom 26.04.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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