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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.12.2007

Mondkalb
Anna Tremper

Sylke Enders erzählt einfühlsam die Geschichte dreier Menschen, die in verschiedenen Welten leben und im Grunde mit der Außenwelt abgeschlossen haben, bis sie aufeinander treffen...



Für Alex beginnt ein neuer Lebensabschnitt als sie in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zieht. Sie hat gerade eine lange Haftstrafe verbüßt und sucht nun ihre Ruhe in einem kleinen Dorf im Osten. Den Kontakt mit Menschen versucht sie zu vermeiden, doch das gelingt ihr nicht. Der verschlossene Junge, Tom (Leonard Carow), sucht immer wieder ihre Nähe. Über den Jungen kommt sie auch mit dessen Vater Piet (Axel Prahl) in Kontakt. Ein redseliger, aufgeschlossener Mann, der Alex gefällt.
Diese drei speziellen Charaktere bilden das Zentrum des Films. Es entspinnt sich ganz langsam eine Geschichte des Annäherns um diese Figuren. Alex lässt sich mehr und mehr auf Tom ein. Sie spürt, dass er den Selbstmord seiner Mutter nicht verarbeitet hat und darauf mit Sprachlosigkeit reagiert. Doch zu Alex fasst er Vertrauen und es entwickelt sich mit der Zeit eine Beziehung zwischen den Beiden.

Zwischen Piet und Tom herrscht eine große Verständnislosigkeit, die Piet nur durch Gewalt bewältigen zu können scheint. Doch nachdem Piet einmal mehr die Kontrolle über sich verloren hat und Tom in eine neue Familie kommt, begreift der Vater, dass sich etwas ändern muss. Die Beziehung zwischen Alex und Piet entwickelt sich nur zaghaft. Ohne Tom hätte diese Annäherung wohl niemals statt gefunden, doch dank ihm machen diese so unterschiedlichen Menschen einen Schritt heraus aus ihrer Isolation und dem anderen entgegen.

"Mondkalb" ist ein packend inszeniertes Drama, um drei Menschen, die unendlich weit voneinander entfernt scheinen. Ein sehr ruhiger Film, der durch seine DarstellerInnen zu begeistern weiß. Gerade Juliane Köhler, die einen schweigsamen Part besetzt, weiß ihr schauspielerisches Können so einzusetzen, dass die ZuschauerInnen auch ohne Worte verstehen, was in der Figur Alex vor sich geht. Eine besondere Entdeckung ist auch Leonard Carow in der Rolle des Tom. Ein Film, der sich auf wenige Figuren und deren Beziehung zueinander konzentriert, kann nur mit solch begabten SchauspielerInnen funktionieren.

Zur Regisseurin: Sylke Enders ist seit 2002 als Regisseurin und Autorin tätig. Sie studierte von 1983 bis 1987 Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin und von 1989 bis 1994 Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Schließlich studierte sie Regie an der Film- und Fernsehakademie in Berlin und ist seit 2002 als Regisseurin, Autorin und Produzentin tätig. Nach einigen Kurzfilmen drehte Sie 2003 ihr Kinodebüt "Kroko". Der Film fand großen Zuspruch und wurde mit dem Deutschen Filmpreis 2004 ausgezeichnet. Bei "Mondkalb" war Sylke Enders als Regisseurin, Autorin und Produzentin an dem Projekt beteiligt.

Zur Schauspielerin:Juliane Köhler ist seit vielen Jahren als Schauspielerin zu sehen und schafft es dabei Familie, Theater und Film unter einen Hut zu bringen. In New York hat sie bei der Schauspiellehrerin Uta Hagen ihr Handwerk gelernt. Zurück in Deutschland wurde sie eine erfolgreiche Theaterschauspielerin. Mit der Rolle der Lilly in "Aimée & Jaguar" gelang ihr 1999 der Durchbruch auch als Filmschauspielerin. Sie bekam für ihre Rolle der Lilly Wust einen silbernen Bären als beste weibliche Hauptdarstellerin. In dem oscarpremierten Film "Nirgendwo in Afrika" spielte sie 2001 die Hauptrolle.

AVIVA-Tipp: "Mondkalb" ist ein Film der leisen Töne. Sylke Enders ist es gelungen, eine eindringliche Geschichte zu erzählen, die Hoffnung macht und auch ihre amüsanten Momente hat. Ein Film der viele Fragen stellt, die Antworten jedoch nicht dogmatisch vorgibt und es den ZuschauerInnen selbst überlässt, diese für sich zu finden.

Lesen Sie auch unser Interview mit der Hauptdarstellerin Juliane Köhler und mit der Regisseurin Sylke Enders.

Mondkalb
Regie und Drehbuch: Sylke Enders
DarstellerInnen: Juliane Köhler, Axel Prahl, Leonard Carow, Ronald Kukulies, Niels Bormann, Udo Schenk, Isabelle Ertmann, Gabriele Grawe
Produktion: Beaglefilms Filmproduktions GmbH
104 Minuten, FSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 31. Januar 2008

Kultur Beitrag vom 29.12.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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