|
Barking Dogs United ist ein von Naomi Tereza Salmon und Nikos Arvanitis 2005 gegründetes KünstlerInnenduo. Im ihrem Manifest heißt es: "Wir arbeiten an einer Zukunft, in der es keine Künstler mehr gibt, nur noch Nicht-Künstler." Im Zentrum der Ausstellung SIZE MATTERZ stehen Objekte, die ihr räumliches Verhältnis und damit ihren Halt verloren oder deren Funktionen sich verändert haben. Vorgefertigte Skateboards und selbst gebaute Gegenstände, wie Steckdose, Pistole, Navigationssystem, Feuerzeug sowie Videoprojektionen sind in der Galerie installiert. Damit erzeugen Arvanitis und Salmon ein Gefühl von Unsicherheit, als wären die BesucherInnen Alice im Wunderland der Kunst. Im Eingangsbereich wird man zuerst mit dem Manifest von Barking Dogs United konfrontiert. Lichtboxen begleiten die BesucherInnen mit manipulierten, schematischen Zeichnungen entlang der Schau. Der ganzflächige Skateboardboden erzeugt einen unsicheren Stand – eine bewegliche Ebene unter den Füßen. SIZE MATTERZ ist das Thema eines spielerischen Rundgangs. Das KünstlerInnenduo widmet sich auf ironische Weise Fragen wie: "Welche Rolle spielt der Künstler in der Gesellschaft heute? Ist er Sozialarbeiter oder Unterhalter? In welchem Verhältnis steht er zu Kunstmarkt, Galerie und Publikum?" In Zeiten des Multitaskings müssen die KünstlerInnen heute alles erledigen können, von der Kunstproduktion über die Selbstvermarktung bis hin zur Fähigkeit, die eigene Arbeit zu erklären und zu vermitteln. Salmon und Arvanitis reflektieren ihre Arbeits- und Lebensprozesse und versuchen die Grenzen zwischen Chaos und Ordnung, Selbstdarstellung und Ruhm, individueller Entfaltung und ökonomischem Druck auszuloten. Ihre fünfzehn Minuten fangen jetzt erst an oder sind längst schon vorbei. Zu den KünstlerInnen: Naomi Tereza Salmon wurde 1965 in Jerusalem geboren. Seit 1991 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Naomi Tereza studierte in Jerusalem und Weimar. In ihren Werken setzt sie sich häufig mit Geschichte und Erinnerung an den Holocaust auseinander. Ihre Ausstellung "optimistic disease facility" in 2004 konzentrierte sich auf Werk und Leben von Boris Lurie. Lurie war nach seiner Befreiung aus dem Außenlager des KZ Buchenwald nach New York emigriert und wurde dort Mitbegründer der NO!Art-Bewegung. Weitere Informationen finden Sie unter: www.be-an-artivist.net Nikos Arvanitis wurde 1979 in Athen geboren. Seit 2004 lebt und arbeitet er in Deutschland. Er studierte in Wien, Athen und Weimar. Das Thema seiner Arbeiten ist die postmoderne Gesellschaft mit all ihren Problemen und Gegebenheiten. Neben der Bildenden Kunst macht er zudem seit vielen Jahren elektronische Musik und hat an vielfältigen Projekten mitgewirkt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.nikosarvanitis.com Die Arbeiten beider KünstlerInnen wurden mehrfach national und international ausgestellt. Sämtliche Werke entstehen anlässlich der Ausstellung in der ACC Galerie Weimar. Vernissage: 18. Januar 2008 ab 20 Uhr Ausstellungsdauer: 19. Januar - 16. März 2008 Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 12-18 Uhr ACC Galerie Weimar Burgplatz 1 + 2 99423 Weimar Fon: 03643-851261 www.acc-weimar.de
|