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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 18.12.2007

Schöner Leben
Annegret Oehme

Zehn Menschen im verregneten Berlin am Heiligabend: niemand ist "in Stimmung". Markus Herling begleitet sie in seinem liebevoll gestalteten Episodenfilm auf der Suche nach einem tieferen Sinn.



"Das Leben ist nicht Ziel, sondern Augenblick"

Diesem Motto bleibt der wunderschöne Weihnachtsfilm "Schöner Leben" einhundertvier Minuten lang treu.
Was zunächst kitschig klingt, verliert sich nicht in vorweihnachtlicher Idylle, denn für so etwas ist im Lebenschaos der ProtagonistInnen gar kein Platz.

Berlin am Heiligabend: grau, kalt, Dauerregen. Menschen eilen genervt die Straßen entlang, drängeln in den Kaufhäusern und schieben sich mit letzter Kraft noch in die U-Bahn. Die RadiomoderatorInnen geben ihr Bestes um mit irgendwelchen Sinnsprüchen etwas vom "Geist der Weihnacht" in die Herzen der BerlinerInnen zu bringen.
Das dürfte gar nicht so einfach werden, denn bei einigen scheint so etwas wie "Weihnachtsfreude" an diesem Tag noch meilenweit entfernt zu sein.

Zum Beispiel bei Joseph, der so sehr an der Trennung von Maria leidet, dass er am liebsten aufhören würde zu atmen und sich abends mit Wein den Kummer von der Seele spült. Voller Verzweiflung macht er am Vormittag des 24. Dezember noch einen Termin bei seiner Psychologin aus. Den "Erfolg" dieser Sitzung droht eine unerwartete Begegnung mit seiner Angebeteten zu ruinieren.

Der arbeitslose Schauspieler Alwin seinerseits hat auch noch keine Nerven für "Besinnung" oder dergleichen, sondern geht lieber zu einem Casting für eine Arztserie. Die Drei-Sätze-Rolle ist durchaus unter seiner Würde, aber vielleicht spielt er ja doch schon bald die Rolle seines Lebens...

Elke hat ganz andere Sorgen. Abgesehen davon, dass es sie "ankotzt" ihren beiden Kindern nichts zu Weihnachten schenken zu können, muss sie sich noch einen Streit mit ihrer pubertären Tochter gefallen lassen, der die Armut ebenfalls sehr zu schaffen macht. Nicht mal Elkes Gelegenheitsliebhaber Sebastian, der völlig frustriert einen Job als Weihnachtsmann angenommen hat, ist gewillt, ihr schon wieder ein paar Euro zu borgen...

Der Autor und Regisseur Markus Herling führt den ZuschauerInnen ganz unterschiedliche Menschen mit ihren jeweils unterschiedlichen Problemen und Sorgen am "Fest der Liebe" vor Augen.

AVIVA-Tipp: "Schöner Leben" ist ein wunderschöner Weihnachtsepisodenfilm, der sich nicht an seinen "Hollywoodgeschwistern" orientiert, ihnen aber in nichts nachsteht. Trotz der Vorfreude, die der Film weckt, hinterlässt er bei den ZuschauerInnen ein wenig Melancholie und Nachdenklichkeit, denn das Leid und die Armut, die nicht verschwiegen werden, sind leider bittere Realität.
Am Ende ist nicht plötzlich alles gut und nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Es bleiben verpasste Chancen, Traurigkeit und zum Teil auch Angst. Aber dennoch gibt es für alle ein kleines Happy End. Und was wäre schon ein Weihnachtsfilm ohne Happy End?!


Schöner Leben
Deutschland 2005
Buch und Regie: Markus Herling
DarstellerInnen: Pasquale Aleardi, Isabella Parkinson, Karin Düwel, Andreas Günther, Susann Ugé, Hans Klima, Max Herbrechter, Klaus Gehrke, Joel Eisenblätter, Ruth Krüger-Willkomm
104 Minuten, FSK: ab 6
Kinostart: 15.11.2007

Kultur Beitrag vom 18.12.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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