Efrat Stempler - 1,2,3 Sauerfisch reloaded - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500-1500 DIE FLÜGEL DER MENSCHEN Happy End
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 20.03.2008

Efrat Stempler - 1,2,3 Sauerfisch reloaded
Kristina Tencic

Sieben Menschen in einem Raum und eine tickende Bombe. Woher kommt der Angriff? Wer kann ihn stoppen? Jeder ist Opfer - oder vielleicht doch Täter? Ein grenzenloses Theater-Projekt...



...zwischen Leipzig, Berlin und Jelenia Gora (Polen), das noch Unterstützung sucht.

Was ist zu tun, wenn man nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann und in einem einzigen beengten Raum zusammen mit einer Bombe gefangen ist? Wenn die Intimität mit den Mitgefangenen in dieser Extremsituation zwischen Verdacht und Solidarität schwankt und kein Ausweg erkennbar ist? Es ist ein Wettlauf mit der Zeit um Leben und Tod in dem Grenzen voll ausgekostet werden und gleichzeitig verschwimmen.

Die israelische Choreografin Efrat Stempler inszeniert zusammen mit Wojtek Klemm (Dramaturgie), Jens Crull und Konstantin Hapke (Video), TänzerInnen und MusikerInnen(Brit Rodemund, Nicky Vanoppen, Alexander Sieber, Miona Petrovic and Anat Vaadia) das spannungsgeladene Theaterstück "1,2,3 Sauerfisch reloaded". Die Mitwirkenden entstammen unterschiedlichen Nationen wie etwa Israel, Belgien, Deutschland, Serbien und Polen. Die Premiere fand am 17.April 2008 im Lofft Leipzig statt, wo die Aufführung an drei nachfolgenden Abenden zu sehen sein war, und wird vom 9. - 11. Mai 2008 im Pumpwerk Berlin zu sehen sein.

Ursprünglich wurde das 20 minütige No-Budget-Stück auf dem "Feld-Festival" im Dock 11 im April 2005 vorgeführt. Doch durch die traurige Aktualität des Terrors im Nahen Osten sieht sich die Choreografin geradezu verpflichtet, es als ausgearbeitete Video und Performance-Darbietung auf eine Bühne zu bringen. Inspiriert ist es von dem Buch "Der Mensch als Bombe" von W. Schmidbauer, aber auch zum RAF-Terror werden Parallelen gezogen.

Die Motivation zu ihrem Projekt erklärt die Israelin wie folgt: "Terror ist nicht mehr ein lokales Phänomen im Nahen Osten. Vielmehr ist es zu einem ständigen Gast auf allen Kontinenten geworden. Das Leben wird vielerorts von seiner Präsenz diktiert. Sein Einfluss auf unsere sozialen Codes und Verhaltensweisen ist für mich faszinierend. Seine Wirkung auf uns als Gesellschaftswesen und der Einfluss auf unser körperliches Benehmen werden zu zentralen Punkten meiner Untersuchung." Sie möchte ihre Arbeit auf einen Aspekt des Terrorthemas konzentrieren. Bei ihrer Recherchearbeit hat sie häufiger feststellen müssen, dass sie sich selbst teilweise stark in diesem Konflikt verfangen hat, da sie in Deutschland Stellungen bezieht, für die sie in Israel wohl so nie eingetreten wäre.

Wie sehr kann man in einem Konflikt gefangen sein, dass kein Schwarz-Weiß-Denken mehr Bestand hat? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich Efrat Stempler in ihrem Projekt für das sie, neben den bisherigen Förderern (Kulturstiftung Sachsen, Stiftung Zurückgeben und Theater Jelenia Gora) noch weitere sucht.

Zur Choreografin: Geboren 1977 in Tel Aviv, lebt und arbeitet Efrat Stempler seit 2001 in Europa, seit 2004 in Berlin. Von 1995 an tanzte und arbeitete sie mit verschiedenen ChoreographInnen und Ensembles (u.a. Barak Marshall Dance Company) in Israel. 2001 hat sie ihre Ausbildung an der Universität Tel Aviv im Studienfach Regie abgeschlossen. Nachdem sie in Projekten mit Martin Stiefermann und dessen Company MS-Schrittmacher als Tänzerin und künstlerische Mitarbeiterin mitgearbeitet hat, und nach dem Erfolg ihrer Performance ´Kea´, realisierte Stempler 2006 mit ´SHU SHU´ ihre dritte Choreographie, die in Berlin im Tacheles, Zürich, Rumänien, Armenien und Singapur innerhalb der letzten 6 Monate aufgeführt wurde. ´1,2,3 Sauerfisch´ war 2006 auf dem Feldfestival im Dock 11 zu sehen.


AVIVA-Tipp: Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, der sich Efrat Stempler in ihrem Theater-Projekt widmet, verspricht eine spannungsgeladene Aufführung zu werden. Die Fragen zum Wahnsinn des Krieges und Terrors werden hier einmal universell gestellt und halten somit neue Perspektiven offen - Der Nervenkitzel ist garantiert.

Weitere Infos über die mitwirkenden Theater, Termine und Tickets unter:
www.teatr.jgora.pl
www.lofft.de
www.daspumpwerk.de
Infos über bisherige Förderer und Partner:
www.tanzhaus-leipzig.de
www.kulturstiftung.sachsen.de
www.stiftung-zurueckgeben.de
www.teatrcinema.pl

Kultur Beitrag vom 20.03.2008 Kristina Tencic 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken