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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.04.2008

Christenkreuz und Hakenkreuz. Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus
AVIVA-Redaktion

Vom 18. April bis 12. Juli 2008 macht eine Wanderausstellung Station in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Gezeigt wird, wie groß der Einfluss der Nazis auf den damaligen Kirchenbau war.



Wie zeigte sich der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie in der Gestaltung jener Kirchen, die nach Hitlers Machtantritt erbaut wurden? Was berichten die künstlerischen und architektonischen Zeugnisse, die bis heute erhalten sind, über die damalige Anfälligkeit der Kirche für Rassismus, "Volksgemeinschafts"-Propaganda und Totenkult? In den Jahren nach 1933 wurden zahlreiche Kirchen neu gebaut und künstlerisch gestaltet. Die bisher ermittelte Zahl von mehr als 900 Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neuen Gemeindehäusern für beide Konfessionen widerlegt die weit verbreitete Ansicht, dass Kirchenbau und Kirchenkunst in der NS-Zeit nahezu zum Erliegen gekommen seien.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit jenen Kirchen, in deren Gestaltung der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie besonders deutlich wird. Im Mittelpunkt steht die Martin-Luther-Gedächtniskirche in Berlin-Mariendorf. 1930/31 entworfen und 1935 eingeweiht, verkörpert sie den Übergang von der späten Weimarer Republik zur Frühphase der NS-Herrschaft. Anders als bei vergleichbaren Kirchen sind hier fast alle Aspekte sakraler Kunst, die von NS-Ideologie zeugen, bis heute erhalten. Deshalb steht die Martin-Luther-Gedächtniskirche seit 1995 unter Denkmalschutz. Die Ausstellung soll auf ihre historische Bedeutung aufmerksam machen und zur Diskussion um neue Nutzungs-Ideen anregen. Zum Vergleich werden zehn weitere Beispiele vor allem aus dem Bereich der protestantischen Kirche gezeigt. Sie lassen ein breites Spektrum NS-spezifischer Ausdrucksformen in Kunst und Architektur erkennen.

Träger der Ausstellung ist das Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V.. Für Demokratie. Die Wanderausstellung wird bis zum 12. Juli 2008 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu sehen sein, anschließend gastiert sie unter anderem in München und Hamburg.

"Christenkreuz und Hakenkreuz" Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus
18. April bis 12. Juli 2008
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch und Freitag: 9 - 18 Uhr
Donnerstag: 9 - 20 Uhr
Sonnabend, Sonntag
und an Feiertagen: 10 - 18 Uhr
Weitere Informationen unter:: www.gdw-berlin.de

Kultur Beitrag vom 19.04.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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