Ausstellung in der Galerie Funke - Risk Hazekamp: Solitary Fruit, 26. April – 19. Mai 2012
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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2016 - Beitrag vom 18.04.2012

Ausstellung in der Galerie Funke - Risk Hazekamp: Solitary Fruit, 26. April – 19. Mai 2012
Claudia Funke

Der Titel von Hazekamps Ausstellung bezieht sich auf den Billie-Holiday-Song "Strange Fruit" von 1939. "Fruit" ist ein abwertender Slangausdruck für männliche Homosexuelle. Die ausdrucksstarken,...



... vornehmlich schwarz weißen, analogen Fotografien der niederländischen, in Berlin lebenden Künstlerin Risk Hazekamp entstanden in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama.


© © Risk Hazekamp, Solitary Fruit (Hattiesburg), 2012, analoge s/w Fotografie, 48 x 32 cm


Risk Hazekamp folgte 2011 der Route des weißen Schriftstellers John Howard Griffin, der in seinem 1960 erschienenen Buch "Black Like Me" schildert, wie er – äußerlich durch Medikamente, UV-Licht und Make-up verändert – als vermeintlich schwarzer Mann durch die Südstaaten reiste. Hazekamp übertrug diesen subversiven Gedanken auf die Gender-Thematik und reiste nicht als Frau, sondern als Mann.

In der Einführung zu seiner Publikation schrieb Griffin 1960:
"It is the story of the persecuted, the defrauded, the feared and detested. I could have been a Jew in Germany, a Mexican in a number of states, or a member of any ´inferior´ group. Only the details would have differed. The story would be the same."

Der Titel von Hazekamps Ausstellung bezieht sich auf den Billie-Holiday-Song "Strange Fruit" von 1939. Außerdem ist "Fruit" ein abwertender Slangausdruck für männliche Homosexuelle – zugleich verweist der Titel auf Johnny Cashs Version von "Solitary Man" und unterstreicht Hazekamps einzelgängerischen Weg durch den tiefen amerikanischen Süden außerhalb jeglicher Transgender-Subkultur.

© Risk Hazekamp, Solitary Fruit (Swamp), 2012, analoge s/w-Fotografie



Risk Hazekamp, geboren 1972 in Den Haag, Kunststudium an der Willem de Kooning Akademie in Rotterdam und der Jan van Eyck Akademie in Maastricht. Sie hatte Soloausstellungen in verschiedenen europäischen Galerien – ihre Arbeiten wurden auf vielen internationalen Kunstmessen wie beispielsweise der Art Cologne, dem Art Forum Berlin, der LISTE Basel, der ARCO Madrid oder der Paris Photo gezeigt.

Hazekamps Arbeit ist Teil wichtiger öffentlicher Kollektionen wie der Maison Européenne de la Photographie de Paris, dem MACBA Museum in Barcelona, der Comunidad de Madrid, dem Gemeente Museum in Den Haag oder dem Museum Moderne Kunst Arnhem.
Weitere Infos unter: www.riskhazekamp.com

© Risk Hazekamp, Solitary Fruit (Cemetery), 2012, analoge s/w-Fotografie


AVIVA-Tipp: Ein Besuch dieser Ausstellung in der Galerie Funke, die übrigens ausschließlich Werke von Frauen zeigt, ist unbedingt empfehlenswert.


Die Ausstellung wird vom 26. April bis zum 19. Mai zu sehen sein.
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag, 13-18 Uhr, Samstag, 12-15 Uhr u. n. Vereinbarung.



Veranstaltungsort: Galerie Funke, Berlin
Willibald-Alexis-Straße 14
10965 Berlin
Weitere Infos unter:
www.galeriefunke.de




AVIVA-Berlin ist Medienpartnerin dieser Ausstellung.


(Copyright: Claudia Funke, April 2012)



Kultur Beitrag vom 18.04.2012 AVIVA-Redaktion 

   




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