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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.10.2012

Bettina Rheims - Gender Studies. Ausstellung 20. Oktober 2012 – 1. Dezember 2012 in der Galerie CAMERA WORK
AVIVA-Redaktion

Menschen in einer Art und Weise sehen und zeigen, wie sich die Porträtierten selbst sehen – ihre menschliche Herangehensweise verknüpft Bettina Rheims mit ihrem eigenen künstlerischen Stil und...



... kreierte mit "Gender Studies" eine Serie, die eine ganz besondere Ästhetik aufweist.

Mittels der Photographie hat sich die französischen Künstlerin Bettina Rheims in Zusammenarbeit mit Frédéric Sanchez mit dem Thema Transgender auseinandergesetzt und mit "Gender Studies" eine faszinierende Porträtserie von 25 Menschen geschaffen, die sich der Kategorisierung von Männlichkeit und Weiblichkeit entziehen.

Was ursprünglich mit einem Aufruf auf Facebook für Menschen, die sich "anders" fühlen begann, endete für Rheims in einem intensiven Projekt mit jungen Transgendern, die durch ihre Androgynität oder auch Transsexualität die Photographin faszinierten. Das Ergebnis in Form von großformatigen Photographien kommt einer künstlerischen Studie von Menschen gleich, die sich jenseits der normativen und teilweise stereotypisierten Einordnung in eines der Geschlechter bewegen. Es ist vielmehr der Wechsel zwischen den Geschlechtern, abhängig von Tageszeit und Gemütszustand, der den hier Porträtierten eine Art Freiheit innerhalb unserer Gesellschaft einräumt, der den Betrachter jedoch oftmals verwirrt und zugleich fasziniert. Der Blick der RezipientInnen versucht, die Porträtierten einzuordnen, doch befinden sie sich mal in einem vorübergehenden Zustand des Wandels zwischen den Geschlechtern, mal in einem bleibenden Gleichgewicht zwischen beiden. In zerschnittener, zerrissener, durchsichtiger Wäsche, gleichsam entblößt und verhüllt, erzählen die zart wirkenden Körper ihr Leben. Die Augen der ProtagonistInnen wirken mal mutig, mal scheu, doch suchen alle die Konfrontation mit der Kamera – und mit den Betrachtenden. Indem sie ihnen entgegentreten, berühren sie und wecken den Wunsch, mehr über die einzelnen Menschen zu erfahren.

Das internationale Topmodel Andrej Pejic, das für Label wie Jean Paul Gaultier oder Michalsky sowohl Herren- als auch Damenmode auf dem Catwalk präsentierte und als Inbild des Zuspruchs androgyner Models gilt, zählt ebenfalls zu den Porträtierten, wie der als Frau geborene Kael T. Block, dessen offen gezeigte Narben eine Reminiszenz an seine zahlreichen Operationen sind. Die Photographien lassen erkennen, wie befremdet wir reagieren, wenn unsere gewohnten Sichtweisen in Frage gestellt werden. Die künstlerische Umsetzung ist durch eine puristische, kühle Bildästhetik geprägt, die sich durch einen hellen, klaren Aufbau äußert und die Porträtierten in verschiedenen Ansichten zeigt. Trotz der seriellen Umsetzung zeichnet die Künstlerin in ihren Arbeiten deutlich die phänotypischen als auch individuell persönlichen, seelischen und charakterlichen Unterschiede zwischen der Porträtierten heraus – einige strahlen Stärke und Selbstsicherheit aus, andere wiederum eine stimmungsvolle und gleichermaßen ergreifende Beklommenheit, Schüchternheit oder Einsamkeit. Die abgebildeten Personen verbindet durch die besondere bildnerische Gestaltung eine außergewöhnliche madonnenhafte Präsenz. Die Ausstellung findet parallel zum Europäischen Monat der Fotografie Berlin statt.

Bettina Rheims wurde 1952 in Neuilly-sur-Seine bei Paris geboren. Ihre photographische Karriere begann Ende der 1970er-Jahre nach einer kurzen Tätigkeit als Model, wobei ihr Interesse fortan der Weiblichkeit in all ihren erotischen und voyeuristischen Facetten galt. Neben der Zusammenarbeit mit angesehenen Modemagazinen und Werbeagenturen publizierte Rheims auch diverse Photobände, darunter "Female Trouble" (1991) und "Chambre Close" (1992). Mit der Serie "Modern Lovers" und dem Buchprojekt "Kim", welches in intensiver Zusammenarbeit mit der Transsexuellen Kim Harlow entstand, entwickelte sich ein Interesse an der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Thematik Transsexualismus und Transgender. Von ihrer Heimatstadt Paris wurde ihr 1994 der Grand Prix de la Photographie vergeben, eine Anerkennung für die visuelle Auseinandersetzung mit Projektthemen wie der sexuellen Orientierung, aber auch für ihre fotografischen Inszenierungen des weiblichen Körpers.

"Gender Studies" wird vom 20. Oktober 2012 – 1. Dezember 2012 zu sehen sein.

Veranstaltungsort:
CAMERA WORK
Kantstraße 149
10623 Berlin
www.camerawork.de
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 11–18 Uhr
Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen finden Sie unter:

www.bettinarheims.com

"Gender Studies" von Bettina Rheims im ZDF (vom 27.4.2012)

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin.

Female Trouble - Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierungen - Inka Graeve Ingelmann

Bettina Rheims Fotografien vom 8.03. bis 11.05.2008


Kultur Beitrag vom 01.10.2012 AVIVA-Redaktion 

   




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