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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.01.2013

Frauensee - ein Film von Zoltan Paul mit Nele Rosetz und Therese Hämer. Ab 24. Januar 2013 im Kino
Britta Meyer

Es ist Sommer am brandenburgischen Seendreieck kurz vor Berlin – Wälder von Schilf, in der Sonne leuchtendes Wasser und eine Handvoll wortkarger AnglerInnen. Die Fischwirtin Rosa repariert mal...



... wieder aufgeschnittene Reusen, ist von den stur ihre Fische stehlenden Einheimischen genervt und hat außerdem genug vom Verhalten ihrer Freundin Kirsten (Therese Hämer), die sie auch nach anderthalb Jahren Beziehung immer noch auf emotionalem Abstand hält.

Kirsten wiederum ist so sehr damit beschäftigt, als erfolgreiche Architektin professionelles Verhandlungsgeschick zu demonstrieren, dass sie kaum noch hört, was ihre Partnerin (Nele Rosetz) ihr erzählt. Als Rosa auf dem See patroulliert, um endlich den dreisten Fischdieb zu erwischen, fährt sie beinahe in das Kanu zweier junger Frauen hinein. Evi (Lea Draeger) und Olivia (Constanze Wächter) sind Studentinnen, die gerade der Großstadt entfliehen. Sie zelten unerlaubt auf der nächstbesten naturgeschützten Insel, klauen prompt einen von Rosas Fischen und haben nach vier Jahren Beziehung selber ihre Probleme.

Nachdem Rosa den beiden wütend die Leviten gelesen und sich dann mit einem Schluck Rotwein und einem Stück vom Bratfisch hat besänftigen lassen, lädt Kirsten die zwei spontan ein, in ihrem Bungalow am Ufer zu wohnen. Rosa stimmt zwar zu, ist aber nicht ohne Grund zögerlich – schließlich hat Evi sie vom ersten Moment an und direkt vor Olivias Nase angegraben. Die offensiv flirtende Evi wird schnell sowohl zu einer willkommenen Ablenkung von Rosas frustrierender Beziehung, als auch zu einer Möglichkeit, Kirsten verletzen zu können. Olivia schluckt derweil ihren Ärger und ihre Eifersucht herunter und hält an dem Traum einer gemeinsamen Familie fest. Die immer sozial gewandte Kirsten bekommt von alledem nichts mit, geht in der Rolle als charmante Gastgeberin auf und hält ihre eigenen Verletzungen gut verborgen.

Der Blick der ZuschauerInnen folgt Rosa immer wieder bei ihren Fahrten auf den See hinaus, wo das Boot zu einer Oase der Stille auf dem sonnenglitzernden Wasser wird. Zurück an Land sagen Blicke, Mimik und Körpersprache der vier Darstellerinnen mehr, als jeder Dialog und helfen, eine Situation, die sonst allzu konstruiert gewirkt hätte, glaubhaft und menschlich werden zu lassen.

Die vier müssen schnell merken, dass allseitige Sympathie keinen Schutz vor Konflikten bietet, die schon zu lange brodeln und nur auf eine Konstellation wie diese gewartet haben, um sich Luft zu machen. Alles, was es braucht, sind etwas Wein, etwas Gras und ein Sommer am See...

Zum Regisseur: Zoltan Paul, geboren 1953 in Budapest, besuchte die Schauspielschule Wien und arbeitete als Theaterschauspieler und Regisseur an verschiedenen Bühnen Deutschlands und Österreichs. "Frauensee" ist nach "Gone" (2003) und "Unter Strom" (2009) sein dritter Spielfilm.

Zu den Darstellerinnen:

Nele Rosetz
, geboren 1972, besuchte von 1994 bis 1998 die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig und ist hat seit 1996 feste Theaterengagements in Leipzig, Bochum, Berlin, Zürich und Dresden sowie verschiedene Auftritte in Fernsehserien. "Frauensee" ist ihr erster Kinofilm.

Therese Hämer, geboren 1962, ist die Tochter von Elisabeth Schwarz. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und spielte 1984 zum ersten Mal in Ula Stöckls Spielfilm "Der Schlaf der Vernunft" mit. Nach einem weiteren Studium der Regieassistenz und der Schauspielerei wurde sie 1990 von der Zeitschrift "theater heute" für ihre Rolle in Ibsens "Die Frau vom Meer" als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Lea Draeger wurde 1980 geboren und besuchte nach angefangenem Kunstgeschichtsstudium in Berlin von 2001–05 die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". 2010 wurde sie mit dem Daphne-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin geehrt und ist seit 2011 festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Düsseldorf. "Frauensee" ist ihr erster Kinofilm.

Constanze Wächter, geboren 1988, besucht seit 2009 die Hochschule Ernst Busch in Berlin. Sie spielte bereits Fernseh-Rollen in "Frühlings Erwachen" (2009), für die sie für den New Faces Award nominiert wurde, und "Jetzt sind wir dran" (2011).

AVIVA-Tipp: Ist Beziehungsglück Verhandlungssache? Eine Frage der Kommunikation? Kann mensch Freiheit und Sicherheit auf einmal haben? Ein angenehm undramatischer Film über die Liebe, so anstrengend sie auch manchmal sein mag, vor der herrlich-ruhigen Kulisse des Brandenburger Seendreiecks.

Frauensee
Deutschland, 2011/2012
Regie: Zoltan Paul
Produktion: Clementina Hegewisch
Drehbuch: Zoltan Paul & Ensemble
Verleih: Edition Salzgeber
Kamera: Fabian Spuck
Ton: Samuel Schmidt
Musik: Julian Adam Pajzs
Schnitt: Diana Matous
Eine Produktion der Nextfilm Filmproduktion mit Unterstützung durch die Filmförderungsanstalt FFA

DarstellerInnen: Nele Rosetz, Therese Hämer, Lea Draeger, Constanze Wächter, Thomas Thieme, Enrico Weidner
Kinostart: 24. Januar 2013
www.salzgeber.de
Mehr zum Film unter:
www.frauensee-film.de

In Berlin wird der Film im CinemaxX am Potsdamer Platz, im Xenon, Kino Krokodil, in den Tilsiter Lichtspielen und im Kino Zukunft zu sehen sein.


Kultur Beitrag vom 25.01.2013 Britta Meyer 

   




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