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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.02.2008

Khadak. Buch und Regie von Jessica Woodworth und Peter Brosens
Britta Leudolph

Der junge Nomade Bagi lebt mit seiner Familie in der mongolischen Steppe, bis er eines Tages aufgrund einer mysteriösen Tierseuche die Heimat verlassen muss. Für Bagi beginnt eine Reise...



...zu realen wie mystischen Orten, auf der er seine Bestimmung findet.

Der 17jährige Hirtenjunge Bagi verbringt sein eher ruhiges Leben mit seinem Großvater, seiner Mutter und einigen Tieren in der unwirtlichen, verschneiten mongolischen Steppe.
Allmählich entdeckt Bagi, dass er - wie einst sein Vater - die Gabe eines Schamanen besitzt: Er kann Tiere über große Entfernungen wahrnehmen. Als der junge Nomade in einem Schneesturm ein entlaufenes Schaf sucht, erleidet er einen epileptischen Anfall. Seine Familie ruft eine alte Schamanin herbei, die ihn nach traditionellen Methoden behandelt. Bagi erwacht nach einiger Zeit und die Schamanin eröffnet ihm sein Schicksal: er müsse Schamane werden. Doch er ist nicht bereit, dieses Schicksal zu akzeptieren.

Bald darauf taucht ein Militärkonvoi vor der Jurte der Familie auf. Wegen einer mysteriösen Tierseuche müssen sie ihre Heimat verlassen und werden gemeinsam mit den anderen Nomaden der Gegend in eine postsozialistische Bergarbeiterstadt umgesiedelt. Während sich Bagis Mutter mit der neuen Situation arrangiert, sitzt der alte Großvater voller böser Ahnungen in der neuen, tristen Wohnung.
Der Schock über diese Zwangsumsiedlung sitzt auch bei Bagi tief, weckt aber auch seine mystischen Fähigkeiten: er hört die angeblich toten Tiere und begibt sich auf eine mystische Reise...

Das heilige blaue Tuch "Khadak"

Das "Khadak" wird oft als zeremonielles Tuch bei buddhistischen Ritualen benutzt und symbolisiert den Himmel, der in der Mongolei als ultimativer Richter über das Handeln des Menschen angesehen wird. Es spielt im Film eine wichtige symbolische Rolle.

Zu den SchauspielerInnen: Batzul Khayankhyarvaa (Bagi) und Tsetsegee Byamba (die Kohlediebin Zolzaya) - im wahren Leben StudentInnen, und keine professionellen SchauspielerInnen - verfügen über eine ungewöhnliche Präsenz. Auch die weiteren DarstellerInnen verleihen ihren Figuren ein unerschöpfliches Maß an Würde, Stolz und Ungebrochenheit. Damchaa Banzar (Großvater) ist in der Mongolei ein sehr berühmter Schauspieler, sein Gesicht ist verwittert und wettergegerbt, es wirkt, als spiegelte sich darin die Weisheit der Welt.

Neben vielen Preisen, unter anderem beim Toronto Film Festival und dem International Film Festival Bratislava, gewann "Khadak" bei den Filmfestspielen von Venedig 2006 den Nachwuchspreis "Löwe der Zukunft".
Jessica Woodworth und Peter Brosens machten sich bisher mit ihrer Mongolei-Trilogie "City of the Steppes" (1993), "State of dogs" (1998) and "Poets of Mongolia" (1999) weltweit einen Namen und erhielten mehr als ein Dutzend Auszeichnungen.

AVIVA-Tipp: Jessica Woodworth und Peter Brosens ist mit "Khadak" ein beeindruckendes Spielfilmdebut gelungen. "Khadak" nimmt die ZuschauerInnen mit in fremde kulturelle Sphären, führt in die mystische Traumwelt des Schamanismus und betört durch intensive Aufnahmen einer gewaltigen Natur.
Der Film überzeugt auch durch seine thematische Vielfalt: Entwurzelung des Menschen und Raubbau an der Natur, übernatürliche Phänomene und innere Traumwelten aber auch Widerstand gegen Fremdbestimmung und die Verteidigung der eigenen Kultur.
Vervollständigt wird der Film durch einen stimmigen Soundtrack, der sowohl klassische Musikstücke als auch mongolischen Folk Rock in sich vereint.

Khadak
Buch und Regie: Jessica Woodworth und Peter Brosens
HauptdarstellerInnen: Batzul Khayankhyarvaa, Tsetsegee Byamba, Damchaa Banzar, Tserendarizav Dashnyam, Dugarsuren Dagvadorj
Dauer: 104 Min.
Kinostart: 17. April 2008
Belgien / Niederlande / Deutschland 2006
www.khadak.com

Kultur Beitrag vom 29.02.2008 Britta Leudolph 

   




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