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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.06.2014

Workers. DVD-Start: 1. Juli 2014
Susann S.Reck

Der Débutfilm des in El Salvador geborenen Regisseurs und Drehbuchautors José Luis Valle erzählt in großen Bildern und mit sparsamen Dialogen von der Absurdität des Alltäglichen. Mit Susana Salazar



... von der Absurdität des Alltäglichen. Mit Susana Salazar und Jesús Padilla.

Workers spielt in Tijuana, jener mexikanischen Grenzstadt zu den USA, die für eine horrend hohe Kriminalitätsrate bekannt ist. Seit dem Hollywoodfilm "Traffic" (2000) verbindet mensch auch die Macht südamerikanischer Drogenkartelle mit Tijuana. Über 40 Millionen Menschen passieren dort jährlich die Grenze, nicht mit einbezogen die illegalen GrenzgängerInnen. Tijuana gehört zu den gefährlichsten Städten der Welt.

Der Film Workers, der sich vor allem anderen durch einen wunderbar hintergründigen Humor auszeichnet, bleibt von alledem so gut wie unberührt. Langsam, in sorgfältig komponierten Bildern, fokussiert der Film das Leben von zwei arbeitenden Menschen (workers), die sich in ihrem zurückhaltenden, durch nichts auffallenden Auftreten ähneln.

Lidia (gespielt von Susana Salazar) ist seit über dreißig Jahren bei einer Villenbesitzerin angestellt. Sie kümmert sich zusammen mit sieben anderen um deren Windhund Princesa, selbst nachdem die Dame des Hauses verstorben ist. Rafa, Hausmeister einer Glühbirnenfabrik (dargestellt von Jesús Padilla), fiebert dem Tag entgegen, an dem er in Rente zu gehen hofft, obwohl er, aus El Salvador stammend, als Illegaler in Mexiko lebt. Die Filmerzählung gibt Hinweise darauf, dass sich beide früher einmal kannten, dass sie sogar ein gemeinsames Kind hatten, das frühzeitig verstorben ist. Fast unmerklich gleitet die Kamera (geführt von César Guitérrez Miranda) während eines Zeitraums von zehn Jahren zwischen beiden hin- und her, ohne jedoch einen neuen Berührungspunkt zu finden.

Minimalistisch inszeniert und mit viel Sinn für Ironie, ist der Film keine bloße Milieustudie unter vielen - das soziale Gefälle von arm und reich in Mexiko wird ebenso beiläufig wie selbstverständlich miterzählt. Der Film berührt mit seinen sparsamen Mitteln vielmehr eine weitere Dimension, die über die bloße Darstellung vom Leben Benachteiligter hinausgeht:
Als sich, nach über dreißig Jahren auf der Schattenseite des Lebens, plötzlich die Gelegenheit bietet, zögert Lidia nicht, sich aus ihrem ebenso monotonen wie absurden Arbeitsverhältnis zu befreien. Sie wird zu einem Beispiel dafür, dass es im Leben auch darum geht, nicht aufzugeben und das Ruder doch noch herumzureißen, mit unlauteren Mitteln vielleicht, aber dafür umso effektiver. Ähnliches gilt auch für Rafa, hinter dessen stoisch anmutender Fassade ein Saboteur lauert, der an seinem Arbeitsplatz Millionenschäden hinterlässt.

Der Film Workers zeigt, dass selbst Menschen, die einer zermürbenden Arbeit nachgehen, nicht immer so gebrochen sind, dass sie sich ihrem Schicksal ganz ergeben. Er zeigt, dass deren Leben und Verhalten nicht in ihrer Gänze kontrollierbar ist. Das ist es, was Workers in seiner zelebrierten Getragenheit, die an manchen Stellen zu formstreng, manieriert erscheint, vor allem anderen zu einem Sehvergnügen macht. Es ist das Bewusstsein, dass unverhofft in einem Menschen die Energie des Subversiven nicht nur schlummert, sondern auch zum Ausbruch kommt.

AVIVA-Tipp: Workers ist eine surreal angehauchte Meditation über das Leben "kleiner Leute" in Mexiko, die mit den beiden HauptdarstellerInnen Susana Salazar (Lidia)und Jesús Padilla (Rafa) hervorragend besetzt ist.

Zu den HauptdarstellerInnen:

Susana Salazar
Die aus Torreon in Mexiko stammende Susana Salazar hat an der Universität von Guadalajara studiert. Nach A silent love (2004) und La mitad de la vida (2009), ist Workers ihr dritter Spielfilm.

Jesús Padilla
Der mexikanische Schauspieler hat außer in Workers unter anderem in Between (2005), Sin pecado (2011) und The apocalypse survival guide(2014) mitgewirkt.

Zum Regisseur
José Luis Valle
hat seit 2002 mehrere Kurzfilme gedreht. Quimera (2008) erhielt vom Guadalajara International Filmfestival eine lobende Erwähnung. Sein Dokumentarfilm El milagrodel Papa lief auf der Semaine de la Critique in Locarno und erhielt den Feisal-Preis des Guadalajara Filmfestivals.
Sein Spielfilmdébut Workers wurde im Panorama der Berlinale 2013 gezeigt

Auszeichnungen für "Workers"
Best Mexican Movie, Guadalajara Filmfestival
Grand Prix of International Festival of New Films Split
Colón de Oro del Festival de Cine Iberoamericano Huelva

Workers
Mexiko/Deutschland 2013
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie & Drehbuch: José Luis Valle
DarstellerInnen: Susana Salazar, Jesús Padilla, Barbara Rivemar, Sergio Limon, Vera Talaia, Adolfo Madera, Giancarlo Ruiz, Rey Castro
Verleih: BILDKRAFT, Jutta Platte
Produktion: Zensky Cine, IMCINE-FOPROCINE (Mexiko) / Films (Berlin)
Ausführende Produzentin: Elsa Reyes
Co-Produktion: José Luis Valle, IMCINE-FOPROCINE, Benito Juárez, CUEC, Auténtika Films Berlin
Musik: José Miguel Enriquez
Kamera: César Guitiérrez Miranda
Schnitt: Oscar Figueroa Jara
Set Designerin: Linda Naitze Ruiz Herrera
Format: DCP, Blu-Ray
Laufzeit: 120 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
DVD-Start: 1. Juli 2014


Weitere Informationen und der Trailer unter:

bildkraft.biz/workers




Kultur Beitrag vom 29.06.2014 AVIVA-Redaktion 

   




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