Maman und ich. Kinostart: 05.06.2014 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

120 BPM Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500-1500 DIE FLÜGEL DER MENSCHEN
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 05.06.2014

Maman und ich. Kinostart: 05.06.2014
Kristina Tencic

Der französische Erfolgsschauspieler Guillaume Gallienne in der Rolle seines Lebens: Nicht nur verkörpert er sich selbst und seine Mutter, sondern ist auch der Drehbuchautor und Regisseur der...



... unterhaltsamen Verfilmung seines autobiografischen Theaterstücks.

Die Synopsis

Wenn sich die Mutter (Guillaume Gallienne) aus ihrem Bett aufrafft, in dem sie den Morgen bei Zigarette und Buch zugebracht hat während die Haushälterin das Mittagessen zubereitete, ruft sie die "Jungs und Guillaume" zu Tisch (so auch der französische Titel des Films). Wobei Guillaume (Guillaume Gallienne) doch der dritte und jüngste Sohn ist – oder etwa nicht? In der Familie ist eins klar: Guillaume ist nicht wie seine Brüder, er ist viel eher ein Mädchen, das am Rockzipfel seiner Mutter hängend von allen, sie eingeschlossen, nur missachtet wird. Guillaume verleibt sich seine Tochterrolle ein, imitiert seine Mutter und andere Frauen bis zur Perfektion, wäre da nur nicht sein Vater, der von solchen Spielchen nichts wissen möchte. Er schickt ihn auf ein Jungeninternat, indem sich Guillaume ganz selbstverständlich in einen Buben verguckt, den einzigen, der sich ihm gegenüber etwas wohlgesonnen zeigt. Auf der Suche nach seiner (sexuellen) Identität bemüht er eine ganze Heerschar von Therapeuten und scheitert kläglich beim Versuch, sich einem Mann auch körperlich zu nähern. Schließlich erhält Guillaume einen guten Rat: Er solle abwarten, in wen er sich verlieben wird – ist es ein Mann ist er homo-, ist es eine Frau ist er heterosexuell.

Zum Film

Der Coming-Out-Film der etwas anderen Art ist das überraschend erfolgreiche Regisseurdebut des französischen Bühnen-und Leinwandstars Guillaume Gallienne. Brillant verkörpert der 43-jährige Komiker sich selbst, den fälschlicherweise zum Mädchen erzogenen Jungen, und seine dominante Diva-Mutter. In Paris erhielt Gallienne für seine One-Man-Show-Verfilmung, mit der er bereits auf der Theaterbühne gefeiert wurde, insgesamt fünf Cesars, u.a. für den besten Film und das beste Erstlingswerk. Erwähnenswert ist auch der Cameo-Auftritt Diane Krugers, die eine erbarmungslose deutsche Masseurin spielt.

AVIVA-Tipp: Der Triumphzug sei der autobiografischen Komödie mit tragischem Kern sehr gegönnt. Leichtfüßig karikiert Gallienne die pseudo-tolerante Gesellschaft eines Landes, in dem vor Kurzem Hunderttausende gegen die "Mariage pour tous", die Homoehe, demonstrierten. Auch in diesem Zusammenhang kann ein Film, der die sexuelle Neigung eines Menschen natürlich und humorvoll darstellt, sicherlich nur Gutes tun. Denn gerade aufgrund seiner wahren Begebenheit entfaltet "Maman und ich" den bitteren Nachgeschmack seiner immanenten Tragik erst nachdem wir das Komödiantische voll auskosten durften.

Zum Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor: Guillaume Gallienne wurde 1972 im bourgoisen Vorort von Paris, Neuilly-sur-Seine, geboren und wuchs mit seinem französischen Vater und seiner extravaganten aus der russisch-georgischen Aristokratie stammenden Mutter im 16. Arrondissement auf. Er ist der dritte von vier Söhnen und nimmt alsbald weibliche Züge an, um seiner Mutter zu gefallen. Nach dem Tod eines Cousins nimmt er sein Leben in die Hand und möchte seine Träume verwirklichen, er besucht die renommierte Theaterschule Cours Florent und das Conservatoire national superieure d’art dramatique. 1998 gelang es ihm, sich der prestigeträchtigen Comedie Francaise anzuschließen. Neben seinen regelmäßigen Radio-und Fernsehauftritten (etwa auf Canal + mit "Les bonus de Guillaume") war er in zahlreichen Spielfilmen zu sehen, u.a.in "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" (2003), "Bonjour Sagan" (2008) und zuletzt als Pierre Bergé in "Yves Saint Laurent" (2014). Für sein Debut als Filmemacher "Maman und ich" erhielt Gallienne den Cesar in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch und Bester Erstlingsfilm.


Maman und Ich
Originaltitel: Les garçons et Guillaume, à table!
Frankreich 2013
Regie: Guillaume Gallienne
Drehbuch: Guillaume Gallienne, Claude Mathieu
DarstellerInnen: Guillaume Gallienne, André Marcon, Françoise Fabian, Nanou Garcia, Diane Kruger u.v.m.
Spielzeit: 85 Minuten
FSK: nicht bekannt
Filmverleih: Concorde
Kinostart: 05.06.2014
mamanundich-derfilm.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de:

Die Köchin und der Präsident

Eine Dame in Paris

Mademoiselle Populaire

Boris Vians´ Der Schaum der Tage

Portugal mon amour




Kultur Beitrag vom 05.06.2014 Kristina Tencic 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken