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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 16.06.2014

Die unerschütterliche Liebe der Suzanne. Kinostart: 19. Juni 2014
Kristina Tencic

In ihrem zweiten Langspielfilm porträtiert die Regisseurin Katell Quillevere 25 Jahre im Leben einer jungen Frau, die allen Anstrengungen ihrer Familie zum Trotz auf die schiefe Bahn gerät.



Die Synopsis:

Schon früh sind Suzanne (Sara Forestier) und ihre jüngere Schwester Maria (Adele Haenel) aufeinander angewiesen. Seit dem Tod ihrer Mutter versucht ihr Vater Nicolas ( Francois Damiens), den Schwestern eine glückliche Kindheit zu ermöglichen und ihnen Mutter und Vater zugleich zu sein. Sein Beruf als Kraftfahrer ist dabei wenig zuträglich. Mit 17 wird Suzanne ungewollt schwanger, doch auch das wird geschultert von dem starken Trio, das sich fortan gemeinsam um das vaterlose Kind kümmert. Erst als sich Suzanne in den Kleinkriminellen Julien (Paul Hamy) verliebt und immer tiefer in einen Wirbel scheinbar unabwendbarer Unglücke gerissen wird, gerät auch der Zusammenhalt der Familie an seine Grenzen.

Zum Film:

Sanftmütig und großherzig verfolgt die Regisseurin und Szenaristin Katell Quillevere den Lebensweg der in einem Marseiller Problemviertel geborenen Suzanne. Ohne große Worte lässt sie uns verstehen, dass Blut nun mal dicker ist als Wasser, selbst wenn das Schicksal seinen unbarmherzigen Lauf nimmt. Die sehr natürliche Performance der SchauspielerInnen trifft uns unmittelbar und lässt uns die Tragik der Figuren eindringlich nachempfinden. Die Jungschauspielerin Sara Forestier verkörpert Suzanne als unbändige, leidenschaftliche und doch seltsam schicksalsergebene junge Frau, die ihre eigene Bonny und Clyde Geschichte durchlebt. Doch es ist nicht so sehr die romantische Liebe Suzannes und ihres Juliens, die hier berührt, sondern vielmehr die Liebe ihres Vaters und ihrer Schwester, die entgegen all der Fehlschläge bedingungslos bleibt.

AVIVA-Tipp: Katell Quillevere gelingt mit "Die unerschütterliche Liebe der Suzanne" eine bewegende Sozialstudie einer unterprivilegierten Familie im Norden Marseilles, einem Viertel, das immer wieder in die Negativschlagzeilen gelangt. Dass jedoch eine Familie trotz einer schier nicht abreißen wollenden Verkettung tragischer Ereignisse füreinander einsteht, davon liest mensch nie. Dabei ist es die Schönheit der einfachen Dinge, gepaart mit der Tragweite kleiner Gesten, welche dem Film seine Authentizität und Tiefe verleihen. Diesen Effekt erzielt nur gutes Kino.

Zur Hauptdarstellerin: Sara Forestier wurde 1986 geboren und gelang durch einen schönen Zufall zu der Schauspielerei: Die dreizehnjährige begleitete eine Freundin zum Vorsprechen und wurde prompt selbst gecastet. Seither besuchte sie auch die französische Schauspielschule Cours Florent und steht für verschiedene TV-und Filmproduktionen vor der Kamera. Ein wichtiger Schritt in ihrer Karriere war die Zusammenarbeit mit dem französischen skandalumrankten Regisseur Abdel Kechiche (u.a. "Blau ist eine warme Farbe") für den Film "Nicht ja, nicht nein" (2004), für den sie den Cesar als beste Nachwuchsdarstellerin erhielt. Nach Produktionen wie "Gainsbourg (Der Mann, der die Frauen liebte)" (2009) erhielt sie 2010 den Cesar als beste Hauptdarstellerin für Michel Leclercs "Der Name der Leute". Sara Forestier lebt in Paris.

Die unerschütterliche Liebe der Suzanne
Originaltitel: Suzanne
Frankreich 2013
Regie: Katell Quillevere
Drehbuch: Katell Quillevere, Mariette Desert
DarstellerInnen: Sara Forestier, Adele Haenel, Francois Damiens, Paul Hamy u.v.m.
Spielzeit: 94 Minuten
FSK: nicht bekannt
Filmverleih: Arsenal
Kinostart: 19.06.2014
www.arsenalfilm.de/suzanne


Kultur Beitrag vom 16.06.2014 Kristina Tencic 

   




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