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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 18.08.2014

Berlin Telegram - Regie: Leila Albayaty. Kinostart: 14. August 2014
Helga Egetenmeier

Bereits auf internationalen Festivals lief dieses Langfilm-Debüt, das die ZuschauerIn als musikalisches Roadmovie von Brüssel nach Berlin, Lissabon und Kairo führt. Wütend und verletzt flüchtet...



... die von ihrem Freund verlassene Sängerin Leila nach Berlin. Stets in Bewegung, ob im Taxi, auf dem Rad, mit Bahn, Boot oder Flugzeug, arrangiert sie ihr Leben neu, baut eine Band um sich auf und kämpft dabei mit den Trennungsschmerzen.

Langsam schält sich ein atmosphärischer Berlinfilm aus der Komposition von Wegfahren und zurückkommen, sich mit den eigenen Sehnsüchten auseinander zu setzen und Neues zu suchen. Mit zwei Kameras aufgenommen, wechseln die Einstellungen zwischen close-ups und long shots, vermitteln durch die nahen Gesichter eine sensible Ehrlichkeit und durch die Totale eine verlorene Ruhe.

Innerhalb von sechs Wochen gedreht, bezeichnet Regisseurin Leila Albayaty ihr Debüt als einen "Film". Es sei weder eine Dokumentation noch ein Spielfilm, sondern eine Mischung aus beidem, sagte sie beim Berliner Kinostart im fsk. Getragen von Suchenden, die noch nicht, wie Leilas Eltern in Kairo, einen festen Platz im Leben eingenommen haben, gibt es konsequenterweise für die Protagonistin kein abschließendes Happy-End in einer neuen Liebesbeziehung.

Die Figuren des Films bleiben "On the Road", setzen sich mit den Verwicklungen ihrer Lebenswege auseinander und wissen nicht, ob sie große Ziele haben. So wie der immer im richtigen Moment präsente Berliner Taxifahrer, ein Freund von Leilas Schwester. Er fährt die kleinen Wege, bringt seine FreundInnen in den Club und betrunken sicher wieder zurück, fährt sie zum Flughafen und holt sie bei ihrer Rückkehr wieder ab.

AVIVA-Tipp: Ein Roadmovie als Entwicklungsgeschichte der Twentysomethings und über diejenigen, die jenseits der Pubertät ihren Weg durch die Liebe und ihre Enttäuschungen, die Anforderungen des Lebens und ihre Träume suchen. Dazu bringt jeder Augenblick genussvolle Bilder mit einem stimmigen Sound zusammen.

Festivals und Awards
"Beste Kamera" beim achtung berlin-Festival 2013
"Prix TV5: Meillleur film francophone": Tous Ecrans Geneva 2012
Weltpremiere beim Festival Indie Lisboa 2012
Aufführungen bei Festivals: Festival of Dubaï in Arabic competition (Dubaï), Opening in the Goethe Institut in Cairo (Ägypten), Gulf Film festival (Dubaï), Arabic Film Festival in Rotterdam (Niederlande), Festival de films d’auteurs de Rabat (Marokko), Mons (Belgien), Women Films (Chainai, Indien), Französische Filmtage Tübingen (Deutschland), Cinémania (Québec, Kanada), Mar del Plata (Argentinien), Festival le 7ème Continent (Paris, Frankreich), Festival Alfilm (Berlin, Deutschland) Festival de Rabat (Marokko)

Zur Regisseurin Leila Albayaty
Die in Frankreich geborene französisch-irakische Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin sorgte bereits mit ihrem Kurzfilm "VU" auf der Berlinale 2009 für Furore. "Berlin Telegram" ist ihr Langfilm-Debüt. Der filmische Schaffensprozess ging einher mit ihrem zweiten Musikalbum "Berlin Telegram Record". Sie lebt in Belgien, Deutschland und Frankreich und plant ihren zweiten Langfilm.
Mehr Infos unter: www.leilaalbayaty.com

Berlin Telegram
Belgien, Frankreich 2012, OmeU
Regie: Leila Albayaty
Drehbuch: Leila Albayaty und Marylise Dumont
Schnitt: Anne-Laure Guégan
Musik: Leila Albayaty und Gäste
DarstellerInnen: Leila Albayaty, Hana Al Bayaty, Eric Ménard, Maryam Najd, Sebastian Blomberg, u.a.
Verleih: Arsenal - Institut für Film und Videokunst
Lauflänge: 79 Minuten
Kinostart: 14. August 2014

Mehr Infos unter:
www.berlin-telegram

Berlin Telegram: Konzert und Party

Love Songs, Film-und DJ noctural - Konzert: Leila Albayaty (Voice, guitar), Gio Korkashvili (guitar), Amélie Legrand (Cello+sound effect), DJ: Berlin Telegram Guest

Mittwoch, 20. August, 2014 im Monarch, Skalitzerstr. 134, 10999 Berlin
Freitag, 22. August 2014 in der Villa Neukölln, Hermannstraße 233, 12049 Berlin



Kultur Beitrag vom 18.08.2014 Helga Egetenmeier 

   




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