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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 28.08.2014

Who Cares? Eine Dokumentation von Mara Mourão. Kinostart: 4. September 2014
Laura Fricke

Die Bekämpfung von Kriegen, Unterdrückung und Klimawandel macht sich eine stetig wachsende Zahl von Social Entrepreneurs weltweit zur Aufgabe. Dass deren Arbeit nicht unsichtbar bleibt, ist der...



... brasilianischen Regisseurin und Produzentin Mara Mourão und ihrem Dokumentarfilm "Who cares" zu verdanken.

Wie wird ein Mensch Social Entrepreneur und was ist darunter zu verstehen?
Social Entrepreneurs sind Unternehmerinnen, die gesellschaftliche Herausforderungen wie Ungerechtigkeit, Armut und Umweltprobleme lösen wollen. Dazu gründen und leiten die auch als SozialunternehmerInnen bezeichneten Frauen und Männer ihre eigenen gemeinnützigen oder kommerziellen Unternehmen und Organisationen.

Für Bill Drayton, der als Gründer der Organisation "Ashoka" 3.000 SozialunternehmerInnen unterstützt, beginnt Entrepreneurship mit einer Erkenntnis: "Hier gibt es ein Problem. Ich werde etwas organisieren, um das Problem zu beheben!"

Dabei zeigen die UnternehmerInnen PionierInnengeist: "Sie gehen von Prinzipien aus, dass alle über Fähigkeiten verfügen, können das menschliche Potenzial von Individuen frei legen, die vorher als behindert, unfähig oder hoffnungslos angesehen wurden."

Karen Tse aus den USA, Gründerin der Nichtregierungsorganisation "International Bridges For Justice" (IBJ) setzt sich weltweit gegen Folter ein. Ihr SozialunternehmerInnentum begann mit einer Reise nach Kambodscha. Dort stellte Tse bei dem Besuch eines Gefängnisses fest, dass viele Frauen und Kinder nur aufgrund ihrer Armut, fehlender Unterstützung von AnwältInnen und langsam arbeitender Justiz in Haft saßen. Ähnlich erging es Vera Cordeiro aus Brasilien: Nachdem die Ärztin viel privates Vermögen in die medizinische Versorgung ihrer PatientInnen eingebracht hatte ohne langfristige Erfolge zu erzielen, entwickelte sie ein gesamtheitliches Konzept, um brasilianische Familien aus der größten Armut zu befreien.

Dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft die Welt verändern können, ist auch das Credo der Filmemacherin Mara Mourão: "(...)And what did all these people from various backgrounds have in common? All of them managed to unite their work with their life mission. And there is nothing more rewarding than working on what we believe is good for the world."

Der Film arbeitet fast ausschließlich mit den Botschaften von SozialunternehmerInnen. Die vor der Kamera befragten Social Entrepreneurs aus aller Welt beschreiben, wie sich ihre Wahrnehmung eines Problems zu einer Idee und dann zu einem sozialen Unternehmen entwickelte. Dabei stellen sie unter anderem dar, was der Aufbau ihrer Projekte für sie und ihre Familien mit sich brachte und reflektieren, was es bedeutet, Sozialer EntrepreneurIn zu sein.

Leider ist zu kritisieren, dass der Film nur die Erfolge der Social Entrepreneurs zeigt. Risiken, Misserfolge oder Schwierigkeiten, die mit dem Aufbau und der (Durch-)Führung von Organisationen oder Projekten sicher auftreten können, werden in "Who Cares?" überhaupt nicht thematisiert. Dadurch wirkt die Dokumentation bisweilen wenig authentisch und reduziert sich an einigen Stellen auf die ausschließliche Aufforderung, sich als SozialunternehmerIn zu engagieren.

Andererseits ist die Auswahl an Projekten und damit Social Entrepreneurs sehr vielseitig. "Who cares" deckt die Konzentration lokaler Aufgaben, wie sie Isaac Durojaiye übernimmt, der mit seinem Unternehmen "DMT Toilets" Toiletten in Slums in Nigeria baut. Es werden jedoch genauso die erfolgreichen global aktiven GründerInnen gezeigt, wie Jehane Noujaim, die mit "Pangea Day" weltweit Friedensfilme fördert. "Who cares" wird durch die vielen Vorbilder, die erfolgreich als Social Entrepreneurs arbeiten, zu einer sehr eingängigen und nachdrücklichen Botschaft an Menschen, Visionen zu entwickeln und diese auch umzusetzen.

Dabei wechselt die filmische Darstellungsform von Einzelporträts der Entrepreneurs über Filmaufnahmen in den Projekten selbst bis hin zu grafisch-animierten Versionen der Geschichten der SozialunternehmerInnen.

AVIVA-Tipp: Mit zahlreichen Beispielen von Social Entrepreneurs und ihren kleinen und großen Projekten vermittelt die Dokumentation "Who cares?", die von den Statements der GründerInnen sozialer Unternehmen lebt, dass es keiner großen Voraussetzungen bedarf, um selbst aktiv zu werden und Veränderungen in Gesellschaften hervor zu rufen.

Zu den ProtagonistInnen:
18 Entrepreneurs stellen sich in "Who cares?" vor. Sie reichen von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, dem Gründer der Grameen Bank und Erfinder von Mikrokrediten aus Bangladesch über Mary Gordon aus Kanada, mit ihrem Projekt Roots of Empathy, das Kindern Empathie gegen Gewalt an Schulen vermittelt, bis zu Al Etmanski, der mit seiner Organisation "Plan Institute" in Kanada behinderten Menschen hilft, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Zur Regisseurin: Mara Mourão ist eine erfolgreiche Regisseurin und Produzentin von Werbespots, Dokumentarfilmen und Spielfilmen in Brasilien. Ihre 1987 gegründete Produktionsfirma Mamo Filmes produziert Filme für den internationalen Markt mit einem gesellschaftlichen Auftrag: "Mamo Films believes that cinema can bring people together to promote peace." Gleichzeitig hat Mourão eine Vielzahl von Drehbüchern geschrieben und bei den drei Spielfilmen "Hello!" (1998), "Overwhelming Women" (2002), "Doctors of Joy" (2005), Regie geführt. Mourão hat mit "Who cares" eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen erhalten, darunter den Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm des International Film Festivals in Washington DC und den Preis für den besten Dokumentarfilm des DocMiami International Film Festivals. (Quelle: Presseheft)

Who cares?
Originaltitel: Quem se Importa?
Brasilien / Peru / USA / Kanada / Tansania / Schweiz und Deutschland 2013
Englisch, Spanisch und Portugiesisch mit deutschen Untertiteln
Regie und Drehbuch: Mara Mourão
ProtagonistInnen: Muhammad Yunus, Bill Drayton, Karen Tse, Vera Cordeiro u.a.
Produziert von: Mamo Filmes e Grifa Filmes /
Tatiana Battaglia and Mara Mourão
Originalmusik: Alexandre Guerra
Executive Producer: Mauricio Dias and Fernando Dias
Verleih: BraveHearts International
Lauflänge: 92 Minuten
Kinostart: 04. September 2014

Informationen zum Film unter:

www.whocaresthefilm.com

braveheartsinternational.com

Weitere Infos zur Regisseurin Mara Mourão und Mamo Filmes unter:

Mamo Filmes

www.doutoresdaalegriaofilme.com (in portugiesischer Sprache)

www.avassaladoras.com/br(in portugiesischer Sprache)

www.facebook.com/Maramourao

Links zu den vorgestellten Projekten:

www.muhammadyunus.org

www.rootsofempathy.org

www.ibj.org

www.dmttoilets.com

www.saudecrianca.org.br

www.germany.ashoka.org

www.pangeaday.org

www.institute.plan.ca



Kultur Beitrag vom 28.08.2014 AVIVA-Redaktion 

   




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