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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.09.2014

Achtzehn - Wagnis Leben. Ein Film von Cornelia Grünberg. Kinostart 02.10.2014
Daniélle Aderhold

Die spannende Langzeitdokumentation begleitet vier Mädchen, die mit vierzehn Jahren ungewollt schwanger wurden und sich nun, kurz vor ihrer Volljährigkeit, der Frage stellen müssen, ob sie ...



... die volle Verantwortung für ihre Kinder übernehmen können.

Großes hat sich die Regisseurin und Produzentin des Langzeitdokumentationsprojekts "14-18-28", Cornelia Grünberg, vorgenommen, vier Filme in vierzehn Jahren. Neben dem ersten Teil "VIERZEHN - Erwachsen in 9 Monaten", der auf der Berlinale 2012 seine Premiere feierte und "ACHTZEHN – Wagnis Leben", sind noch zwei weitere Filme geplant: "ZEHN-Die Kinder der Kinder" und "ACHTUNDZWANZIG".

Über einen Zeitraum von sechs Jahren hat Grünberg die vier jungen Akteurinnen Lisa, Laura, Steffi und Fabienne mit der Kamera begleitet. In ihren Dokumentationen zeigte sie Teenager, die sich trotz aller Widerstände dafür entschieden, ihre Kinder zu behalten und wie sie mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung umgingen. Nachdem der erste Film kurz nach der Geburt der vier Babys endete, erfahren die ZuschauerInnen nun, wie es den Mädchen in den letzten Jahren ergangen ist, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatten, aber auch welche Erfolge sie für sich und ihre Kinder erringen konnten.

Vier junge Frauen – acht Leben

So ist die siebzehnjährige Laura gleich an mehreren Fronten gefordert: Kurz vor ihrem Abitur stehend, ringt sie mit dem Behörden um die Vormundschaft für ihre Tochter Stella und fürchtet, dass ihre Schwiegermutter ihr diese streitig machen könnte. Daran droht auch ihre Beziehung zum Kindsvater zu zerbrechen.
In einer ähnlichen Situation befindet sich auch Stefanie: Ihren Sohn Jason sieht sie nur tagsüber, sie ist nach einem Streit mit ihrer Mutter, die die Vormundschaft hat, ausgezogen. Jeden Abend muss sie ihn wieder zurück in ihr Elternhaus bringen. Dabei läuft sie Gefahr, sich immer mehr von ihrem Kind zu entfernen. Zusätzlich belastet sie die Perspektivlosigkeit in ihrem Heimatdorf, in dem sie sich gefangen fühlt, seit sie die Schule abgebrochen hat.
Lisa lebt inzwischen auf Hawaii, da ihr Vater bei der US-Armee arbeitet. Am Ende von "VIERZEHN" sagte sie noch, dass sie sich nie wieder verlieben möchte, so lange sie jung sei. Inzwischen ist sie fast achtzehn und bereits erneut ungeplant Mutter von zwei weiteren Kindern geworden. Eine große Belastung, die ihr viel abverlangt.
Fabienne wohnt mit ihrem Sohn Valentin, der nach seiner Geburt mehrfach operiert werden musste und ihrem neuen Freund zusammen. Ihrem 18. Geburtstag fiebert sie aufgeregt entgegen. Endlich will sie sich beweisen, zeigen, dass sie kein Kind mehr ist und dass sie das Sorgerecht für ihren Sohn übernehmen kann.

Der alltägliche Kampf

Alle vier Mädchen wollen den gestellten Anforderungen gerecht werden und im Alltag bestehen. Jedoch wird während des Films schnell deutlich, dass sie dieses Vorhaben teilweise bis an die Grenzen des Möglichen bringt. Zudem bergen die Beziehungen zwischen ihnen und den Erzeugern ihrer Kinder großes Konfliktpotenzial. Keines des Paare aus dem ersten Teil der Dokumentationsreihe ist noch zusammen. Problematiken, wie Kindesentfremdung rücken in den Vordergrund, aber auch die Mehrfachbelastungen durch Ausbildung und Mutterschaft, sowie Schwierigkeiten bei der Erziehung der Kinder werden thematisiert.
Wie bereits im ersten Teil des Landzeitprojekts kommen erneut die heute fast volljährigen Mütter zu Wort, sowie deren Eltern, Geschwister und (Ex-)Partner. Ihre Aussagen bleiben von der Regisseurin unkommentiert, es findet keine Beurteilung statt.

Ein ambitioniertes Projekt

Durch die Direktheit und Authentizität mit der die Hauptprotagonistinnen von ihrem Leben erzählen, wird die vertrauensvolle Beziehung der Mädchen zu Filmemacherin Cornelia Grünberg deutlich. Offen erzählen sie von ihren Erfolgen, aber auch ihrem Scheitern, Selbstzweifeln und Zukunftsängsten. Dabei zeigen die vier jungen Frauen, wie sehr sie sich in den vergangenen Jahren verändert haben und reifer geworden sind.
2013 antwortet die Regisseurin in einem Interview, auf die Frage nach den Beweggründen für ihr Filmprojekt: "Meine Intention für den Film war es vor allem, jungen Müttern das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein und dass es einen Weg gibt, mit der neuen Situation umzugehen." Sie selbst wurde mit 20 ungeplant Mutter.
Wenn Grünberg ihre Filme wie geplant realisieren kann, wird sie bei Abschluss der Dreharbeiten die jungen Frauen und deren Kinder vierzehn Jahre lang begleitet haben.

AVIVA-Tipp: Die Thematik und Problematik ungewollter Schwangerschaften junger Frauen haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Sehr dicht begleitet der Film die vier Mädchen und zeigt den ZuschauerInnen sowohl den Alltag als auch Ausnahmesituationen im Leben junger Mütter, ohne sie dabei bloßzustellen oder über sie zu urteilen. Eine absolut sehenswerte und eindrucksvolle Dokumentation, sowie Teil eines wichtigen Projekts, das es in den nächsten Jahren weiter zu verfolgen gilt.

Zur Regisseurin: Cornelia Grünberg, 1959 in Berlin geboren, schloss 1994 ihr Studium in Regie und Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ab. Bereits zuvor arbeitete sie als Kameraassistentin beim ZDF und als Regisseurin für Magazinsendungen des SFB. Seit dem arbeitetet sie als Freiberuflerin für Kino, Theater und Fernsehen. Zudem ist sie seit 2001 freie Dozentin für Camera Acting und Filmgeschichte an der Filmschauspielschule Berlin und dem Filminstitut der Bauhaus-Universität Weimar.
Cornelia Grünberg wurde für ihre Filme bereits mit dem Robert-Geisendörfer Preis, dem Goldenen Spatz und dem Preis des MDR-Rundfunkrates, sowie dem Hauptpreis im Wettbewerb des Kinder- und Jugendfilms des 9. Festivals des osteuropäischen Films, ausgezeichnet.

Achtzehn – Wagnis Leben
14P Filmproduktion
Deutschland 2014
Buch & Regie: Cornelia Grünberg
Produktion & Montage: Martin Hoffmann
Produktion & Kamera: Heiko Merten
Musik: Saint Lu
DarstellerInnen / Mitwirkende:
Laura Keller, Fabienne Renaud, Lisa Brown, Stefanie Schmolz, sowie deren Familien
FSK 12 Jahre
Lauflänge: 96 Minuten
Kinostart: 02.10.2014
Filmverleih: Kinostar

Weitere Informationen zu den einzelnen Filmen und dem gesamten Projekt unter:
www.18derfilm.de

Kultur Beitrag vom 29.09.2014 AVIVA-Redaktion 

   




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