Im Himmel trägt man hohe Schuhe. Kinostart am 31. März 2016 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 11.03.2016

Im Himmel trägt man hohe Schuhe. Ab 11. August 2016 auf DVD, Blu-ray und als VOD
Christine Langer

Eine Tragikomödie von "Twilight"-Regisseurin Catherine Hardwicke mit Drew Barrymore und Toni Collette über die Folgen einer Brustkrebserkrankung, die eine große Herausforderung für eine langjährige Frauenfreundschaft darstellt.



Mit jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen und ca. 18.000 Sterbefällen ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Catherine Hardwicke widmet sich in ihrem neuesten Film (Originaltitel "Miss You Already") diesem ernsten Thema: "In relativ kurzer Zeit ergab es sich, dass die Diagnose Brustkrebs sowohl mein Leben als auch das einiger Menschen um mich herum berührte. [...] Deshalb wollte ich unbedingt zeigen, was passiert, wenn solch eine Erkrankung ganz unverhofft das Leben der Betroffenen gewaltig aufmischt und alle Freundschaften und Beziehungen auf die harte Probe stellt."

Eine Freundschaft zwischen Chemotherapie und dem Mut zum Sarkasmus

Milly (Toni Collette) und Jess (Drew Barrymore) sind seit Kindheitstagen unzertrennlich. Gemeinsam haben sie erste Erfahrungen mit Jungs gemacht, Nächte durch gefeiert und Geheimnisse geteilt. Milly genießt ihr Leben ausgiebig und hat alles erreicht – eine steile Karriere, einen Ehemann (Kit), der sie liebt und zwei Kinder. Jess, die vernünftigere und bodenständigere, lebt mit ihrem Mann Jago auf einem Hausboot und arbeitet in einem kommunalen Gemeinschaftsprojekt. Als bei Milly Brustkrebs diagnostiziert wird, ist Jess die Erste, die davon erfährt. Sie begleitet ihre beste Freundin zur Chemotherapie, passt auf die Kinder auf, als Milly alles zu viel wird, wählt mit ihr Perücken aus und versucht sie mit sarkastischen Scherzen von körperlichen und seelischen Krisen abzulenken. Dabei hat Jess eigene Probleme, denn sie und Jago versuchen seit längerer Zeit erfolglos, ein Kind zu bekommen. Schließlich versuchen sie es mit künstlicher Befruchtung, was zusätzlich zur Krebserkrankung der Freundin eine Belastung für ihre Beziehung darstellt.

Aber auch die Ehe des einstigen Traumpaars Milly und Kit wird durch die Veränderungen, die die Erkrankung und die Chemotherapie mit sich bringen, stark beansprucht. Bei jedem Arztbesuch werden die Hoffnungen auf Besserung enttäuscht. Milly, die sich vor allem über ihre attraktive Ausstrahlung auf andere definiert, fühlt sich durch die Fürsorge ihrer Familie und Freund_innen eingeengt, will ihre körperlichen Veränderungen nicht akzeptieren und fängt eine Affäre mit einem jungen Barkeeper an.

Milly überredet Jess unter dem Vorwand, einen Sehnsuchtsort ihrer Kindheit besuchen zu wollen, zu einer Reise in die schottischen Moorlandschaften. Als Jess herausfindet, dass der eigentliche Grund der Reise ein Besuch bei dem Barkeeper ist, mit dem Milly ein Verhältnis hat, eskaliert die Situation. Sie kann das egoistische Verhalten ihrer Freundin nicht mehr ertragen und bezeichnet sie als "Cancer-Bully". Schließlich hat sie ihr monatelang unermüdlich zur Seite gestanden und sich aus Rücksicht nicht einmal getraut von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Doch als klar wird, dass das Blatt sich nicht mehr zum Guten wenden wird, raufen sich die Freundinnen wieder zusammen, denn sie erkennen, dass sie bereits zuviel kostbare Zeit mit Streitigkeiten verschwendet haben.

Inwieweit rechtfertigen die besonderen Umstände, dass eine an krebserkrankte Person die Menschen verletzt, die ihr am nächsten stehen? Durch Millys charakterliche Veränderungen wird der schmale Grat zwischen der eigenen Betroffenheit und Hilflosigkeit sowie Egoismus deutlich.

Thematisiert wird auch, wie Kinder für die Krankheit sensibilisiert werden können. Milly erklärt ihren Kindern mit Hilfe eines Videos, wie die Chemotherapie in ihrem Körper die Krebszellen angreifen wird und versucht ihnen so schonend die Ausmaße der Erkrankung beizubringen. Es wird deutlich, wie schwierig es für Kinder ist, zu verstehen, was mit ihrer Mutter geschieht, und wie sie mit ihrer zunehmenden körperlichen und psychischen Verletzlichkeit umgehen sollen.

Die Frauen vor und hinter der Kamera

Humorvoll und sensibel zugleich setzt sich der auf dem Radiohörspiel "Goodbye" von Schauspielerin und Autorin Morwenna Banks basierende Film authentisch mit dem Thema Brustkrebs auseinander. Das Besondere an der Verfilmung ist, dass die Hauptdarsteller_innen nicht nur ernste, sondern auch glückliche Momente und Lebensfreude empfinden, die Menschen mit Krebs oft abgesprochen werden. Toni Collette, bekannt aus "About a Boy" (2002) und "Little Miss Sunshine" (2006), hat in der Vorbereitung auf den Film viel Zeit mit Krebspatientinnen und ihren Angehörigen verbracht, um die Krankheit auf der Leinwand realistisch darstellen zu können. Auch Drew Barrymore, die zuletzt in "Urlaubsreif" (2014) und "Der Ruf der Wale" (2012) mitgespielt hat, liegt das Thema sehr am Herzen: "Das Besondere an dem Film ist, dass er so viele Menschen anspricht, die alle ähnliche Erfahrungen machen mussten. [...] Es ist so wichtig, dass die Betroffenen sich durch ihre Krankheit nicht isoliert vorkommen, sondern immer noch ihren Platz in der Welt sehen."

Zur Regisseurin: Catherine Hardwicke, 1955 in Texas geboren, ist Regisseurin, Drehbuchautorin, Szenenbildnerin und Produzentin. Die US-Amerikanerin hat ihren Architektur-Bachelor an der University of Austin in Texas absolviert und im Anschluss an der UCLA Film School Animation studiert. Mit ihrem Regiedebüt "Dreizehn" (2003) gewann sie auf dem Sundance Film Festival den Preis für die Beste Regie. Bekannt wurde sie außerdem durch "Twilight- Biss zum Morgengrauen" (2008), der ihr einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde als erste weibliche Regisseurin mit den höchsten Umsatzzahlen am ersten Wochenende nach dem Kinostart einbrachte sowie durch "Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond" (2011).
Ebenfalls Regie geführt hat Catherine Hardwicke bei dem für den Oscar 2016 nominierten Song "Til It Happens to You" von Lady Gaga und Diane Warren, der sexualisierte Gewalt in US-Amerikanischen Universitäten thematisiert. Das neueste Projekt ist das Serien-Drama "Starchitects", in dem es um junge talentierte Architekt_innen geht, die sich nach dem Universitätsabschluss im harten Wettbewerb in hochrangigen Firmen in Los Angeles wiederfinden.
Homepage der Regisseurin: www.catherinehardwicke.com

AVIVA-Tipp: "Im Himmel trägt man hohe Schuhe" ist eine berührende Tragikomödie mit überzeugenden Schauspieler_innen über eine intensive Frauenfreundschaft und den schwierigen Umgang mit dem Thema Krebs für die betroffene Person selbst als auch für deren Umfeld.

Im Himmel trägt man hohe Schuhe
Originaltitel "Miss You Already"
UK 2015
Ein Film von Catherine Hardwicke
Darsteller_innen: Drew Barrymore, Toni Collette, Dominic Cooper, Paddy Considine, Jacqueline Bisset, Tyson Ritter, Mem Ferda, Noah Huntley
Neue Visionen Filmverleih. Label EuroVideo
Ab 11. August 2016 auf DVD, Blu-ray und als VoD
Facts
FSK ab 6 Jahren
Bestellnummer DVD 22797
Bestellnummer BD 30208
EAN-Code DVD 4009750227978
EAN-Code BD 4009750302088
Features
Laufzeit DVD/BD ca. 108 Min. / ca. 112 Min.
Bildformat DVD/BD 2,35:1 (16:9 anamorph) / HD1080p/24 (2,35:1)
Tonformat DVD/BD Dolby Digital 5.1 / DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen Deutsch, Englisch
Bonusmaterial DVD/BD Interviews, zusätzliche Filmszenen, Hinter der Kamera mit Jess & Milly, Trailer (Laufzeit ca. 41 Min.)
Verpackung DVD/BD Softbox
Die DVD (FSK ab 6 Jahren, ca. 108 Minuten) und BLU-RAY (FSK ab 6 Jahren, ca. 112 Minuten) enthalten außerdem umfassendes Bonusmaterial: Interviews, zusätzliche Filmszenen, Hinter den Kulissen und den Kinotrailer.

Zur Filmwebsite: www.im-himmel-traegt-man-hohe-schuhe.de
Der Trailer zum Film: www.youtube.com

Weitere Informationen zum Film und zum Thema Brustkrebs:

Hashtag #‎MissYouAlready

Breast Cancer Action Germany - eine unabhängige Interessengemeinschaft, die aktuelle Informationen über das Thema Brustkrebs bereit stellt
www.bcaction.de/bcaction

www.krebshilfe.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

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Interview mit Buket Alakus In ihrem bewegenden zweiten Spielfilm "Eine andere Liga" erzählt die Regisseurin, wie eine junge Sportlerin mit einer Brustamputation fertig wird und gleichzeitig ihre erste Liebe erlebt. (2006)

Ein Film von Catherine Hardwicke - Thirteen Dreizehn sein hat noch nie Spaß gemacht. Dieser Film zeigt den Horror einer Pubertät im Jahr 2003 in seiner ganzen Härte. Holly Hunter begeistert als verzweifelte Mutter einer Tochter außer Kontrolle. (2003)



Kultur Beitrag vom 11.03.2016 AVIVA-Redaktion 

   




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