Schau mich nicht so an - Regie und Drehbuch Uisenma Borchu. Kinostart: 16. Juni 2016 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.06.2016

Schau mich nicht so an - Regie und Drehbuch Uisenma Borchu. Kinostart: 16. Juni 2016
Helga Egetenmeier

Eine Jurte in der Mongolei ist Hedis Vergangenheit, doch jetzt wohnt sie allein in einem Mietshaus einer deutschen Gro├čstadt. Dort lernt sie durch die f├╝nfj├Ąhrige Sofia deren Mutter Iva kennen...



...und die beiden Frauen kommen sich schnell n├Ąher. Regisseurin und Drehbuchautorin Uisenma Borchu, selbst mit mongolischem Hintergrund, l├Ąsst beeindruckend viel Raum f├╝r Interpretationen, die nicht durch Worte geleitet werden, sondern ├╝ber den Blick der Kamera.

Uisenma Borchu l├Ąsst in ihrem Spielfilmdeb├╝t, in dem sie auch eine der Hauptdarstellerinnen ist, das intime Leben von zwei jungen Frauen aufeinandertreffen. Beide leben als Single im gleichen Haus, Iva ist alleinerziehende Mutter und von Hedi wird nur verraten, dass sie arbeiten geht. Sie scheinen bei ihrem Sex mit M├Ąnnern nicht gl├╝cklich zu sein. Ihr schnell entstandenes Begehren f├╝reinander, zu Beginn mit N├Ąhe und W├Ąrme gef├╝llt, driftet in ihren Bed├╝rfnissen jedoch bald auseinander.

In wechselnden Perspektiven erleben die ZuschauerInnen die Entwicklung und Ver├Ąnderung der Beziehung zwischen Hedi und Iva. Beklemmende Gef├╝hle kommen auf, als sich Hedi mehr der kleinen Sofia zuwendet. Die in der Gegenwart spielenden Handlungen folgen dabei nicht immer einer linearen Struktur und so entsteht ein Bild der Figuren, das sich koh├Ąrenten Identifikationsschemata verweigert.

Als "die Andere" angeschaut zu werden, ist der in der Mongolei geborenen Uisenma Borchu nicht fremd. Im AVIVA-Interview erz├Ąhlt sie dar├╝ber und ├╝ber ihre Intentionen als Filmemacherin, ihre Beobachtung von Frauen und ihrem Wunsch, durch ihren Film Spannungen zwischen der Leinwand und den ZuschauerInnen zu erzeugen.

AVIVA-Tipp: Ein Film, der zur Interpretation von Beziehungen und Identit├Ąten einl├Ądt und die Besonderheiten des Begehrens nicht am Geschlecht festmacht. Hintergr├╝ndig und durchaus mit Humor, regen die Leerstellen in den Biografien der Figuren bereits w├Ąhrend des Schauens zu Spekulationen an, die nach dem Verlassen des Kinos durchaus spannend weitergehen.

Auszeichnungen f├╝r "Schau mich nicht so an":
FIPRESCI Preis 2015 auf dem Internationalen Filmfestival M├╝nchen als bester Film der Reihe Neues Deutsches Kino
Bayerischer Filmpreis 2015 f├╝r Beste Nachwuchsregie
Special Mention auf dem Internationalen Filmfestival REC Tarragona, Spanien
Most Promising Talent Award 2016 in Osaka, Japan
Hauptpreis der Stadt Magdeburg bei den Filmkunsttagen Sachsen-Anhalt 2015
Mongolian Woman of the Year 2016 for Arts//Culture

Zur Regisseurin, Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin: Uisenma Borchu wurde 1984 in Ulaanbaatar, Hauptstadt der sozialistischen Mongolei, geboren und zog 1988 mit ihrer Familie in die DDR. Ihre Mutter erhielt dort Ende der 80er Jahre den Auftrag, mongolische StudentInnen zu betreuen, da sie in den 70er Jahren in Ostberlin studiert hatte. Damit war ihre Mutter die Erste aus ihrer NomadInnenfamilie, die ins Ausland ging.
Uisenma wurde seit fr├╝her Kindheit in ihrem Schulalltag mit Ausgrenzung konfrontiert. Aufgewachsen mit der deutschen Sprache und Kultur, wurde sie gleichzeitig auch mongolisch erzogen und erhielt durch die Eltern Zugang zu der Kultur der NomadInnen. In Mainz studierte sie zwei Jahre Franz├Âsisch und Geschichte und begann danach 2006 das Studium "Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik" an der M├╝nchner Hochschule f├╝r Fernsehen und Film. Sie hat bereits Dokumentarfilme und Werbespots gedreht.
"Schau mich nicht so an" ist ihr Abschlussfilm.
(Quelle: Uisenma Borchu)

Schau mich nicht so an
Deutschland, Mongolei 2015
Regie und Drehbuch: Uisenma Borchu
DarstellerInnen: Uisenma Borchu, Catrina Stemmer, Anne-Marie Weisz, Chimge Tsevelsuren, Josef Bierbichler, u.a.
Verleih: Zorro Film
Laufl├Ąnge: 88 Minuten
Kinostart: 16.06.2016
www.uisenma.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Unser Interview mit Uisenma Borchu


Kultur Beitrag vom 12.06.2016 Helga Egetenmeier 

   




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