Überschrift: Wer ist Oda Jaune? Dokumentarfilm von Kamilla Pfeffer. Kinostart am 23. Juni 2016 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Lucian Freud Poryes 2017 Happy End
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.06.2016

Wer ist Oda Jaune? Dokumentarfilm von Kamilla Pfeffer. Kinostart am 23. Juni 2016
Helga Egetenmeier

Die deutsch-bulgarische Malerin Oda Jaune zögerte lange, bevor sie sich auf Kamilla Pfeffers Filmanfrage einließ. Diese nähert sich der zurückgezogen lebenden Malerin behutsam, begleitet sie bei ihrer Arbeit und versucht auf...



...unterschiedlichen Wegen ihren Schaffensprozess und ihre Werke zu ergründen und erschafft damit selbst ein kleines Lehrstück über den Prozess der Kunst.

Die Künstlerin mit der zarten Stimme, die wortkarg und zurückhaltend, jedoch immer höflich auftritt, scheint im Gegensatz zu stehen zu ihren Arbeiten, die durch ihre drastisch dargestellte Körperlichkeit verstören. Doch wenn die Kamera Oda Jaune dann dabei beobachten darf, wie sie zum Pinsel greift und mit starker Konzentration ihre großformatigen Leinwände bemalt, lässt sich die in ihr vorhandene Kraft erahnen.

"Wer ist Oda Jaune?" Um möglichen Antworten der titelgebenden Frage näher zu kommen, bittet Kamilla Pfeffer KennerInnen ihrer Kunstwerke, wie Lars Eidinger und Jonathan Meese, um Auskunft. Deren Interpretationen ergänzen die wenigen im Film gezeigten Gemälde und betonen das Faszinierende, wie auch das kaum beschreibbar Drastische in Oda Jaunes Arbeiten.

So entsteht ein fragmentarisches und sympathisches Bild einer Frau, Mutter und Witwe, die sich nur als Malerin und nicht als Privatperson porträtieren lassen möchte. Dass sie auch mit dem bekannten Künstler, dem bereits verstorbenen Jörg Immendorff, verheiratet war und mit ihm eine Tochter hat, spielt nur kurz eine Rolle. Die als Michaela Danowka geborene Künstlerin hatte sich von ihrem Mann ihren Künstlerinnennamen erbeten: "Oda" steht für "Schatz" und "jaune" für "gelb", seine Lieblingsfarbe.

In ihrem Bemühen, Zugang zu der Künstlerin zu erhalten, nimmt sich die Dokumentarfilmerin Kamilla Pfeffer mit ihren Fragen immer wieder selbst in den Film hinein. Dies vermittelt eine Fragilität, innerhalb derer dieses Portrait dennoch zustande kommen konnte. Als Kamilla Pfeffer im späteren Verlauf das Gesicht von Oda Jaune vor einem schwarzen Hintergrund für einzelne Fragen in Szene setzt, wird spürbar, dass sich beide Frauen auf ihre eigene Art als Künstlerinnen um visuelle Ausdrücke bemühen und vielleicht durchaus Gemeinsamkeiten besitzen.

AVIVA-Tipp: Eine engagierte Künstlerinnenbiografie, die eine außergewöhnliche, und sich nur zögernd vor der Kamera öffnende Malerin zeigt, der eine behutsame, wie auch hartnäckige Regisseurin langsam näher kommt. Genau wie ihre Bilder, verweigert die deutsch-bulgarische Malerin Oda Jaune sich einfachen Fragen und Antworten und bleibt damit künstlerisch, wie auch persönlich stringent, während die Kamera dies in aller Ehrlichkeit zu dokumentieren weiß.

Zur Regisseurin: Kamilla Pfeffer In Wiesbaden 1982 geboren, studierte sie 2003 - 2007 Politikwissenschaften und Romanistik in Mainz und Straßburg, ab 2009 an der Kunsthochschule für Medien Köln, mit Schwerpunkt Dokumentarfilm und Fotografie. Sie arbeitet als freiberufliche Journalistin und dramaturgische Beraterin für Dokumentarfilme. Für die 2012 entstandene WDR-Reportage "Menschen, keine Nummern mehr - Schüler besuchen Auschwitz" arbeitete sie als Co-Regisseurin. "Wer ist Oda Jaune?" ist ihr Diplomfilm, bei dem sie neben Buch und Regie auch für den Ton zuständig war, gefördert wurde er von der Film- und Medienstiftung NRW und feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2016.

Zur Porträtierten: Oda Jaune wurde 1979 als Michaela Danowska in Sofia geboren. Mit 17 Jahren ging sie für ihre Ausbildung an die Kunstakademie Düsseldorf und wurde Meisterschülerin bei dem Maler Jörg Immendorff, den sie im Jahr 2000 heiratete. 2001 kam ihre Tochter zur Welt. Nach dem Tod ihres Mannes 2007 ging sie nach Paris und erhielt dort 2012 den Preis Pierre Cardin für Malerei.
In Paris wird sie von der Galerie Daniel Templon vertreten, in Berlin von der Michael Fuchs Galerie.
Mehr Infos zur Künstlerin unter: www.odajaune.de

Wer ist Oda Jaune?
Deutschland 2016
Regie: Kamilla Pfeffer
Kamera: Magdalena Hutter
Schnitt: Rune Schweitzer, Stefanie Kosik
Verleih: Real Fiction
Lauflänge: 75 Minuten
Kinostart: 23.06.2016

Mehr Infos und der Trailer unter:
www.realfictionfilme.de/filme/wer-ist-oda-jaune

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.gebrueder-beetz.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Die Malerin Hélène de Beauvoir - Das Talent liegt in der Familie
Ein großartige Bildband entführt in die Welt der Malerin, deren Leben und Werk darin grandios in Szene gesetzt werden. (2014)

Samantha Peale - Die Amerikanische Malerin Emma Dial
Durch Emma Dial, eine junge begabte Malerin, erfährt die Leserin von den Machenschaften der New Yorker Kunstszene und geht der Frage von Kunst, (Selbst)Ausbeutung und Identität nach. (2010)


Kultur Beitrag vom 20.06.2016 Helga Egetenmeier 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken