Alice und das Meer. Das Regiedebüt der Schauspielerin Lucie Borleteau. Kinostart am 22. September 2016 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 15.09.2016

Alice und das Meer. Das Regiedebüt der Schauspielerin Lucie Borleteau. Kinostart am 22. September 2016
Kristina Tencic

Hauptdarstellerin Ariane Labed wurde auf dem Festival del film als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Mit dokumentarischer Genauigkeit und romantischer Leichtigkeit erzählt die französische Filmemacherin in ihrem Erstlingswerk Alice und das Meer von einer Ingenieurin auf hoher See,...



... die zwischen ihren Gefühlen und unterschiedlichen Lebensweisen wankt.

Alice (Ariane Labed) schwimmt im Meer, alleine, so scheint es, bis sie ans Land kommt und dort ihr Freund Felix (Anders Danielsen Lie) auf sie wartet. Sie verabschieden sich, denn Alice hat beschlossen, nach ihrer Ausbildung zur Mechanikerin das erste Mal auf See zu fahren. Sie findet sich an Bord der schrottreifen Fidelio wieder, mit der sie als Kadettin zur See gefahren ist, und dessen bisheriger zweiter Mechaniker bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Ausgerechnet ihre erste große Liebe ist auch wieder an Bord, der Erste Offizier Gael (Melvil Poupaud).

Alice versucht, ihn zu ignorieren, sie ist glücklich mit ihrem Freund und freut sich bereits auf ihr Wiedersehen; doch die Zeit an Bord fließt zäh vor sich hin, die Tage sind eintönig und so wird auch ihre verflossene Liebe wieder attraktiver. Sie stürzen sich erneut in ein leidenschaftliches Verhältnis, obwohl sich beide darüber bewusst sind, dass sie an Land eine andere Wirklichkeit erwartet.

Zu ihrem Gefühlswirrwarr mischt sich mit dem Fund des Tagebuchs ihres verstorbenen Kollegen eine weitere Ebene - die der Seeromantik und der mithin traurigen Realität.

AVIVA-Tipp: Minutiös recherchiert und in all ihren Facetten dokumentiert, bringt Debütregisseurin Lucia Borleteau die Wirklichkeit an Bord eines in die Jahre gekommenen Seefrachters und seiner internationalen, bis auf Alice, rein männlichen Besatzung auf der Leinwand zum Leben. Sowohl die Schwere als auch die Leichtigkeit haben hier ihre Daseinsberechtigung und spiegeln die Seele der Alice in all ihren Schattierungen.

Zur Regisseurin: Lucie Borleteau wurde 2015 für ihren ersten Langspielfilm "Alice und das Meer" für den Cesar Bester Debütfilm nominiert. Zuvor führte sie Regie in einigen Kurzfilmen und Kurzdokumentationen und tritt auch gelegentlich als Schauspielerin in kleinen Rollen auf.

Zur Schauspielerin: Ariane Labed verbrachte ihre Kindheit mit französischen Eltern in Griechenland und Deutschland bevor sie zum Studium der Theaterwissenschaft nach Marseille ging. Auch heute hat sie noch enge Verbindungen zu Griechenland, etwa durch das Gründen einer Theatergruppe in Athen. Aktuell ist sie auch im Film des griechischen Regisseurs Lanthimos "The Lobster" zu sehen.
2014 gewann sie für ihre Rolle der Alice den Preis als Beste Schauspielerin auf dem Filmfestival Locarno. Weiterhin erhielt sie Nominierungen als Beste Darstellerin bei den Lumieres Awards und für den Cesar.


Alice und das Meer
Originaltitel: Ce qui se passe en mer reste en mer
Frankreich 2014
Regie: Lucie Borleteau
Drehbuch: Lucie Borleteau, Clara Bourreau, Mathilde Boisseleau
DarstellerInnen: Ariane Labed, Melvil Poupaud, Anders Danielsen Lie, Pascal Tagnati, Jean-Louis Coulloc’h, Nathanaël Maïni u.v.m.
Spielzeit: 97 Minuten
FSK: ohne Angabe
Verleih: Film Kino Text
Kinostart am 22. September 2016
Mehr Infos zum Film unter:
www.filmkinotext.de


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Kultur Beitrag vom 15.09.2016 Kristina Tencic 

   




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