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AVIVA-BERLIN.de im Februar 2018 - Beitrag vom 15.09.2008

Filmreihe zum 70. Geburtstag der Filmschauspielerin Romy Schneider
Christiane Krämer

Romy Schneider spielte so viele Rollen, wie kaum eine deutsche Schauspielerin. Ihre unvergesslichen Erfolge sind vom 23.09 2008-17.10.2008 im Zeughaus auf der Leinwand zu sehen



Von Sissi zum Star des französischen Kinos

Am 23. September 2008 wäre Romy Schneider 70 Jahre alt geworden. Als Tochter des Schauspielerpaars Magda Schneider und Wolf Albach-Retty in Wien geboren, begann sie bereits im Alter von 14 Jahren, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Schnell gewann Romy Schneider an Prominenz - nicht zuletzt durch den großen Erfolg der Sissi-Filme.
Unzufrieden mit den Rollen, die ihr von deutschsprachigen Produzenten angeboten wurden, begann Romy Schneider Ende der 50er Jahre, verstärkt im Ausland, vor allem in Frankreich, zu arbeiten. In jenem Land entwickelte sie sich mit dem Erfolg von "La Piscine" (1968) zu einer der führenden Stars des französischen Kinos. Ihr Erfolg lässt sich nicht zuletzt daran messen, dass sie die erste Schauspielerin war, die 1976 mit einem César, dem französischen Pendant zum Oscar, geehrt wurde. Anlässlich des 70. Geburtstages können im Zeughauskino ab dem 23. September 14 der insgesamt 58 Filme mit Romy Schneider neu- bzw. wiederentdeckt werden.

Das Zeughauskino zeigt neben der unvermindert populären Filmtrilogie um die österreichische Kaiserin Sissi, die 1955-57 unter der Regie von Ernst Marischka entstand, eine Vielzahl der im Ausland produzierten Filme Romy Schneiders. So ist sie - wiederum als Elisabeth von Österreich - in Luchino Viscontis großem Epos Ludwig II. zu sehen: diesmal jedoch mit einer herberen Charakterisierung der Kaiserin. Ebenso überzeugt Romy Schneider als Leni in Orson Welles´ Version von "Der Prozess" (1962), entstanden nach dem gleichnamigen Roman Franz Kafkas: eine von Romy Schneiders ersten internationalen Produktionen.

Höhepunkte in Romy Schneiders Filmografie bilden zweifelsohne ihre französischsprachigen Filme der 70er Jahre, in denen es ihr gelang, zunehmend diffizilere Frauenfiguren zu erarbeiten.

Gezeigt werden die Filme "Der Swimmingpool" (LA PISCINE, Jacques Deray, 1968), der in Frankreich schnell Kultstatus erreichte, als auch "Nachtblende" (L´Importance c´est d´aimer, Andrzej Zulawski), für den Romy Schneider 1976 mit dem Porträt einer heruntergekommenen Schauspielerin, die aus finanziellen Gründen gezwungen ist, in Pornofilmen aufzutreten, ihren ersten César gewann. Zudem werden vier der fünf Filme neu zu entdecken sein, die Romy Schneider unter Claude Sautet drehte, jenem Regisseur, mit dem sie einige ihre berührendsten Rollenporträts erarbeitete: "Das Mädchen und der Kommissar" (Max et les Ferrailleurs, 1970), "César et Rosalie" (1972), "Mado" (1976) und "Eine einfache Geschichte" (Une Histoire Simple), welcher ihr 1978 einen zweiten César einbrachte. Darüber hinaus wird Romy Schneider in einer Doppelrolle in ihrem 58. und letzten Film zu sehen sein: "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" (La Passante du Sans-Souci), der seine Deutschlandpremiere erst ein halbes Jahr nach Romy Schneiders Tod am 29. Mai 1982 erlebte.

23.09 2008-17.10.2008
Romy Schneider Filmreihe

zeughauskino-berlin.kino

Kultur Beitrag vom 15.09.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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