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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.11.2008

Lochkamerafotografien von Chris Dreier vom 8 - 29. November 2008
AVIVA-Redaktion

Anlässlich des Europäischen Monats der Fotografie präsentiert die Galerie Laura Mars mit der Serie "The Grim North" Arbeiten von Chris Dreier in einer Einzelausstellung. Sie gehört zu den wenigen...



... KünstlerInnen, die sich derzeit mit den Wirkungsweisen der Untersicht beschäftigen.

Chris Dreiers schwarzweißgraue Lochkamerabilder aus bodennaher Perspektive lassen die fotografierten Orte wie in einem Dornröschenschlaf erscheinen. Gibt es Zugang zu ihnen, oder bleiben sie verschlossen? Kann man sie wecken oder muss man sie schlafen lassen? Wird das Zwielicht, das in ihnen herrscht, verblassen, oder wird zunehmende Dunkelheit alles Sichtbare verschlucken?

"The Grim North" heißt ihr Ausstellungsprojekt, und dieser Norden, mit seinem bleiernen Himmel und nassem Asphalt, den dunklen menschenleeren Straßen und versiegelt wirkenden Häusern, ist wirklich grimmig. Seine Orte heißen Belfast, Derry und Berlin. Orte, die von sichtbaren und unsichtbaren Begrenzungen, heißem und kaltem Krieg geprägt sind und in denen die Schatten Geschichten von Terror, Hass und Glaubensdogmatismen erzählen.

Chris Dreier nähert sich ihnen unauffällig. Ihr Handwerkszeug besteht nur aus einer mittelgroßen Keksdose, in die ein Loch gebohrt ist, hinter dem ein niedrig empfindlicher Film darauf wartet, vierzig Minuten - oder länger - belichtet zu werden. Das ist alles was sie für ihre künstlerische Arbeiten braucht. Wenn sie ein Motiv interessiert, stellt sie ihre Keksdose auf den Boden des Trottoirs oder des Straßenrands und das Einzige, was Aufmerksamkeit erregen könnte, ist ihr Warten.

Die Lochkamera-Fotografie-Technik ist deswegen so beliebt, weil sie nicht nur einfach zu handhaben ist, sondern ihre Ergebnisse manchmal so aussehen lässt, als seien sie in den Zeiten von Niepce und Daguerre entstanden. Mit dem Schein des Alters wird aber meist nur jene Verblüffung bezweckt, die ein plötzlicher Auftritt im historischen Kostüm erzeugt. Mit der Wahl ihrer Motive hat sich die Künstlerin vor den Gefahren der Nostalgie geschützt, denn mit sicherem Gespür für das Spannungsgefüge von Orten, stellt sie etwas her, das sich als Übereinstimmung von Ort, Aufnahmetechnik und Bild zeigt. Den BetrachterInnen wird das Gefühl vermittelt, dass diese Übereinstimmung in keinem anderen Medium so erreicht werden kann.

Diesen Eindruck geben vor allem auch ihre Berliner Motive wieder. Auf ihren Fotoarbeiten erscheint Berlin als ein harter, unsentimentaler Ort, in dem Clubs, wie die "Maria am Ostbahnhof" und die "Bar 25" Außenposten zu sein scheinen, die sich gegen Eruptionen des Aufruhrs gewappnet haben.

Auch die Natur ist abwehrbereit: Die immer seltener werdenden, von Gestrüpp überwucherten Brachflächen am Rande jener Orte, haben das Aussehen von kleinen Großstadtdschungeln. Noch kann Chris Dreier, wie einst Maria Sybilla Merian in Surinam, dort ihre Geduld beweisen und Langzeitstudien über das Leben am Boden und die Stadtnatur machen.

Veranstaltungsort: Laura Mars Galerie
Sorauerstr. 3
10997 Berlin
Tel. 030 – 610 74 630

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13-19 Uhr, Samstag 12-16 Uhr

Ausstellungseröffnung: Freitag, 7. November 2008, 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 8. – 29. November 2008

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.lauramars.de

Kultur Beitrag vom 06.11.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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