18. Verzaubert - Internationales Queer Filmfestival. In Berlin vom 18. - 25. März 2009 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.03.2009

18. Verzaubert - Internationales Queer Filmfestival. In Berlin vom 18. - 25. März 2009
AVIVA-Redaktion

Europas größtes Queer Filmfestival wird "volljährig" und zeigt auch in diesem Frühjahr die Highlights des Queer Cinema von allen Kontinenten - und mit immer mehr Hollywoodstars! Sowohl Premieren ...



... als auch Klassiker erwarten Sie!

In der Mitte angekommen: Auch in diesem Kinojahr setzt sich die Tendenz fort, dass lesbisch-schwule Themen keine Randerscheinung mehr darstellen, sondern ins Zentrum des Geschehens gerückt sind: Ohne dabei einen Sonderstatus zu markieren, ist Homosexualität im Film zu einer "Normalität" geworden.
Immer mehr queere Filmproduktionen können mit Stars von Weltrang glänzen, so zum Beispiel die Closing Night mit Nick Nolte, Mena Suvari, Peter Sarsgaard und Sienna Miller!

Noch vor dem US-Start ein absolut filmisches Highlight als Director´s Spotlight, das auf dem diesjährigen "Verzaubert" präsentiert wird: "The Informers" (USA/D 2008, 100 Min, Engl. OV, Senator Filmverleih) von Gregor Jordan nach der Buchvorlage von Brett Easton Ellis. In den Hauptrollen glänzen die Schauspielstars Billy Bob Thornton, Kim Basinger, Winona Ryder und Mickey Rourke!

Als Reminiszenz an dieses über die letzen Jahre gewonnene filmische Selbstverständnis kann man auch das weiter erstarkende Interesse an Themen wie Familie, Kinder und (langjährigen) Beziehungen sehen. Aber auch an einem retrospektiven Blick zurück in die Zeit der (eigenen) Adoleszenz: man/frau setzt sich mit der Jugend und dem Erwachen der Gefühle und der Sexualität mit neugewonnener Selbstverständlichkeit auseinander.

Dass ´queere´ Klassiker wiederentdeckt und digital remastered werden, ist ein weiterer Beleg für die nicht mehr von der Hand zu weisende Entwicklung des Queer Film hin zu einem festen Bestandteil des cineastischen Kanons. Und dass dabei die Stories, denen sich die FilmemacherInnen zuwenden, meist doch noch etwas bunter, spannender und neuartiger sind, ist und bleibt ein Glücksfall für das Kino und sicher dem Queer Cinema einmal mehr eine starke und unerlässliche Position.

Programm-Highlights des 18. "Verzaubert"

OPENING NIGHT:
"The Man Who Loved Yngve" (Norwegen 2008):
November 1989: in einem kleinen norwegischen Ort scheint für den 17-jährigen Jarle alles perfekt zu laufen: als Frontman der Punkband "Mattias Rust Band" kurz vor dem ersten Auftritt und das tollste Mädchen zur Freundin. Und doch wird sich alles ändern, nicht nur dass die Berliner Mauer fällt, sondern da ist plötzlich Yngve, der neue Mitschüler, der Jarle völlig aus der Bahn bringt ... Regisseur Stian Kristiansen schafft es, unterstützt durch einen hervorragenden Soundtrack, das Lebensgefühl der 1980er Jahre einzufangen und dabei ganz nah an seinen Figuren zu bleiben: voller Energie und Humor, und mit feinem Gespür für die Abgründe der Pubertät.

CENTERPIECE
"Mommy Is At The Hairdresser´s" (Kanada 2008)
Regisseurin Léa Pool ("Lost and Delirious") zeichnet ein eindrückliches Portrait einer ganz "normalen" Familie in den 1960er Jahren. Gefangen in einem erdrückenden Familienleben, in einer prüden und bigotten Nachbarschaft, entschließt sich die Mutter auszubrechen, weg vom heimlich schwulen Ehemann, den scheinheiligen Blicken der Nachbarinnen, aber auch als letzte Konsequenz weg von ihren beiden Kindern... Léa Pool zeigt die Hilflosigkeit der Familienmitglieder in eindringlichen Szenen und Bildern und entfaltet den ZuschauerInnen eine berührende Familiengeschichte jenseits von Schuldzuweisungen und falscher Wahrheiten.

MATINEE – Kaffee und Croissants
"I Can´t Think Straight" (GB 2007)
Nach "The World Unseen" legt Regisseurin Shamim Sarif in diesem Jahr mit "I Can´t Think Straight" nach. Ebenfalls ein Wiedersehen in dieser romantischen, in London angesiedelten Lovestory gibt es mit Hauptdarstellerin Lisa Ray. In München werden die Regisseurin Shamim Sarif und die Produzentin Hanan Kattan bei der Vorführung anwesend sein!

CLOSING NIGHT
"The Mysteries Of Pittsburgh" (USA 2008)
Entstanden nach dem gleichnamigen Debütroman von Michael Chabon, erzählt der Film von dem jungen Art Bechstein, der in einem Sommer der frühen 1980er Jahren seine Unschuld an das Outlaw-Pärchen Jane und Cleveland (Sienna Miller und Peter Sarsgaard) verliert. Gefangen zwischen einem abweisenden Mafioso-Vater (Nick Nolte) und einer exzentrischen Freundin (Mena Suvari) findet sich Art bald im Bann von Künstler Cleveland und seiner Musiker Freundin Jane. Sexuelle Grenzen verwischen sich zunehmend und Art empfindet diesen Zustand der Zeitlosigkeit und des Abenteuers als Paradies ... Doch der Schein trügt.

"Patrik Age 1.5" (Schweden 2008)
Der Publikums Erfolg aus Schweden: Göran und Sven haben gerade ihr neues Heim in einer Vorortsiedlung bezogen und warten sehnsüchtig auf den ihnen versprochenen Adoptivsohn Patrik, 1,5 Jahre. Zumindest für den jüngeren Göran scheint sich damit ein Traum zu erfüllen. Der Alptraum beginnt, als Patrik ins Haus kommt: statt einem süßen Kleinkind sehen sich die beiden mit einem homophoben, bereits straffällig gewordenen, pubertierenden 15-Jährigen konfrontiert. Diese Situation bringt ihre Beziehung und das scheinbar so offene Verhalten der NachbarInnen gehörig ins Wanken. Tragikomisch erzählt Ella Lernhagen eine an sich moderne Geschichte, die die ZuschauerInnen und die ProtagonistInnen aber auch mit immer wiederkehrenden Vorurteilen gegenüber lesbisch-schwulen Eltern konfrontiert.

"Affinity", die stimmungsvolle und aufwendige Literaturverfilmung des Romans von Sarah Waters ("Tipping the Velvet"), entführt die ZuschauerInnen in einen romantischen und dabei spannenden Mystery-Thriller ins viktorianische England. In "Were The World Mine" wandelt Highschool-Schüler Timothy auf den Spuren von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Auch in "Newcastle" werden die ZuschauerInnen in die Welt einer Gruppe TeenagerInnen entführt, allerdings um einiges cooler angesiedelt in der Surfer Szene Australiens.

Aus den USA kommen auch zum diesjährigen Festival wieder einmal zahlreiche
sehenswerte Beiträge. Neben den fast schon obligatorischen Beziehungskomödien und dem immer stärker werdenden Thriller-Genre, stechen Filme hervor wie: "Ready, Ok?!" über eine alleinerziehende Mutter, die versucht, ihren kleinen Sohn davon abzubringen, Cheerleader werden zu wollen. "Puccini For Beginners", eine charmant-durchgeknallte Screwball-Comedy mit Gretchen Mol. "Cthulhu" nach H.P. Lovecraft, in dem ein Professor nach Oregon zurückkehrt und dort mit den apokalyptischen Folgen des New Age Kults seines Vaters konfrontiert wird ... Aus dem Nachbarland Mexiko kommt mit "Burn The Bridges" (Quemar Las Naves) ein Film über eine gefährliche Dreiecksbeziehung. Auch aus Frankreich sind in diesem Jahr wieder qualitativ hervorragende Filme im Programm vertreten, darunter "Private Lessons" und "I Dreamt Under The Water". Nach "Brüderliebe" ist auch Regisseur Gaél Morel wieder vertreten mit "New Wave", einer, in den 1980er Jahren angesiedelten, Coming-Of-Age-Story, mit Béatrice Dalle in einer für sie typisch intensiven Nebenrolle.
Mit "End Of Love" geht die filmische Reise weiter: Ming, der nach dem Selbstmord seiner Mutter als Callboy arbeitet und immer weiter hineingezogen wird in einen Strudel aus Sex, Drogen und Schuld, aus dem ihn auch der ältere Yan nicht retten kann.

Einen dokumentarischen Blick wirft Hen Lasker in "Seeds Of Summer" auf junge Frauen, die sich in Israel für das Militär verpflichtet haben und begibt sich damit auch auf eine Reise zurück in ihre Vergangenheit und ihre damalige, erste Liebe.
Ebenfalls aus Israel kommt mit "The Secrets" ein eindringliches Coming-Out-Drama, angesiedelt im jüdisch-orthodoxen Milieu, mit Fanny Ardant in einer Nebenrolle.

Thematisch kaum gegensätzlicher könnte ein weiterer Dokumentarfilm sein: "Wrangler: Anatomy Of An Icon" porträtiert den 1970er Jahre Pornostar Jack Wrangler. Einen weiteren Blick zurück in die Vergangenheit des Queer Cinemas liefern die QUEER CLASSICS: "verzaubert" präsentiert den Klassiker "The Boys In The Band" (1970) von William Friedkin ("Cruising") in einer digital remastered Version, ebenfalls ein Wiedersehen gibt es mit "The Fruit Machine" von 1988.

Neben dem Langfilm-Programm bieten auch die Kurzfilmreihen einen vielfältigen Einblick in das Queer Cinema: Die DauerbrennerInnen Gay Propanganda Night und The Elle World.

Sollte es während des Festivals zu Änderungen kommen, werden diese auf www.verzaubertfilmfest.com veröffentlicht.

"Verzaubert" in Berlin: 18. - 25. März 2009
im Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin

Vorverkauf ab 9. März in der Kulturbrauerei und unter www.cinestar.de

Veranstaltungen im Rahmen des Festivals:
Mi, 18.03.2009: Opening Night Party im NBI
(www.neueberlinerinitiative.de)
Eintritt mit Kinokarte frei!

So, 22.03.2009:
ab 11 Uhr: Kaffee und Croissant Matinee im Kino in der Kulturbrauerei
"I Can´t Think Straight", Filmbeginn: 11:30 Uhr

und Sonntag Nacht:
Weekend GMF (www.gmf-berlin.de)
Eintritt frei mit Kinokarte!

Frankfurt, Köln und München folgen im Anschluss.
Die Termine sowie weitere Infos zum Festival finden Sie unter: www.verzaubertfilmfest.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Sissy - das neue queere Filmmagazin

Kultur Beitrag vom 11.03.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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