Der Champagnerspion - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

DIE FLÜGEL DER MENSCHEN Happy End 120 BPM
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 14.05.2009

Der Champagnerspion
AVIVA-Redaktion

Der Dokumentarfilm unter der Regie von Nadav Schirman erzählt die wahre, tragische Geschichte des Mossad-Agenten Ze´ev Gur Arie. "Der Champagnerspion" erschien am 8. Mai 2009 auf DVD bei good!movies



Der Dokumentarfilm "Der Champagnerspion" lässt die ZuschauerInnen in die schillernde, gefährliche und geheimnisvolle Welt der Spionage eintauchen und zeigt auch die realen Auswirkungen des Agentenberufs für die Familien der Agenten. Erstmalig äußern sich Mossad-Agenten und MitarbeiterInnen des israelischen Geheimdienstes öffentlich vor der Kamera über die Rolle und Funktionalisierung der Familie, über den persönlichen Preis, den das Geschäft der Spionage verlangt und rollen die exemplarische Geschichte von Ze´ev Gur Arie auf, dem "Champagnerspion".

Aufgabe der Mossad-Agenten war es nicht nur, Nazis aufzuspüren um sie vor Gericht stellen zu können, sondern auch, den Staat Israel vor Feinden zu schützen. In den 1960er Jahren arbeiteten deutsche Wissenschaftler in Kairo, um Ägypten beim Aufbau eines umfangreichen Atomraketenprogramms zu unterstützen. Ein Schlag in das Gesicht des Staates Israel. Der israelische Geheimdienst schleuste daraufhin seinen deutschstämmigen Agenten Ze´ev Gur Arie mit neuer Identität unter dem Namen Wolfgang Lotz in die High-Society Kairos ein. Als angeblicher deutscher Ex-Nazi, Millionär und Pferdezüchter führte er, der in Deutschland als Jude verfolgt worden war, dort ein extravagantes Luxusleben und freundete sich im Auftrag des Mossad mit hochrangigen Offizieren und Wissenschaftlern an, um an wichtige Informationen zu kommen. Er liebte sein neues Leben, den Champagner, die Zigarren und die schönen Frauen und war davon überzeugt, der Beste für diesen Job zu sein.

Vor seiner Frau, die er nur zwei Mal im Jahr sah, hielt er seinen Auftrag und sein zweites Leben geheim. Einmal im Monat schreib er einen Brief an die Familie doch es gab keine Möglichkeit, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Nur seinem 12-jährigen Sohn Oded vertraute er sich an und erzählte ihm, dass er als Spion für den Mossad arbeitet und verpflichtete ihn zum Schweigen, da die Wahrheit seinem Vater das Leben kosten könnte. Selbst als sein Vater unter Spionageverdacht verhaftet wurde und er Nachrichten in den Tageszeitungen und im Fernsehen von seinem Prozess verfolgte, war Oded die Wichtigkeit seines Schweigens stets bewusst, denn die Sicherheit Israels stand über allem. Schockiert war er jedoch darüber, dass sein Vater eine Frau an seiner Seite hatte, mit der er allem Anschein nach ein offizielles Verhältnis unterhielt.

40 Jahre später bricht Oded Gur-Arie sein Schweigegelübde. Vor der Kamera von Itai Ne´eman rekonstruiert er das riskante wie glamouröse Leben seines Vaters im Schatten des Mossad und seiner Aufgaben, legt offen, wie der Mossad seine Agenten instrumentalisierte. Der Sohn dokumentiert, wie sein Vater durch sein Schweigen die Familie erst schützte und später deren unerschütterlichen Zusammenhalt zerstörte, offenbart damit auch die erlittenen Verletzungen und erzählt damit auch seine ganz persönliche Tragödie.
Über allem Schmerz um den Verlust der verlorenen Zeit mit dem Vater und dem Verrat gegenüber der Mutter steht aber auch der Stolz, den er für ihn empfindet.

AVIVA-Tipp: Der Film zeigt in Originaldokumenten und Interviews mit ZeitzeugInnen die Zerrissenheit zwischen zwei Identitäten vor dem Hintergrund der Loyalität zum Land. Die Geschichte vom steilen Aufstieg und tragischen Fall des charismatischen Mossad-Agenten Ze´ev Gur Arie ist auch ein Zeitdokument des Israel in den 1970er Jahren.
"Der Champagnerspion" ist spannend wie ein James Bond - mit einem elementaren Unterschied zu einer konstruierten Handlung nach Drehbuchvorlage – diese Geschichte ist Realität.


Der Champagnerspion
Produktion: Deutschland / Israel 2007
Label: Neue Visionen, DVD-Start: 8. MAI 2009
Anbieter: good!movies, www.goodmovies.de
Genre: Dokumentarfilm
Vertrieb Indigo
EAN: 4047179199889
Bestell-Nr.: DV 91998-8
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 90 min
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 16:9
Sprache: Hebräische Originalfassung, Deutsche Fassung
Untertitel: Englisch
Extras: Interview mit dem Regisseur und mit Oded Gur-Arie
Regie: Nadav Schirman
Kamera: Itai Ne´eman
Schnitt: Joelle Alexis
17,99 Euro

Kultur Beitrag vom 14.05.2009 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken