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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 18.09.2009

The Age of Stupid. Kinostart 03.06.2010
Britta Leudolph

Die Umweltaktivistin Franny Armstrong zeigt in ihrem halbdokumentarischen Film, wohin unser derzeitiger Lebensstil führen kann, und warum es so wichtig ist, dass jede/r einzelne...



... Verantwortung für ihre Umwelt übernimmt.

Im Jahre 2055 ist die Welt ein öder, verlassener Ort, die Menschheit hat sich selbst nicht überlebt. Der einzige überlebende Mensch (Pete Postlethwaite) sitzt in einem riesigen Archiv der Menschheitsgeschichte und stellt sich die Frage: "Warum haben die Menschen nichts gegen den Klimawandel unternommen, als sie es noch konnten?"

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, betrachtet er in seinem Archiv Filme aus der Zeit kurz nach der Jahrtausendwende, als die ersten Anzeichen des Klimawandels schon sicht- und spürbar waren. Er zeigt sechs Geschichten von unterschiedlichen Menschen, die für sich und ihre Umgebung nur das Beste wollten.

Zum Beispiel die Geschichte von Piers Guy, einem Windkraftanlagenentwickler. Piers lebt in England, wo es häufig sehr windig ist. Er glaubt nicht, dass Windkraftenergie die Welt vor dem Klimawandel retten wird, aber er ist davon überzeugt, dass ihre Nutzung, da wo es möglich ist, ein erster Schritt hin zu einem intelligenterem Energiesystem ist, das darauf beruhen könnte, dass die Menschen bewusst weniger Energie verbrauchen. Piers kämpft auf verlorenem Posten. Überall wo er Windkraftanlagen aufbauen will, wehrt sich die Bevölkerung mit dem Argument, diese Anlagen verursachten zu viel Lärm.

Ein weiterer Film erzählt die Geschichte von Layefa Malemi. Sie ist 23 Jahre alt, lebt im Niger-Delta in Nigeria und träumt davon, eine gute Ärztin zu werden. Um sich die Studiengebühren zu verdienen, geht sie fischen. Jedoch ist der Fluss an dem sie lebt, nicht sehr ertragreich, er ist zu verschmutzt durch die Ölraffinerie in der Nähe, die Monat für Monat Öl für Millionen von Dollar zu Tage fördert. Den Menschen im Niger-Delta bleibt von diesem Geld nichts, ihre Umwelt ist zerstört, es gibt weder Straßen, noch Schulen oder medizinische Versorgung, nur Gewalt, Morde und Kidnapping, ein Leben wie in der Hölle. Layefa will sich nicht mit diesem Leben abfinden, sie träumt von davon, wie AmerikanerInnen zu leben, und sie ist bereit, alles dafür zu geben.

"The Age of Stupid" hält den ZuschauerInnen den Spiegel vor ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von einem ewigen "schneller, höher, weiter", doch das Bewusstsein, dass dies einen hohen Preis hat, scheint offensichtlich zu fehlen. Der Film wirkt wie ein letztes Alarmsignal, ein letzter Appell vor dem Untergang, schafft aber gleichzeitig den Eindruck, dass dieser vergeblich sein wird. Will nicht eine jede/r von uns zumindest ein kleines Auto haben, um mobil zu sein oder mal kurz mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, um sich vom Alltagsstress zu erholen? "The Age of Stupid" zeigt mit zum Teil einfachsten Animationen, was passieren kann, wenn die gesamte Menschheit so leben würde, wie es heute die Menschen in Europa und Amerika tun. Eines wird dabei sofort klar: eine einzige Erde reicht dafür nicht aus.

Der Dokumentarfilm wurde von 223 Gruppen und Individuen finanziert, die Anteile an der Produktion erworben haben.

Am 21. September 2009 wird die Weltpremiere von "The Age of Stupid" in einem Solarkino in New York stattfinden, als offizieller Event im Rahmen der UN Weltklimawoche. Neben der Uraufführung des Films will die Veranstaltung ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen: unter anderem wird es eine Live-Schaltung zu Greenpeace-AktivistInnen in die Arktis geben, die Ansprache wird Kofi Annan halten. Die Veranstaltung findet ihren Abschluss mit einer Live-Performance von Tom Yorke, Sänger der Band Radiohead. Die Übertragung der New Yorker Veranstaltung findet simultan in 40 Ländern statt: es wird der Guinessbuch-Rekord für die weltweit größte Simultan-Filmvorführung angestrebt. Zeitversetzt wird der Film am 22. September 2009 um 19:00 Uhr in ausgewählten Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgestrahlt. In Berlin ist "The Age of Stupid" in der Astor Film Lounge
zu sehen.

Zur Produzentin: Franny Armstrong ist eine britische Zoologin, Regisseurin, Drehbuchautorin, Kamerafrau, Produzentin und Aktivistin gegen den Klimawandel. Ihre erste Dokumentation "McLibel" wurde mit dem "British Independent Film Awards 2004" ausgezeichnet. Franny Armstrong hat bisher keine Unterstützung durch die Filmindustrie erhalten, umso bemerkenswerter ist ihr Erfolg, ihre Filme wurden bisher weltweit von mehr als 56 Millionen Menschen gesehen.

AVIVA-Tipp: "The Age of Stupid" ist ein grandioser, halb-dokumentarischer Film über die Dummheit der Menschheit. Welches andere Lebewesen würde mit so einer Leichtigkeit seinen eigenen Lebensraum zerstören und das wissentlich? Auch wenn die Intention der Produzentin sein mag, die ZuschauerInnen wach zu rütteln und zum Umdenken zu bewegen, zeigt ihr Film eindrücklich, wie unwahrscheinlich dies ist. Franny Armstrong schafft es mit erstaunlich einfachen Mitteln, zu zeigen, wie das menschliche Streben nach einem besseren, komfortableren Leben direkt in die Katastrophe führt und lässt ihre ZuschauerInnen mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zurück.

The Age of Stupid
Großbritannien 2009
89 Minuten
Produktion und Drehbuch: Franny Armstrong
Produzentin: Lizzie Gillett
DarstellerInnen: Pete Postlethwaite, Jeh Wadia, Layefa Malemi, Al Duvernay, Fernand Pareau, Jamila and Adnan Bayyoud, Piers Guy
Kinostart: 03.06.2010
Weitere Infos:
www.ageofstupid.net und www.ageofstupid.tao.de

Kultur Beitrag vom 18.09.2009 Britta Leudolph 

   




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