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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.02.2010

NINE - Musical von Rob Marshall
Adriana Stern

Die ZuschauerInnen erwartet ein mit Penelope Cruz, Nicole Kidman, Sophia Loren, Judy Dench und der wunderschönen Marion Cotillard hochkarätig und oscarverdächtig besetztes Musical, das schon...



... im Vorfeld hoch gelobt und aufwendig beworben wurde.

Das Musical "NINE" erzählt die Geschichte des italienischen Filmregisseurs Guido Contini, gespielt von(Daniel Day-Lewis, der, gerade auf der Welle des Erfolgs, keine neue Idee mehr für den nächsten Film hat. Er steckt tief in einer Midlifecrisis, ausgelöst durch seinen bevorstehenden 40. Geburtstag. Verstärkt wird die Krise noch dadurch, dass er sich in eine leidenschaftliche Affäre verstrickt hat, seine Frau aber auf keinen Fall verlieren will. Der Film beginnt in dunklen Tönen, beinahe wie ein Schwarzweißfilm. Contini ist allein in einem riesigen, beeindruckenden Filmstudio und fragt sich, wie um alles in der Welt es ihm gelingen soll, den längst angekündigten neuen Film tatsächlich auch in die Kamera zu bannen.

In seiner Verzweiflung, weil die Journalisten schon lange auf die ersten Enthüllungen zu seinen Filmprojekt lauern, träumt er sich lieber wunderschöne Damen auf die Bühne, als an seinem Skript zu arbeiten.
In der ersten Choreographie beschwört Contini die Zeit herauf, in der er berühmt und heiß umworben war, in der schöne Frauen samt und sonders nur dazu da waren, ihm zu gefallen, nur für ihn zu tanzen und zu singen, und in der sie ihn umschmeichelten wie Motten das verführerische Licht.

Nur mühsam holt er sich zurück aus seinen, (zumindest für ihn), wohltuenden Macho-Phantasien, denn die Wirklichkeit sieht leider völlig anders aus. Sein Produzent wartet bereits fingertrommelnd und zähneknirschend mit einer unzähligen Menge an längst ungeduldig die Bleistift spitzenden und die Kameras in Position gebracht habenden JournalistInnen auf wenigstens eine erste Idee.

Contini übersteht die Pressekonferenz mehr schlecht als recht ohne eine Idee präsentiert zu haben und flieht anschließend in ein Hotel, wo er sich perfekt vor der Welt zu verstecken hofft. Dort wird er zuerst von seiner Frau (Marion Cotillard als Luisa Contini), dann von seiner Geliebten (Penelope Cruz als Carla Albanese) angerufen. Zweifellos liebt er seine Frau noch, will und kann aber auch nicht von der anderen lassen. Noch ungestört von der Außenwelt geben sich die beiden ganz dem Sex und ihren exzentrischen Spielen hin.

Der Produzent braucht jedoch nicht lange, um Contini zu finden und ihn damit zu konfrontieren, dass die Hauptdarstellerin (Nicole Kidman) seines neuen Films "Roma" auf den Beginn ihrer Arbeit wartet. Wenigstens den ersten Teil eines Skripts soll er ihr geben, damit sie ihren Text lernen kann.
Nein, da sei gar nichts, gibt Contini deprimiert zu verstehen. Das, so der Produzent, soll er gefälligst umgehend ändern, was die Blockade nur noch verschlimmert.

Aber dann sieht Contini es ein. Es hilft alles nichts, er muss sich aufraffen und endlich Nägel mit Köpfen machen. Also kümmert er sich flugs neben seiner Frau, die ihn ebenfalls sehen will und der Geliebten, die jetzt aber endgültig für immer mit ihm zusammenbleiben will, weil sie ohne ihn nicht mehr leben kann, auch noch um die dritte Frau, die Hauptdarstellerin, der er nun irgendwas erzählen wird. Bloß was? Ihm fällt einfach immer noch nichts ein…

Auch die Maskenbildnerin und Kostümdesignerin (Judy Dench) ist allmählich genervt, weil sie nicht weiß, was sie in welchen Mengen für welche Szenen denn nun eigentlich vorbereiten soll.

Als Contini beschließt, trotz seiner Zerrissenheit endgültig zu seiner Frau zurückzukehren und ihm dies auch fast zu gelingen scheint, unternimmt seine Geliebte einen Selbstmordversuch, dem er sich nicht entziehen kann. Er fährt zu ihr, was gleichzeitig bedeutet, dass er seiner Frau erneut vor den Kopf schlägt. Die sieht nicht aus, als ob sie bereit ist, mit der Trennung noch länger zu warten.

Doch auch der Selbstmordversuch bringt nicht wirklich mehr Tempo in diese Geschichte, die am meisten damit beschäftigt ist, ständig um sich selbst zu kreisen und sich zu wiederholen, wie es auch der Hauptdarsteller tut.

Zwischendurch, wie bei einem Musical gewünscht und erwartet wird, tanzen meist wenig bekleidete Frauen für ihn, den großen Contini und singen abwechselnd: seine Frau, seine Geliebte, die Kostümdesignerin, und später dann auch die Hauptdarstellerin des angedachten, neuen großen Meisterwerkes - und das sogar überraschend gut - passend zur jeweiligen Szene ihre Lieder, die kaum gesungen auch schon von der Zuschauerin vergessen sind.

Letzten Endes scheitert der große Contini und verliert so ziemlich alles. Seine Frau, seine Karriere, seine Geliebte.

AVIVA–Fazit: Über dieses Musical gibt es im Grunde genommen nicht viel zu sagen.
Berühmte Schauspielerinnen in einer mehr als flachen Story und kein einziger Song, der im Gedächtnis bleibt, sind einfach zu wenig, erst Recht für einen Film, der sich selbstbewusst "Musical" nennt. Einige Choreographien sind in der Tat gelungen, ebenso der Song von Nicole Kidman, aber das reicht nicht für eine Empfehlung.
In diesem Film spiegelt sich das Thema des Films, kurz auf den Punkt gebracht, doch mächtig in seinem Ergebnis.

NINE
Verleih: Senator Film - Verleih
USA 2009
Länge: 118 Minuten
Regie: Rob Marshall
Produktion: Rob Marshall, Marc E. Platt, Harvey Weinstein, John DeLuca
Drehbuch: Michael Tolkin, Anthony Minghella
Kamera: Dion Beebe
Schnitt: Claire Simpson
Musik: Andrea Guerra
HauptdarstellerInnen: Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Penélope Cruz, Judi Dench, Kate Hudson, Nicole Kidman, Sophia Loren
Kinostart: 25. Februar 2010
Weitere Informationen im Netz:

www.nine-movie.com

www.nine.senator.de


Kultur Beitrag vom 26.02.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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