Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder II – ein Dokumentarfilm von Irene Langemann - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Poryes 2017 Happy End Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.04.2010

Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder II – ein Dokumentarfilm von Irene Langemann
Adriana Stern

Zwischen dem ersten und diesem zweiten Film über vier hochbegabte MusikerInnen aus Russland liegen genau zehn Jahre, in denen aus den Wunderkindern von einst junge Erwachsene geworden sind, die...



... in einer Atmosphäre härtester Konkurrenz um ihren Platz in der Öffentlichkeit kämpfen müssen.

Es ist nicht notwendig, den ersten Film gesehen zu haben, um einen Einblick in ihre Geschichten zu erhalten, da die Regisseurin in die vier MusikerInnen stets mit ihrer Biografie im Blick behält und sie über Rückblenden in diese Gegenwartsmomentbeschreibung einfließen lässt.

Die filmische Begleitung vier außergewöhnlicher Lebenswege
Irene Langemann begleitet die ProtagonistInnen in ihr Zuhause, zu Konzerten und Wettbewerben, zu Bewerbungen bei Musikagenturen und Produzenten in Deutschland, Russland, Italien, Frankreich, Spanien, Mexiko und den Niederlanden. Hier kämpft jede/r MusikerIn für sich allein, versucht, den Wettbewerb zu gewinnen, das Konzert zu meistern, den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen. Zu anderen Zeiten treffen sich die vier, um über Musik, den unerbittlichen Konkurrenzkampf, ihre Erfahrungen damit und ihre Zukunftsträume zu sprechen. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, haben zusammen gelernt, Erfolge gefeiert und komponiert. In den vergangenen zehn Jahren hat sich vieles für sie geändert. Als Wunderkinder waren sie es gewohnt, geachtet, bewundert und gefeiert zu werden. Die Verbindungen zwischen ihnen halten bis heute, sie sind jedoch unterschiedlich und unterschiedlich tief.

Dmitri Krutogolovy, genannt Mitja
Mitja und Nikita treffen sich regelmäßig, um zusammen Musik zu machen, sich gegenseitig ihre neuen Kompositionen zu zeigen und über den Sinn des Lebens zu philosophieren, denn als Erwachsene müssen sie zum ersten Mal gegen eine massive Konkurrenz ankämpfen. Das Können allein genügt nicht mehr. Es gehört auch Schönheit und sehr viel Glück dazu, wovon vor allem Mitja nichts wissen will.
Er lebt, mittlerweile zweiundzwanzigjährig, noch bei seiner Mutter, die Musiklehrerin ist, und studiert am Moskauer Konservatorium im Fach Klavier. Er ist Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe und ihm ist bewusst, dass das allein noch keine Karriere als Pianist garantiert. Seine Mutter unterstützt und berät ihn und er nimmt ihre Hilfe gern an, scheint doch besonders er so sehr in der Welt der Musik gefangen, dass die alltäglichen Dinge des Lebens an ihm ziemlich spurlos vorbeigehen. Die Organisation von Konzerten und die Teilnahme an Wettbewerben sind in der Hand der Mutter besser aufgehoben.
Sein jüdischer Vater lebt in Israel. Mitja sieht ihn nur selten. Ist das der Grund, warum er beim Wettbewerb in Enschede, wohin der Vater reist, um ihn wiederzusehen, nicht konzentriert genug ist? Mitja sei noch jung, tröstet ihn jemand von der Jury und alle Wege stünden ihm offen. Mitja fällt weder das Klavierspielen noch das Komponieren schwer. Dass seine Mutter im gleichen Raum die Nachrichten sieht, stört ihn keineswegs. Es sei vielleicht alles zu einfach für ihn, lässt er die ZuschauerInnen nachdenklich wissen. Das berge die Gefahr, faul zu werden und nicht hart genug weiterzuarbeiten. Aber dann lächelt er schon wieder schelmisch und wendet sich seinem Klavier zu.

Nikita Mndoyants
Mitja und Nikita sprechen auch über Glauben und ihre Zukunft. Besonders für Nikita scheint Spiritualität von großer Bedeutung zu sein und es ist ihm wichtig, Mitja auch in dieser Hinsicht an seiner Seite zu wissen. Obwohl Mitja diesen Weg eher wohlwollend skeptisch beäugt, ist es für ihn selbstverständlich, seinen Freund zu begleiten und zu unterstützen. Die Persönlichkeit des Musikers wird nicht nur von der Musikwelt geprägt, in der er sich ständig aufhält. Wichtig sind auch die spirituellen Orte, die er besucht… lässt uns Nikita in diesem Film wissen.
Nikita ist derjenige, der von den Vieren bereits auf ein umfangreiches, eigenes Werkverzeichnis stolz sein kann, das bereits auf CDs erschienen und von ihm aufgeführt wurde.

Elena Kolesnitschenko, genannt Lena
Lena, heute Mutter einer etwa 8 jährigen Tochter und mit einem Musiker verheiratet, weiß, dass gerade Frauen nicht nur begabt, sondern vor allem auch schön sein müssen, um in diesem harten Geschäft zu bestehen. Sie lässt Fotos für Bewerbungen bei Musikproduzenten und Agenturen deshalb von Profis machen und schreckt auch nicht vor Aufnahmen zurück, die sexy sind.
Bei einem Treffen mit Musikproduzenten wird ihr bescheinigt, wie gut sie ist, aber gleichzeitig muss sie sich anhören, dass es fast unmöglich scheint, eine neue Pianistin ohne weltweite Erfolge bei Wettbewerben überhaupt in der Musikwelt zu etablieren. Lena setzt viele Hoffnungen in diese Wettbewerbe und als sie bei einem bereits in der ersten Runde scheitert, ist ihre Verzweiflung unübersehbar. Sie versteht die Entscheidung der Jury nicht. Zwei Mitglieder der Jury bestätigen ihren Eindruck, dass nicht ihr Können ausschlaggebend war. Lena ist die einzige, die nach Deutschland umgezogen ist, weil sie davon überzeugt ist, in diesem Land größere Chancen zu haben. Sie ist mehrfache Preisträgerin internationaler Klavier- und Kammermusikwettbewerbe und sie kämpft weiter.

Irina Tschistjakowa, genannt Ira
Sie ist mit ihren mittlerweile 18 Jahren die jüngste der vier und studiert Klavier bei dem gleichen Lehrer wie Mitja. Ihre Erfolge und auch ihre Misserfolge führten sie durch ganz Europa, bis nach Mexiko, wo sie von einem von ihrem Können begeisterten Jurymitglied nach einem Wettbewerb, bei dem sie nicht bis ins Finale gelangte, engagiert wurde.
In Mexiko endet der Film mit dem Auftritt von Ira, doch für die Musikerin hält der Traum von einer Weltkarriere weiter an.

AVIVA-Tipp: "Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder II ermöglicht einen beeindruckenden Einblick in die Lebenswelten, das Schaffen, die Zweifel, Hoffnungen und Gedanken hochbegabter PianistInnen. Der einfühlsame, kenntnisreiche und liebevolle Blick der Regisseurin ist geprägt von ihrer eigenen Biografie, was dem Film eine tiefe Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht. Sehenswert!

Zur Regisseurin: Irene Langemann, geboren in Issikkul, Gebiet Omsk/UdSSR. Studium der Schauspielkunst und Germanistik an der Tcepkin-Theaterakademie in Moskau. Seit 1990 Schauspielerin, Regisseurin und Theaterautorin in Moskau, ab 1983 Moderatorin beim Russischen Fernsehen. 1990 Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1990 bis 1996 Redakteurin bei Deutsche Welle TV Köln, seitdem freie Filmemacherin. Ein Interview mit der Regisseurin Irene Langemann finden Sie unter: www.wsws.org

Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder II
Deutschland 2009
Buch und Regie: Irene Langemann
Produzent: Wolfgang Bergmann
Redaktion: Dagmar Mielke/RBB/ARTE, Birgit Mehler/ RBB, Annemiek van Zandern/ NPS
Sound Design: Noemi Hampel
Mischung: Michael Riedmiller
ProtagonistInnen: Elena Kolesnitschenko, Irina Tschistjakowa, Nikita Mndoyants, Dmitri Krutogolovy
Weitere Mitwirkende: Enrique Bátiz, Andrej Ovchinnikov, Michael Russ
Länge: 98 Minuten
Verleih: Gmfilms Michael Höfner, http://gmfilms.de
Originalversion (englisch, russisch) mit deutschen Untertiteln
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Kinostart: 29. April 2010
www.konkurrenten-der-film.de


Kultur Beitrag vom 29.04.2010 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken