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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 10.08.2010

Männer im Wasser - Ein Film von Måns Herngren und Jane Magnusson
Elina Ioschpa

Acht knallharte Hockeyspieler stecken mitten in der Midlife-Crisis. In dieser neuen Lebensphase entdecken sie ihre feminine Seite und lassen sich von einer toughen 16-jährigen Sportlerin zu...



... Synchronschwimm-Ballerinas ausbilden.

Er ist über 40, hat seinen Job hingeschmissen, seine Frau hat ihn schon vor Langem verlassen und als Vater macht er auch keine besonders gute Figur. Nur beim wöchentlichen Unihockeytraining mit seinen Freunden ist Frederik der Held des Teams. Doch plötzlich soll auch damit Schluss sein. Einer Frauenmannschaft wird vom Sportverband die Trainingszeit zugesprochen und Frederik muss für sein Team eine neue Halle suchen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, zieht auch noch seine 16-jährige Tochter Sara bei ihm ein. Denn seine Ex-Frau geht nach London, um dort Karriere zu machen. Als alleinerziehender Vater ist Frederik mit seinen neuen Pflichten völlig überfordert. Seine Tochter fühlt sich von ihm zu Recht unverstanden. Er nimmt weder sie noch ihre Leidenschaft für das Synchronschwimmen ernst:

Frederik: Schade, dass ich dich nie für Sport begeistern konnte. Das hätte dir Spaß gemacht.
Sara: Wie bitte, ich mache keinen Sport?
Frederik: Nein, nein… ich meine Wettkampfsport?
Sara: Wir haben heute Abend einen Wettkampf!

Als Frederik Sara eines Abends vom Training abholt, lässt er sich unverhofft von der grazilen Kür der Synchronschwimmerinnen inspirieren und hat die perfekte Idee für den Junggesellenabschied seines Freundes. Er und sein Hockeyteam verkleiden sich als Kunstschwimmerinnen und feiern im Hallenbad eine ausgelassene Party. Das Video der wilden Sause wird auf der Hochzeitsfeier aufgeführt und heizt die Stimmung der Gäste an. Kaum jemand kann sich vor Lachen halten, als die Männer sich grazil einer nach dem anderen vom Beckenrand ins Wasser fallen lassen. Klar, dass eine gut betuchte Lady die Jungs als auch für ihre Pool-Party bucht. Das weckt Frederiks sportlichen Ehrgeiz. Er kommandiert seine Jungs zum Training und will bei dem Auftritt mit einer einstudierten Choreografie glänzen. Und obwohl der gewünschte Erfolg bei dem Auftritt ausbleibt und das eher gutbürgerliche Publikum mit Entsetzen reagiert, wittert Frederik eine neue sportliche Herausforderung.

Gemeinsam mit seinen Jungs will er auf das Siegertreppchen bei der ersten Synchronschwimm-WM für Männer. Mit viel Überredungsgeschick kann Frederik seine Hockey-Freunde überzeugen das erste männliche Synchronschwimm-Team Schwedens zu werden. Mit Filmaufnahmen professioneller Synchronschwimmer will Frederik die Mittvierziger zu Spitzensportlern trainieren. Sara ist von dem Interesse ihres Vaters am Synchronschwimmen überrascht. Doch die gemeinsame Leidenschaft bringt die beiden einander wieder näher. Von Frederiks sportlichem Kampfgeist lässt sie sich mitreißen und will ihrem Vater helfen aus den rauen Hockey-Jungs grazile Kunst-Schwimmer zu machen.

In wunderschönen Bildern zeigen die RegisseurInnen, wie es Sara mit viel Charakterstärke gelingt, erwachsene Männer in einen Zustand kindlicher Schwerelosigkeit zu versetzten. Mit langen Kamerafahrten wird die aufwendig inszenierte Synchronschwimm-Choreografie begleitet. Dank der Musik der schwedischen Indie-Band "The Soundtrack of Our Lives" kommt Schwimmhallenromantik auf. Das Zusammenspiel von Musik, Kameraführung und gut inszenierten Gags machen den Film zu einem unterhaltsamen Kino-Erlebnis jenseits vom üblichen Hollywood-Kitsch.

Zu den RegisseurInnen:

Jane Magnusson
wurde am 06. April 1968 in Göteborg, Schweden geboren. Sie absolvierte ihren Bachelor of Arts in Modern Culture & Media in den USA mit Auszeichnung. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Stockholm als Journalistin und Filmkritikerin für das staatliche Fernsehen, für Radio und Zeitung. Im Zuge des Trainings mit "Stockholm Konstsim Herr" produzierte und inszenierte sie seit 2003 verschiedene Dokumentationen über ihr Synchronschwimmteam, bis es 2008 zur Zusammenarbeit mit Måns Herngren für "Männer im Wasser" kam. Ihre Dokumentation über den schwedischen Politiker Ebbe Carlsson "Ebbe – the movie", bei der Jane als Autorin und Regisseurin fungierte, wurde 2009 mit dem Guldbaggen, dem schwedischen Oscar, ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt sie den Stora Journalistpriset, das schwedische Äquivalent zum Pulitzer-Preis. Und wenig verwunderlich – Jane ist mit einem Synchronschwimmer verheiratet.

Måns Herngren wurde am 20. April 1965 in Stockholm, Schweden geboren. Im Alter von 10 Jahren war er Darsteller im schwedischen Fernsehen, wo er mit 17 Jahren während der Arbeit für eine Jugendsendung Hannes Holm kennen lernte. Obwohl beide weder eine klassische Filmausbildung noch grundlegende Erfahrungen hatten, kam es zu einer inspirierenden Zusammenarbeit als Autoren- und Regieteam, die mittlerweile seit über 25 Jahren besteht. Sich gegenseitig unterstützend, entwickelten sie von 1983–1993 verschiedene TV-Serien. Dann wagten sie den Schritt zum Kinoformat und gaben 1995 mit der in Schweden erfolgreichen Komödie "One in a million" ihr Spielfilmdebüt. Darauf folgte 1997 der Kassenschlager und international vermarktete Festivalhit "Adam & Eva".

AVIVA-Tipp: Wer auf eine glaubwürdige Story verzichten kann, sollte sich den Weg des liebenswerten Männerteams zum WM-Gold nicht entgehen lassen.
Ohne große Effekte aber mit subtilem Humor und wunderbaren SchauspielerInnen ist den RegisseurInnen mit "Männer im Wasser" eine intelligente und unterhaltsame Komödie gelungen, die mit viel Feingefühl über eine kritische Lebensphase erzählt.

Männer im Wasser
Originaltitel: Allt flyter
Schweden/Deutschland 2008
Buch und Regie: Måns Herngren, Jane Magnusson
DarstellerInnen: Jonas Inde, Amanda Davin, Benny Haag, Jimmy Lindström, Kalle Westerdahl, Andreas Rothlin Svensson u.a.
Verleih: Pandora Filmverleih
Lauflänge: 100 Minuten
Kinostart: 19. August 2010

Weitere Informationen finden Sie unter: www.maenner-im-wasser.pandorafilm.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

"Hin und Her - Chaos im Doppelpack", ein Film mit Amanda Davin

Kultur Beitrag vom 10.08.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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