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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.08.2010

Ein Teil von mir - ein Film von Christoph Röhl
Miriam Hutter

Damit hätte der 16-jährige Jonas wohl nicht gerechnet: gerade noch hat er im Buchladen ein quengelndes Baby mit seinen Faxen erheitert, um wenig später zu erfahren, dass er selbst Vater werden soll.



Vicky, die Jonas auf einer Party getroffen hat und mit der ihn nichts weiter verbindet als eine gemeinsam verbrachte Nacht, ist schwanger, und er soll der Vater sein.
Jonas würde wohl einfach stillschweigend darüber hinweggehen und diese Verantwortung, die sich doch viel zu früh in sein Leben drängt, weit von sich weisen, würde nicht die sympathische Vicky die Sache selbst in die Hand nehmen.
So konfrontiert sie den zurückhaltenden Jonas immer wieder mit seiner Tochter Klara, richtet es ein, dass er Momente mit dem Baby alleine verbringen muss und lebt ihm gleichzeitig vor, wie sich die Lust am Leben und die Verantwortung für ein Kind vereinbaren lassen.
Gerade die Selbstbestimmtheit mit der Vicky ihm immer wieder vorhält, dass sie das Kind in jedem Fall auch alleine großziehen kann, bringt Jonas letztlich dazu seine Vaterrolle anzunehmen.

Mit seinem Kinodebüt erzählt Regisseur Christoph Röhl eine anrührende Geschichte, die leider streckenweise etwas schwerfällig daherkommt . Zu sehr konzentriert sich Röhl auf seine schweigsame Hauptfigur Jonas, die durchgehend seltsam unnahbar bleibt. Häufig ist Jonas auf seinem Fahrrad zu sehen, mit dem er sich in Richtung Vickys und seines Kindes und wieder weg von ihnen zu bewegen scheint. Meist sieht es wie eine Fluchtbewegung aus, mit der er sich gleichzeitig auch einem empathischen ZuschauerInnenblick immer mehr entzieht.

Wirklich überzeugend dagegen ist die Figur der Vicky, die wunderbar durch die junge Schauspielerin Karoline Teska dargestellt wird. Die frische, natürliche Art, in der sie Jonas seinem Kind näher zu bringen versucht macht die Stärke des Films aus, der gerade in den Szenen mit Vicky zu berühren vermag. Im Gegensatz zu Jonas weiß sie ganz genau was sie möchte (das Kind) und was sie nicht möchte (so enden wie ihre Mutter). Vickys Mutter, mit der sie zusammenlebt, ist ein männerhassender Vamp, die keinesfalls mit "Oma" angesprochen werden möchte und die schon lange von Vickys Vater getrennt ist. Auch Jonas´ Mutter, ist von seinem Vater geschieden: so will uns der Film gleichzeitig einen Einblick in die vaterlosen Familien Deutschlands geben und zeigt uns eine Jugend, die Hoffnung keimen lässt, indem sie es anders macht als ihre Eltern.

AVIVA-Fazit: Die Geschichte um eine Teenagerschwangerschaft, die für sich genommen durchaus interessant ist, wird in Christoph Röhls Film zu einer Geschichte von einem Jungen, der auf seinem Fahrrad vor seiner Verantwortung zu flüchten versucht. Auch das wunderbare Spiel der Schauspielerin Karolina Teska kann die reduzierte Handlung letztlich nicht wettmachen.

Zum Regisseur: Christoph Röhl wurde in Brighton, England geboren. Der Deutsch-Brite hat in Manchester und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studiert. Er arbeitete als Regisseur für mehrere Serien und Spielfilme für BBC und realisierte eigene Kurzfilme (In Your Shoes, Fivefortyfive, Butterfly World und Fast Learners ) mit denen er großen Erfolg hatte. So gewann er den Max-Ophüls-Kurzfilm Preis, den Gold Plaque des Chicago International Film Festivals und den Deutschen Kurzfilmpreis in Silber.
link


Ein Teil von mir
Verleih: good!movies
www.goodmovies.de
Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Französisch (optional)
Regie: Christoph Röhl
Drehbuch: Philippe Longchamp, Christoph Röhl
DarstellerInnen: Ludwig Trepte, Karoline Teska, Lena Stolze, Julia Richter, Jennifer Ulrich
FSK: ab 0Jahren
VÖ: 20. August 2010
Gesamtspieldauer: 85 Minuten
www.derfilm-einteilvonmir.de

Kultur Beitrag vom 16.08.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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