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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.07.2008

Red Road
Anna-Lena Berscheid

Andrea Arnold erzählt in ihrem in Cannes prämierten Spielfilmdebut die Geschichte zweier Menschen, die nach einer ersten traumatischen Begegnung erneut aufeinander treffen. Ab 17.07.2008 im Kino.



Jackie Morrison (Kate Dickie) arbeit bei "City Eye Control" in Glasgow. Ihr Job ist es, die in der gesamten Stadt verteilten Überwachungskameras zu bedienen und auffällige Ereignisse der Polizei zu melden. Sie lebt allein und führt, bis auf geradezu entwürdigenden Sex im Lieferwagen eines Bekannten, ein einsames und zurückgezogenes Leben. Ihr Ehemann sowie ihre Tochter Sorcha sind tot. Mehr erfahren die ZuschauerInnen nicht über Jackie.

Eines Tages erscheint ein Mann (Tony Curran) auf ihrem Bildschirm, der ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Clyde Henderson wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und versucht, sein altes Leben in der Red Road, einem heruntergekommenen Viertel in Glasgow, wieder aufzunehmen. Jackie kennt Clyde noch aus früheren Zeiten. Sie findet ihn und nähert sich ihm an. Ihr Ziel ist es, ihn mit der gemeinsamen Vergangenheit zu konfrontieren.

"Red Road" ist ein sehr ruhiger Film. Über weite Strecken fällt kein einziges Wort, dann erzählen nur die intensiven Bilder die Geschichte weiter. Sie zeichnen zugleich ein bedrückendes Bild der Stadt Glasgow. Eine Stadt, in der scheinbar jede Ecke akribisch per Kamera überwacht wird. Diese Dystopie vom "Großen Bruder", die Orwell in "1984" prophezeite, scheint im 21. Jahrhundert nun wahr geworden zu sein.

Der Film ist Bestandteil der Trilogie "Advance Party", die der "Dogma" Reihe Lars von Triers ähnlich ist und auch von ihm initiiert wurde. Umgesetzt wird das Projekt von Sigma Films (Schottland) und Zentropa (Dänemark). Das Konzept sieht vor, dass die gleiche Gruppe von neun Charakteren in drei unterschiedlichen Filmen verarbeitet wird, alle Produktionen sind gleichlang und spielen in Schottland. Regie und Produktion liegen in den Händen von DebutantInnen. Andrea Arnolds Film ist der erste Teil von "Advance Party", die folgenden Teile werden von Morag McKinnon (Glasgow) und Mikkel Nørgaard (Kopenhagen) realisiert.

Zur Regisseurin: Andrea Arnold hat vor ihrem Spielfilmdebut drei prämierte Kurzfilme gedreht: "Wasp" (2003) wurde vom Guardian als "sozialrealistische Filmpoesie" beschrieben und gewann 37 internationale Auszeichnungen, darunter 2005 den Oscar für den besten Kurzfilm und den Jury Preis in Sundance. "Dog" (2001), ebenfalls mehrfach prämiert, wurde von der Times als "trostloses Juwel" charakterisiert. "Milk" (1998) lief in Cannes im Wettbewerb und wurde im Filmreview als ein "außergewöhnlicher Kurzfilm" bezeichnet.

AVIVA-Tipp: Durch die eher spärlichen Dialoge hat "Red Road" zwar eine starke bildliche Intensität, jedoch bleiben die beiden Hauptcharaktere, Jackie und Clyde, dadurch seltsam distanziert. Wenngleich die Handlung vorhersehbar geraten ist, erweckt die Thematik der allgegenwärtigen staatlichen Überwachung beim Zuschauen ein beklemmendes Gefühl.

Red Road
Fugu-Filmverleih Berlin
Schottland, 2008
Regie: Andrea Arnold
Drehbuch: Anders Thomas Jensen
DarstellerInnen: Kate Dickie, Tony Curran, Martin Compston, Natalie Press, Paul Higgnis u.A.
Dauer: 113 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren beantragt
www.fugu-films.de
www.redroadfilm.net

Kultur Beitrag vom 25.07.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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