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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 29.10.2010

Izis - Paris der Träume
AVIVA-Redaktion

Der humanistische Fotograf Izis ist in Europa weitgehend unbekannt geblieben. Anlässlich seines 100. Geburtstages zeigen das Institut Français Berlin und der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V...



... 300 seiner Werke, um den Künstler auch in Deutschland populär zu machen.

Am 17. Januar 1911 wurde Israëlis Bidermanas in Litauen geboren, schon mit 19 Jahren verließ er sein Heimatland um im "Paris seiner Träume" sein Glück zu finden. Dort eröffnete er ein Studio und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Portraitfotografie. Die Zeit der deutschen Besatzung verbrachte er im Limousin. Später nahm er das Pseudonym "Izis" an und machte sich einen Namen, indem er Porträts der französischen WiderstandskämpferInnen schoss.

Nach dem Krieg war er als freier Journalist tätig und arbeitete ab 1949 als Pressefotograf für die Zeitschrift "Paris Match". Sein erstes Buch veröffentlichte er 1950 unter dem Titel "Paris des Rêves", welches ein großer Erfolg wurde. Für diese Veröffentlichung hatte er einige SchriftstellerInnen darum gebeten, seine Fotos mit ihren Texten zu unterstreichen. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er noch viele solcher Bücher, von denen unter anderem "Le Cirque d´Izis" von 1965 und sein Buch von 1968 über Chagall, einen persönlichen Freund, zu nennen sind. 1951 war Izis als einer der fünf "French Photographers" im MoMA in New York zu sehen. Er war vor allem dank seiner Portraits von Persönlichkeiten wie Jean Cocteau, Colette und Édith Piaf bekannt geworden.

1980 starb Izis in Paris. Bis zum Schluss hatte er sich geweigert, seine Werke auch in Berlin zu präsentieren. Sein Sohn, Manuel Bidermanas, wünscht sich nun, das zu tun, was sein Vater nie tun konnte. Das Werk seines Vaters in Berlin zu zeigen, "dem Zentrum der europäischen kulturellen Ausstrahlung". Der runde Geburtstag des Künstlers wird nun mit einer Doppelausstellung gefeiert. Im Institut Français Berlin sind Aufnahmen zur Reihe "Izis und das Portrait, Chagall und Zirkustraum" (1949–1965) zu sehen. Zeitgleich zeigt die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus Fotografien wie den "Traum vom Paradies" (1950-1953), den "Londoner Traum" (1952-1953) oder "The Queen´s People" von 1953.

Die Werke werden im Rahmen des 4. Europäischen Monats der Fotografie Berlin 2010 gezeigt. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit.


Izis – Paris der Träume. Doppelausstellung:

Willy-Brandt-Haus

Stresemannstr. 28
10963 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei, Ausweis erforderlich

Institut Français Berlin
Kurfürstendamm 211
10719 Berlin
Öffnungszeiten: Mo. 14-18 Uhr, Di. und Fr. 14-19 Uhr, Mi. und Do. 12-19 Uhr, Sa. 11-15 Uhr
Eintritt frei

Beide Ausstellungen sind bis zum 23. Januar 2011 zu sehen.

Weitere Infos zur Veranstaltung unter:

und www.institut-francais.fr

(Quellen: Institut Français und arts.jrank.org)

Kultur Beitrag vom 29.10.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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