Was du nicht siehst. Kinostart: 07. Juli 2011 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.07.2011

Was du nicht siehst. Kinostart: 07. Juli 2011
Clarissa Lempp

Ein Familienurlaub an der französischen Atlantikküste verwandelt sich für den 17-jährigen Anton in einen gespenstischen Psycho-Trip. Mit Bibiana Beglau Alice Dwyer, Frederik Lau und Ludwig Trepte.



Vor der imposanten Landschaft der französischen Atlantikküste inszenierte Wolfgang Fischer einen Sommer-Thriller par excellence. Der junge Anton fährt mit seiner Mutter und deren neuen Freund in den Urlaub. Die beiden Erwachsenen scheinen mit sich beschäftigt und so verbringt Anton die meiste Zeit allein mit seinem Hund. Als Anton im Nachbarsgarten einen Ball sucht, begegnet er den beiden Jugendlichen Katja und David. Zu dritt entdecken sie die Landschaft und die Freuden des unbeobachteten Teenager-Seins. Schnell vertraut sich Anton den beiden an, schließlich verbindet sie alle der Verlust eines Elternteils. Antons Vater nahm sich das Leben. Immer mehr spinnen die drei ein absurdes Spiel um Begehren und Tod und schon bald entsteht eine explosive Spannung zwischen dem Dreiergespann. David wird immer aggressiver, während Anton sich zu Katja hingezogen gefühlt. Obwohl Katja und David ein Paar zu sein scheinen, lässt sie sich auf Anton ein und es zeigt sich, dass Katja und David noch ein anderes Geheimnis teilen. Als David schließlich Antons Hund in seine morbiden Spiele zieht, ist die Tragödie nicht mehr abwendbar.

Das gläserne Haus an der Steilküste, die Wälder, die nebelbehangen und dunkel hinter dem Strand liegen - schnell wird klar, an diesem Ort lauert etwas, etwas Unheimliches und auch Antons neue FreundInnen geben sich mehr als geheimnisvoll. Was zunächst wie die Geschichte eines Jugendfilms daherkommt, die Neukonstitution als Familie mit einem neuen Lebenspartner, der Verlust des Vaters, wird immer wieder von horrorfilmgleichen Szenen durchbrochen. So schleicht sich die Kamera aus der Dunkelheit in Antons Zimmer und der seltsam vernachlässigte Garten des Nachbarhauses scheint verlorene Dinge magisch anzuziehen. Auch Anton selbst nimmt immer seltsamere Züge an und scheut sich auch nicht, nachts in das Nachbarhaus einzudringen, um seinen schlafenden Freunde zu beobachten. Immer mehr verschwimmen Realität und Wahrnehmung zu einer alptraumhaften Szenerie.

Fischer setzt in seinem Debüt auf eine eindringliche Kameraarbeit, die mit stilisierten Bildern die geheimnisvolle Stimmung der Landschaft einfängt. Auch die Besetzung ist hochkarätig. Bibiana Beglau beeindruckt als zerrissene Mutter, die zwischen Trauer und Neuanfang strauchelt und doch in eine seltsame Starre verfallen ist. Die Max-Ophüls-PreisträgerInnen Alice Dwyer und Ludwig Trepte sowie der Grimme-Preis-Träger Frederick Lau glänzen als gefährliche ménage à trois, die sich immer mehr von der Wirklichkeit entfernt.

AVIVA-Tipp: "Was du nicht siehst" bewegt sich zwischen magischem Realismus und Mystery-Thriller. Die hervorragende Besetzung und das Spiel der Kamera halten die Spannung bis zum Ende. Mit der Genre-Wahl ist Fischer eine außergewöhnliche, und ausnehmend gute, Arbeit im jungen deutschsprachigen Film gelungen.


Was du nicht siehst
Deutschland, Österreich 2009
Regie und Drehbuch: Wolfgang Fischer
DarstellerInnen: Alice Dwyer, Bibiana Beglau, Ludwig Trepte, Andreas Patton, Frederik Lau
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Isabel Meier
Verleih: W-Film
Lauflänge: 89 Minuten
Kinostart: 07.07.2011

Mehr zum Film: was-du-nicht-siehst.de

Ein Interview von Bibiana Beglau zum Film:
www.youtube.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

57 Minuten 38 Sekunden Ewigkeit mit Bibiana Beglau


Kultur Beitrag vom 07.07.2011 Clarissa Lempp 

   




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