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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.08.2011

Taste the Waste. Eine Dokumentation von Valentin Thurn. Kinostart 08. September 2011
Britta Leudolph

In unserer Wohlstandsgesellschaft werden über die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen. Aber wer macht aus all den Waren Müll und welche Konsequenzen hat diese Form der Wirtschaft für ...



... die Ernährung von sieben Milliarden Menschen und für das Klima auf der Erde? Valentin Thurn findet vielfältige Antworten bei den unterschiedlichsten Menschen und zeigt Alternativen auf, die diese Verschwendung zumindest eindämmen können.

In West-Europa und Amerika sind die Menschen es gewohnt, im Supermarkt grundsätzlich gefüllte Regale vorzufinden, und zu jeder Jahreszeit sind alle Produkte erhältlich, von Erdbeeren über Äpfel hin zu Bananen, kaum ein Mensch weiß noch, zu welcher Zeit bestimmte Produkte in der Region angebaut werden. Alles ist immer in tadellosem Zustand. In den Bäckereien sind die Brotstände auch zum Abend hin prall gefüllt, alles scheint immer im Überfluss vorhanden. Die Handelsketten haben ihre KundInnen soweit erzogen, dass sie nur in den seltensten Fällen zu Gemüse greifen würden, das nicht mehr ganz so frisch aussieht oder kleinere Fehler aufweist. In der Regel werden KundInnen diese Waren in den Supermärkten gar nicht erst vorfinden.

Doch was ist der Preis für diese Form der Wirtschaft? Valentin Thurn erforscht in seiner Dokumentation, was mit all den Waren passiert, die nicht den gängigen Handelsklassen entsprechen. Sie landen auf dem Müll.

Thurn reiste für seine Recherchen um den Globus, in Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den USA trifft er Menschen, die diese irrsinnige Verschwendung stoppen wollen.

In Deutschland spricht er mit Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, einem Bauern, dem es das Herz bricht, dass er Kartoffeln, die zu klein oder zu groß sind oder kleinere Fehler aufweisen, nicht ernten kann, da er dafür im Handel keine AbnehmerInnen findet, sie bleiben auf dem Feld liegen und verrotten. Der Bauer ist froh, wenn Menschen aus seiner Region die liegengebliebenen Kartoffeln ernten und mit nach Hause nehmen.
Thurn besucht in Frankreich die Pariser Tafel ANDES, wo die aus Kamerun stammende Véronique Abouna Ndong Lebensmittel sortiert, die vom Pariser Großmarkt Rungis aussortiert wurden. Véronique gerät immer wieder mit ihrem Vorgesetzten darüber in Streit, was noch verwertbar ist und was nicht. Und immer wieder ist sie fassungslos über die grassierende Verschwendung, an der sich die wenigsten zu stören scheinen.

Die Dokumentation "Taste the Waste" blickt auf die Folgen für die Welt, die eine Wirtschaft nach sich zieht, die fünfzig Prozent der erzeugten Lebensmittel wegwirft und als Müll deklariert. Westliche Bevölkerungen kaufen ihre Waren auf dem gleichen Weltmarkt auf dem auch Entwicklungsländer kaufen. Würde weniger weggeworfen, müsste weniger gekauft werden und Preise blieben auch für Menschen aus armen Regionen niedriger.

Zum Regisseur: Valentin Thurn, geboren 1963 in Stuttgart, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er war Autor und Regisseur zahlreicher Fernsehdokumentationen für diverse öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten wie ZDF, Arte oder den WDR. Er ist Herausgeber der Sachbücher "WüstenErde", "Klassenfeind Natur " und "Adressbuch Umweltverbände Osteuropa". Zudem lehrte und referierte er für das Goethe-Institut in Bombay/Indien, für die Stiftung Alemán in Mexico und diverse andere Organisationen. Er erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen.

AVIVA-Tipp: Verschwendung ist schon lange eine Begleiterscheinung unseres Lebensstils. Früchte und Gemüse, die keiner Handelsklasse entsprechen sind mittlerweile vielen VerbraucherInnen suspekt, allein aus dem Grund, dass sie sie gar nicht mehr kennen. Konsequenter Weise kommen sie gar nicht erst in die Märkte, sondern werden bei der Ernte liegen gelassen. Gleichzeitig sind viele Lebensmittel so billig, dass es kaum wehtut, sie wegzuschmeißen. "Taste the Waste" nimmt sich umfangreich dieser Thematik an und zeigt auf, wie westeuropäische KonsumentInnen mit ihrem Verhalten dafür verantwortlich sind, dass in ärmeren Regionen lebenswichtige Produkte unerschwinglich geworden sind. Valentin Thurn lässt in seiner denkwürdigen Dokumentation aber auch viele Menschen zu Wort kommen, die sich gegen diesen organisierten Wahnsinn engagieren.

Taste the Waste
Deutschland 2011
Regie und Autor: Valentin Thurn
Kamera: Roland Breitschuh
Schnitt: Birgit Köster
Musik: Pluramon
Länge: 88 Minuten
Format: 1:1,85
Sprache: Deutsch, zum Teil mit deutschen Untertiteln
Weltpremiere: 61. Berlinale, 18.Februar 2011-08-30
Kinostart: 08. September 2011
Verleih: W-Film
www.tastethewaste.com

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Kultur Beitrag vom 30.08.2011 Britta Leudolph 

   




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