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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 14.06.2011

Noise and Resistance - Voices from the DIY underground - Ein Film von Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag. Ab 27. Januar 2012 auf DVD
Undine Zimmer

"Lärm und Widerstand" ist das Motto eines Dokumentarfilms über die DIY (Do It Yourself) Punk-Szenen in Europa, die sich politisch und aktiv mit ihrer Gesellschaft auseinandersetzen. Anarchie und...



... Punk, das war einmal. Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag führen uns einen Underground vor Augen, der die Mehrheitsgesellschaft in Vielem bereits überholt hat.

Sie haben Dreadlocks, sind tätowiert und tragen schwarz, knallig bunt oder oben ohne. Da ist der sehnige Penny Rimbaud, eine Ikone aus der Anfangszeit der DIY-Bewegung in den 1970ern in England. Auf einer Wiese liegend erzählt er davon, was ihn und seine Band CRASS damals angetrieben hat und wie er seine Philosophie noch heute lebt. CRASS haben mit ihrem politischen Aktivismus damals viele Bands inspiriert. Noch heute wohnen die GründungsmitgliederInnen, der Musiker Penny Rimbaud und die Künstlerin Gee Vaucher, im CRASS-Haus mit eigenem Gemüsegarten.

DIY hat also etwas mit "machen" zu tun. Vor allem mit "gemeinsam machen". Ob ein Musikfestival in Spanien organisiert wird, eine ganze Jugendbewegung in Russland sich entwickelt oder eine Band auf Tournee geht und immer weiter tourt. Der Zuschauerin wird bald klar: Musik ist das verbindende Element, aber es geht um die Lebenseinstellung. DIY ist eine Art sich auszudrücken, Gefühlen eine Form zu geben und das Leben selbst in die Hand zu nehmen, ob durch Punk, Rock oder HipHop ist eigentlich zweitrangig. Auch das queere Wohnprojekt "Schwarzer Kanal" in Berlin versucht mitten in der Großstadt das DIY-Konzept soweit wie möglich umzusetzen. Das ist nicht immer einfach. Wieder ist ein Musikfestival ein verbindendes Element, zwischen den unterschiedlichsten Persönlichkeiten.

Hinter den vielen Interviews, Konzertmitschnitten und Portraits spürt man die Sympathie der Regisseurinnen gegenüber ihren ProtagonistInnen. Deutlich wird auch, dass jedes der Bandmitglieder seine eigene Geschichte und eigenen Weg mitbringt. Manchmal klingen die Wünsche "Etwas zu verändern", "einen Unterschied machen" sehr allgemein. Nach und nach wird der Zuschauerin jedoch das Engagement bewusst, das die Bands in verschiedenste uneigennützige Projekte stecken. Zum Beispiel in das schwedische Projekt "Illegal Punk", das Illegale EinwandererInnen in Schweden unterstützt.

Manche Projekte haben ganz klare Ziele. In Spanien, werden die Bands Teil einer Bewegung, die sich gegen ungerechte Verteilung wehren will, gegen Korruption, schlecht bezahlte Arbeit, schlechte Zukunftsaussichten für die jungen Menschen. In Russland werden Punks, besonders AnhängerInnen der Band "What We Feel" zu AktivistInnen für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Toleranz in einer Diktatur. Drohungen sind für sie eine Realität. Ihre Messer tragen sie in den Hosentaschen, um im Ernstfall das eigene Leben verteidigen zu können.

Über die Regisseurinnen:
Julia Ostertags
erster großer Erfolg, war die Teilnahme auf der Berlinale 2005 mit "Gender X", einem Dokumentarfilm über Drag Queens und Transgenderpersönlichkeiten in Berlin. Julia Ostertag ist bekennende Undergroundfilmemacherin und fokussiert ihr Kameraauge immer dort, wo es um Themen geht, über die man nicht gerne spricht.
Weitere Infos unter: www. julia-ostertag.de
Francesca Araiza Andrade ist Kamerafrau und Videoaktivistin. Sie beschäftigte sich mit politischen Gefangenen in Griechenland, Bi-Nationalen Ehen in Deutschland oder Anti-AtomaktivistInnen. Der Dokumentarfilm "Noise and Resistance" ist ihr erster Langfilm als Regisseurin.

AVIVA-Tipp: Immer Anti? Hauptsache laut und störend? Weit gefehlt, "Do It Yourself" ist die Devise des Untergrundes. Die beiden Regisseurinnen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag haben DIY-Szenen in Schweden, Russland, England, Niederlanden, Deutschland und Spanien aufgesucht. Alternative Lebenskonzepte, Antirassismus und "Etwas anders machen" bekommen in den unterschiedlichen Szenen ganz verschiedene Bedeutungen. Allen geht es aber um weit mehr als Musik. Es geht um eine Gemeinschaft, um den Mut, etwas selbst anzupacken und die bestehende Gesellschaft zu hinterfragen. Ob für ökologisches Wohnen, gegen Korruption oder für die Meinungsfreiheit, jede der vorgestellten Bands hat etwas zu sagen. Und es lohnt sich, ihnen zuzuhören, denn was sie sagen, meinen sie ernst.

Noise and Resistance
Deutschland, 2011
Regie: Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag
Kamera: Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag
Mitwirkende: Active Distribution, Antimaster, Crass, Disfear, Fall Of Efrafa, La Casa Fantom, Personangrepp, Politzek, Radical Cheerleading, Rubella Ballet, Schwarzer Kanal Berlin, Seein Red, Sju Svara Ar, Sookee, Tom Sawyer, Transicion, Vald, Vicious Irene, What We Feel
Verleih: Neue Visionen Filmverleih GmbH
Technische Daten:
Vertrieb: Indigo
Bestell-Nr.: Indigo DV 958878
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 87 min
Tonformat: Dolby Digital 2.0/5.1
Bildformat: 16:9
Sprachen: Originalfassung in Englisch, teilweise Spanisch & Russisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Extras: 32 min nicht verwendete Szenen, 21 min erweiterte Interviews mit Gee
Preis: 15,99,- Euro
Auf DVD ab 27. Januar 2012

www.noise-resistance.de


Kultur Beitrag vom 14.06.2011 Undine Zimmer 

   




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