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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.09.2008

Luisa Williams in DayNightDayNight
Franziska Nixdorf

Eine 19-jährige Frau bereitet sich, isoliert von der Außenwelt, auf ein Selbstmordattentat am Times Square in New York City vor und ist bereit, mit einer Rucksackbombe Hunderte Menschen mit...



...in den Tod zu reißen.

Ohne ihre Motive zu erfahren, werden die FilmzuschauerInnen ZeugInnen, wie sich die namenlose Unbekannte (Luisa Williams), die weder durch einen Akzent, noch durch optische Merkmale einer bestimmten ethnischen Gruppe zuzuordnen ist, auf ein Selbstmordattentat auf dem Times Square vorbereitet. Zwei Tage und zwei Nächte lang verfolgt die Kamera jeden Schritt der jungen Frau, die isoliert von der Außenwelt in einem Hotelzimmer auf Anweisungen einer terroristischen Organisation wartet. Sie wird neu eingekleidet und erhält einen schweren Rucksack, der die Bombe enthält, die zahlreichen Menschen in New York City das Leben kosten soll. Doch einsam und allein in der Millionenmetropole überwältigen sie die Menschenmassen, der Großstadtlärm und die gewaltigen Bauwerke. An einem belebten FußgängerInnenübergang, an dem sie den Zünder betätigen soll, bleibt sie stehen und wartet auf die Grünschaltung der Ampel.

Der Film "DayNightDayNight" von der Produzentin und Regisseurin Julia Loktev zeigt auf minimalistische Art und Weise die Geschichte einer jungen Frau, deren Herkunft, Beweggründe und familiäre Situation zu keinem Zeitpunkt eine Rolle spielen. Lediglich ihre Tat und die dazu benötigten Vorbereitungen stehen im Mittelpunkt. Doch auch hier bleibt den ZuschauerInnen der Blick auf die Bombe verwehrt. Der Film lebt weniger von den Monologen und Dialogen, als vielmehr von der Gestik und Mimik der Schauspielerin Luisa Williams. Sie ist in der Lage, allein mit ihren Augen Angst und Entschlossenheit gleichermaßen auszudrücken und zu verdeutlichen, dass ihre Rolle der Bombenattentäterin nur ein Ziel verfolgt: Den eigenen Tod und den zahlreicher anderer Menschen.

Zu Julia Loktev: Die amerikanische Filmregisseurin und Videokünstlerin wurde 1969 in St. Petersburg (Russland) geboren und immigrierte mit ihrer Familie im Alter von neun Jahren in die USA. Sie studierte in Montreal und später an der New York University, an der sie ihren eigenständig produzierten Dokumentarfilm "Moment of Impact" als Abschlussarbeit einreichte. Für die Dokumentation, die das Familienleben mit ihrem schwer behinderten Vater zeigt und ein Teil der "permanent film collection" im Museum of Modern Art ist, erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Julia Loktevs erstellte multiple-screen Video-Installationen wurden in vielen Galerien, wie im Mito Art Tower in Japan und im Haus der Kunst in München, ausgestellt. Ihren ersten Spielfilm "DayNightDayNight" produzierte die in New York lebende Künstlerin im Jahre 2006.

AVIVA-Tipp: Gänsehautgarantie bietet "DayNightDayNight" für alle, die für Dramatik und Psychothriller zu begeistern sind. Bis in die letzte Sekunde liegt eine Spannung in der Luft, die kaum zu übertreffen ist. Dabei gibt der Film keine Antworten darauf, aus welchen Gründen diese Frau sich und andere opfern will, sondern zeigt lediglich, wie stark skrupellos erscheinende Entschlossenheit auch von Angst und Verletzlichkeit gekennzeichnet sein kann.

DayNightDayNight
USA/D 2006
Regie: Julia Loktev
Darstellerin: Luisa Williams
Verleih: Peripher Filmverleih
Laufzeit: 90 Minuten
Kinostart: 25. September 2008

Weitere Informationen zum Film finden Sie unter:
www.peripherfilm.de

Kultur Beitrag vom 22.09.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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