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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 29.01.2012

62. Berlinale vom 9. bis zum 19. Februar 2012, TEDDY AWARDs am 17. Februar 2012
Tatjana Zilg, Sharon Adler

In und vor den Kinosälen rund um den Potsdamer Platz und an weiteren ausgewählten Orten wie dem Haus der Berliner Festspiele wird es wieder turbulent. Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa ...



... werden als Jury-Mitglieder erwartet.

Die Tochter des KünstlerInnen-Traumpaars Serge Gainsbourg und Jane Birkin kann selbst auf ein umfangreiches Werk verweisen. Als Schauspielerin und als Sängerin bereichert Charlotte Gainsbourg die Kulturwelt mit Ausnahmeproduktionen, die stets lange im Gedächtnis bleiben, gerade wenn sie so schön verstörend sind wie ihre Rollen in "Melancholia" (Regie Lars von Trier, Bester Film Europäischer Filmpreis 2011) und "The Tree" (Regie Julie Bertucelli 2010). Nicht nur als Vorfreude-Bote für ihren Berlinbesuch erschien im Januar 2012 ihr viertes Album "Stage Whispers"

Auch Barbara Sukowa, preisgekrönte deutsche Film- und Theaterschauspielerin, startete parallel eine Karriere als Sängerin, nachdem sie sich auf der Kinoleinwand durch ihre Rollen in Filmen von Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta einen Namen gemacht hatte. 1991 war sie ebenfalls in einer Regiearbeit von Lars von Trier zu sehen, in seinem düsteren Thriller "Europa". Ihre große Ausdrucksstärke bewies sie vor einigen Jahren auch in reiferen Rollen wie in "Die Entdeckung der Currywurst" (Regie Ulla Wagner 2008, Preis als Beste Darstellerin in Montreal) und "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" (Regie Margarethe von Trotta 2009).

Nina Hoss wieder mit dabei im Wettbewerb

Gemeinsam in dem achtköpfigen Jury-Team um Top-Regisseur Mike Leigh entscheiden Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa über die Vergabe der begehrten Goldenen und Silbernen Bären im Wettbewerb. Unter anderen gehen dort die neuen Regiearbeiten von Christian Petzold ("Barbara" mit Nina Hoss in der Hauptrolle), Hans-Christian Schmid ("Was bleibt" mit Corinna Harfouch und Lars Eidinger in den Hauptrollen) und der Schweizerin Ursula Meier ("L´enfant d´en haut", 2009 Auszeichnung mit dem Schweizer Filmpreis für ihren Spielfilm "Home") ins Rennen.

Benoît Jacquots "Les Adieux à la reine" eröffnet die 62. Berlinale

Der mit internationalen Stars wie Diane Kruger ("Inglourious Basterds"), Léa Seydoux ("Midnight in Paris") und Virginie Ledoyen ("L´armée du crime") besetzte Historienfilm "Les Adieux à la reine" wird am 9. Februar 2012 im Berlinale Palast als Weltpremiere die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnen.

Der französische Regisseur Benoît Jacquot ("Tosca", "Villa Amalia", "Au fonds des bois" u.v.m.) schildert in seiner Verfilmung des gleichnamigen preisgekrönten Romans von Chantal Thomas die ersten Tage der Französischen Revolution aus der Sicht der DienerInnenschaft in Versailles. So entsteht ein dramatisches Geschichtsbild mit ironischen Zwischentönen, das auch Parallelen zur Gegenwart zeigt.

Ehrenbär für Meryl Streep

Eine Bären-Preisträgerin steht schon fest und wird von den Autogramm-Jägerinnen sehnsüchtig auf dem Roten Teppich erwartet: Die US-amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Meryl Streep wird am 14. Februar 2012 anlässlich der Vorstellung ihres jüngsten Kinofilms "Die Eiserne Lady" (Regie Phyllida Lloyd, Großbritannien 2011) über die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher im Berlinale-Palast mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt. Meryl Streep wirkte in mehr als 40 Filmen mit und gilt als eine der talentiertesten und vielseitigsten Schauspielerinnen weltweit.

"Wir freuen uns, einen Weltstar und eine so außergewöhnliche Künstlerin wie Meryl Streep mit dem Goldenen Ehrenbären auszeichnen zu dürfen. Ihr Talent, das mit Leichtigkeit zwischen dramatischen und komödiantischen Rollen wechselt, hat vielfältige Facetten", sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Im Rahmen der Hommage an Meryl Streep werden sieben weitere Filme mit ihr in der Hauptrolle gezeigt, darunter "Kramer gegen Kramer" (Regie Robert Benton 1979, mit Dustin Hoffman) und "Jenseits von Afrika" (Regie Sidney Pollack 1985).

Wie immer erscheinen etliche Film-Berühmtheiten auch im Rahmenprogramm außerhalb der Konkurrenz des Wettbewerbs und sorgen für Glamour und Hollywood-Flair. Mit Spannung erwartet werden darf das Regiedebüt von Angelina Jolie . "In The Land Of Blood And Honey" feiert seine Premiere am neuen Berlinale-Spielort Haus der Berliner Festspiele, welches durch sein Theaterflair und vielen Bars ein stilvolles Ambiente hierfür bietet.

Neben diesen großen Glanzlichtern, für die frau sich allerdings oft früh in der Warteschlange vor dem Berlinale-Kassenhäuschen einreihen oder fingerfertig im Internet vorbestellen muss, gibt es zahlreiche weitere Filmperlen in den anderen Sektionen zu entdecken.

Panorama

Das Panorama präsentiert insgesamt 53 Langfilme, davon im Hauptprogramm 18 Spielfilme, 15 im Panorama Special und 20 Filme im Panorama Dokumente. Ergänzt werden einige Themen in Langfilmen durch vier Vorfilme.
Unter anderen kehrt die Japanerin Naoko Ogigami nach ihrem Erfolg von 2008, "Megane (Glasses)", mit "Rentaneko (Rent-a-Cat)" ins Panorama zurück, der bezaubernden Geschichte einer jungen Frau, die einsamen Menschen Katzen verleiht. Die Französin Héléna Klotz zeigt "L´âge atomique (Atomic Age)" über eine gefühlsintensive Pariser Clubnacht.
Bereits in Sundance zu sehen war das vielgelobte Debüt "My Brother The Devil" von der walisisch-ägyptischen Newcomerin Sally El Hosaini, die den Fokus ihrer Story auf die Anziehungskraft von Straßengangs auf zwei jugendliche Brüder in London setzt.
Der israelische Regisseur Ami Livne, 2010 Teilnehmer beim Berlinale Talent Campus, stellt sein Spielfilmdebüt "Sharqiya" vor, eine Koproduktion aus Israel, Frankreich und Deutschland.

Zwei Dokumentationen über starke Frauenpersönlichkeiten, die durch hohe Authentizität, Engagement und ein innovatives Werk die Welt bewegen, stechen in der Reihe Panorama Dokumente hervor:
"Audre Lorde - The Berlin Years 1984 to 1992" von Dagmar Schultz über die afroamerikanische Polit- und Kultur-Akteurin Audre Lorde und "Marina Abramovic - The Artist is Present" von Matthew Akers über die in die US migrierte serbische Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die aufgrund ihres außergewöhnlichen Erfolgs zu einer Retrospektive im New Yorker Moma eingeladen wird und dort - vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen - ihre eigene Präsenz zum Kunstwerk werden lässt.

Forum
Im Forum wird frau auf der Suche nach weiteren Höhepunkten für den eigenen Berlinale-Terminplaner fündig:
Die Österreicherin Anja Salomonowitz konnte die geniale Corinna Harfouch gewinnen für die Hauptrolle des Beziehungsmelodrams "Spanien" über eine Restauratorin, deren Partner nach der Trennung nicht loslassen kann, während sie sich zu einem jungen Kollegen hingezogen fühlt.

Silvina Landsmann aus Israel kommt für die Weltpremiere ihres Films "Bagrut Lochamim (Soldier / Citizen)" nach Berlin.

Als Forum Special Screening kann das Werk der legendären amerikanisch-jüdischen Regisseurin Shirley Clarke neu erlebt werden. Die restaurierten Fassungen ihrer Filme "The Connection" und "Ornette: Made in America" werden ergänzt durch ein Werkstattgespräch mit dem Restaurator Dennis Doros gezeigt.

Seine internationale Premiere im Rahmen des Kulinarischen Kinos feiert die Doku "Oma & Bella", ein Film von Alexa Karolinski (Screenings am 16. und 17. Februar 2012).
Der Film dokumentiert die jahrzehntelange Freundschaft zweier jüdischen Frauen in Berlin: Die beiden teilen nicht nur eine außergewöhnliche Geschichte, sondern halten diese mit Humor und guter jiddischer Küche lebendig. Der Film begleitet die Freundinnen durch ihren Alltag, beobachtet sie bei ihren täglichen Routinen, lauscht ihren Gesprächen über Herkunft, Identität und Erinnerung. Dabei zeichnet er die mutige Entscheidung der beiden Holocaust-Überlebenden nach, Deutschland zur Heimat zu machen, sich und ihr Leben in jüdischer Tradition neu zu erfinden. Der Film illustriert, wie es den zwei Frauen gelingt, durch die Zubereitung der Gerichte ihrer Kindheit Tradition lebendig zu halten und Erinnerung zu teilen. Essen, so wird deutlich, bedeutet Erinnern, Lieben und Gegenwart.

Special Teddy 2012 an Ulrike Ottinger und Mario Montez - das Programm des 26. TEDDY AWARD am 17. Februar um 21 Uhr im Flughafen Tempelhof

Am 17. Februar wird im Zentralflughafen Tempelhof zum 26. Mal der wichtigste queere Filmpreis, der TEDDY AWARD, im Rahmen der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vergeben. Mit dem TEDDY AWARD werden Filme in den Kategorien bester Spielfilm, bester Dokumentar/Essayfilm und bester Kurzfilm ausgezeichnet.

2012 kommen gleich zwei Special TEDDY AWARDs auf die große Bühne: Für ihr Lebenswerk geehrt werden die große deutsche Regisseurin und wahre Avantgardistin Ulrike Ottinger , sowie der Trans-Superstar der ersten Stunde, quasi der Pate aller Superstars und deren blueprint, Mario Montez, beide Meister im Spiel der Identitäten und emanzipatorisch inspirierende Ikonen der Filmwelt.

Das queere und abwechslungsreiche Programm der TEDDY AWARD Verleihung verspricht einen funkelnden Abend: Moderiert wird die festliche Gala von Jochen Schropp, Schauspieler und Moderator, bekannt aus der Fernsehsendung "X-Factor".

Welchen Song die äußerst vielfältige Künstlerin Marianne Rosenberg an diesem Abend singen wird, bleibt eine Überraschung, gerade tourte sie sehr erfolgreich mit ihrer neuen CD "Regenrhythmus". Mit ihrem "Elektropop anticonformiste" wird das französische Duo Stereo Total Underground-Chic und Glamour bei Gala und Late Night-Konzert in der Flughafenhalle entfalten. Die kanadische Elektroclashikone Peaches agiert konfrontativ, explizit und direkt. Die Künstlerin mit dem starken Image und der angriffslustigen Bühnenpersönlichkeit übertritt in ihren körperbetonten Auftritten bewusst die Grenzen der Konvention und ist immer Garant für explosive Performances.

Der gesamte Abend wird vom Sender arte aufgezeichnet und am 18. Februar ausgestrahlt. Am 19. Februar zeigt auch der rbb die Verleihung der TEDDY AWARDs.

Ausführliche Informationen zum Gesamtprogramm finden Sie unter:

www.berlinale.de und www.teddyaward.tv



Kultur Beitrag vom 29.01.2012 AVIVA-Redaktion 

   




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