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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 02.02.2011

61. Berlinale vom 10.02. bis zum 20.02.2011
Tatjana Zilg

Mitte Februar bestimmt das Geschehen rund um den Potsdamer Platz wieder der Film. Isabella Rossellini, Schauspielerin, Produzentin und Regisseurin, wird als Jury-Präsidentin erwartet. An ihrer ...



... Seite entscheiden Nina Hoss (Schauspielerin), Aamir Khan (Schauspieler, Produzent und Regisseur), Guy Maddin (Regisseur), Sandy Powell (Kostümbildnerin) und Jafar Panahi (Regisseur) darüber, welche Wettbewerbsfilme beim Galaabend am 19.02.2011 mit den Goldenen und Silbernen Bären ausgezeichnet werden.

Iranischem Regisseur Jafar Panahi wird Ausreise verweigert

Die Filme, die für die Berlinale ausgewählt werden, spiegeln das Weltgeschehen in all seinen kleinen und großen Krisen, auf persönliche, individuelle Art oder auch dokumentarisch.
In diesem Jahr wird die Vorfreude auf die Berlinale leider dadurch überschattet, dass der Platz für das Jurymitglied Jafar Panahi möglicherweise frei bleiben muss. Er wurde im Iran in erster Instanz zu sechs Jahren Haft und zwanzig Jahren Berufsverbot verurteilt und die iranische Regierung verweigert ihm derzeit die Ausreise. Als Zeichen gegen diese drastische Bestrafung, die zudem die Zensur für einen international hochanerkannten Filmschaffenden darstellt, entschloss sich die Berlinale-Leitung, ihn symbolisch als Jurymitglied weiterzuführen und Sondervorführungen einiger seiner Filme, darunter "Offside" in das Programm mit aufzunehmen. Ein letzter Funke Hoffnung besteht, da vor kurzem auch der stellvertretende Sprecher des deutschen Kultusministeriums sich öffentlich gegen die Bestrafung Panahis durch die iranische Regierung ausgesprochen hat.

"True Grit" als Eröffnungsfilm des Wettbewerbs

Gewaltspiralen und der Ausbruch aus ihnen sind einige der Themen, die sich als rote Fäden durch die verschiedenen Sektionen ziehen. Da liegt es gar nicht so fern, das Festival mit einem Western-Remake (in internationaler Premiere) zu eröffnen, auch wenn Dieter Kosslick sagte, dies sei vor allem so, da "True Grit" ein sehr guter Film ist. Darauf kann frau sich verlassen, denn dahinter stehen die vielgerühmten Coen-Brüder, die das Publikum mit Filmen wie "A Serious Man" für sich eingenommen und einen einzigartigen, nichtkopierbaren Regiestil entwickelt haben. Im Mittelpunkt von "True Grit" steht die 14-jährige Mattie Ross, gespielt von Hailee Steinfeld, eine amerikanische Schauspiel-Newcomerin, die für diese Hauptrolle bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Als Grit hängt sie sich mit Hilfe eines Sheriffs dicht an die Fersen des Mörders ihres Vaters.

Glücklicherweise ist Männerdominanz auf dem Festival kein allzu großes Thema mehr und es finden sich etliche weibliche Regien in allen Sektionen und erstklassig von Frauen besetzte Charakterrollen. Auch auf dem Vor-Pressekonferenz-Podium konnte eine weitere Frau Platz nehmen, denn Linda Söffker wurde als Nachfolgerin von Alfred Holighaus zur Leiterin der Sektion Perspektive Deutsches Kino berufen.

Vier Regisseurinnen mit ihren aktuellen Filme im Wettbewerb

Die nach Mexiko emigrierte Argentinierin Regisseurin Paula Markovitch spürt in "El Premio (Der Preis)" dem Leben in einer Diktatur aus der Perspektive eines Kindes nach. Mit einem vor gar nicht allzu langer Zeit neuentdecktem Star, der so gar nicht den Klischees entspricht, gibt es in "Yelling To The Sky" von der Regisseurin Victoria Mahoney ein Wiedersehen. Gabourey Sidibe, die im März 2010 als "Precious" die Herzen berührte, spielt die Schwester der 17-jährigen Sweetness O’Hara (Zoë Kravitz), die vom Opfer zur Täterin wird, als sie von anderen Jugendlichen angegriffen wird und einen Weg aus der Verkettung von Gewalt suchen muss. Die für ihr Debüt "Me and you and everyone we know" 2005 auf dem Internationalen Festival in Cannes mit der Caméra d´Or ausgezeichnete Regisseurin Miranda July schickt die deutsch-amerikanische Koproduktion "The Future" in den Wettbewerb, in dem sie die Entfremdung eines modernen Paares, verfangen in den Reizen eines permanenten Internetanschlusses, unter die cineastische Lupe nimmt. Außer Konkurrenz läuft im Wettbewerb der deutsche Spielfilm "Almanya – Willkommen in Deutschland", das Kinodebüt der Regisseurin Yasemin Þamdereli. Die Komödie thematisiert die Frage der Heimat und Identität türkischer GastarbeiterInnen in Deutschland.

Sein 25. Jubiläum feiert der Teddy Award bei der 61. Berlinale in den großflächigen Räumlichkeiten des Flughafens Tempelhofs. Unter dem Motto "1000 Küsse - Protect Every Kiss" will der Teddy Award die Berliner Anti-Homophobie Kampagne internationalisieren.

Filmtipps für die weiteren Sektionen

Panorama

Amador
Regie: Fernando León de Aranoa, Spanien, 112 Minuten, Spanisch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Magaly Solier, Celso Bugallo, Pietro Sibille, Sonia Almarcha, Fanny de Castro
Magaly Solier ("Eine Perle Ewigkeit”) besticht durch ihre hohe, zugleich unaufdringliche Leinwandpräsenz in der Rolle einer jungen südamerikanischem Migrantin in Spanien, die aus finanzieller Not einen Job als Tagespflegerin eines älteren, sterbenden Mannes aufnimmt. Es entwickelt sich eine sanfte, realistische Geschichte um Leben und Tod, die mit einigen verstörenden Wendepunkten überrascht.

Byakuyakou (Into the White Night)
Regie: Yoshimiro Fukagawa, Japan, 149 Minuten, Japanisch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Maki Horikita, Kengo Kora, Eiichiro Funakoshi
Ein Thriller-Trip ins urbane Japan in Überlänge um die bildschöne Yukiho, in deren Umfeld sich über einen langen Zeitraum hinweg seltsame Morde ereignen.

Chang-Pi-Hae (Ashamed)
Regie: Soo-hyun Kim, Republik Korea, 129 Minuten, Koreanisch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Hyo-jin Kim, Kkobbi Kim
Ein asiatisch durchwirktes Märchen über eine Kunstprofessorin, die sich von der Aktzeichnung einer ihrer Studentinnen betören lässt und das Aktmodell für ihre Ausstellung anfragt. Während eines Strandtrips begegnen sich die jungen Frauen auf träumerische, modern-surreale Art.

Fjellet (The Mountain)
Regie: Ole Giæver, Norwegen, 73 Minuten, Norwegisch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Ellen Dorrit Petersen, Marte Magnusdotter Solem
Das norwegische Paar Nora und Solveig kehrt zurück zu einer Bergkette, wo es zwei Jahre zuvor durch eine traumatische Erfahrung ging. Fünf Tage dauert die emotionale Reise der beiden Frauen zur Unfallstelle.

Die Vaterlosen (The Fatherless)
Regie: Marie Kreutzer, Österreich, 105 Minuten, Deutsch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Andrea Wenzl, Philipp Hochmair, Andreas Kiendl, Emily Cox, Marion Mitterhammer
Ein ländliches Haus mit großem, leicht verwilderten Grundstück wird zum Austragungsort vergangener Familienkonflikte, als der Vater kurz vor seinem Tod seine Kinder zu sich ruft. Die Geschwister haben eine ihrer Schwestern vor zwanzig Jahren aus den Augen verloren, als sie überstürzt mit ihrer Mutter vom Vater aus der wie in einer Kommune zusammenlebenden Hausgemeinschaft fortgeschickt wurde. Langsam fügen sich die Puzzleteile zur Auflösung eines alten Geheimnisses zusammen.

Tomboy
Regie: Céline Sciamma, Frankreich, 84 Minuten, Französisch, mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Zoé Heran, Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy
Im langsamen Tempo, sorgsam beobachtend, wird die Geschichte von der 10jährigen Laure erzählt, die wie ein Junge wirkt und sich als solcher ausgibt, als sie nach einem Wohnortswechsel mit ihrer Familie die gleichaltrige Lisa kennen lernt und von ihr sehr angetan ist. Durch die hervorragend besetzten KinderdarstellerInnen erhält das Geschehen hohe Authentizität und Emotionalität.

Über uns das All
Regie: Jan Schomburg, Deutschland, 88 Minuten, Deutsch
DarstellerInnen: Sandra Hüller, Georg Friedrich, Felix Knopp
Vor der mit dem Leben zufriedenen Martha stehen eines Tages zwei Polizistinnen und auf einmal ist alles anders: Wie gut kennt sie ihren Ehemann Paul? Sie begegnet Alexander und er weckt ihre Sehnsucht. Aber wird ihre Zukunft anders sein als ihre Vergangenheit?

Romeos
Regie: Sabine Bernardi, Deutschland, 94 Minuten, Deutsch
DarstellerInnen: Rick Okon, Liv Lisa Fries, Maximilian Befort
Lukas bezeichnet sich selbst als Female-To-Male und steht kurz vor der Geschlechtsumwandlungsoperation.
Der Zwanzigjährige tritt seinen Zivildienst in einem Heim für behinderte Menschen an und trifft dort seine beste Schulfreundin Inne wieder. Gemeinsam gehen sie auf Partytour und finden schnell Anschluss an eine lebhafte Queer-Clique. Lukas kämpft dabei stets mit der Angst vor Entdeckung und fürchtet als Transe gesehen zu werden. Noch schwieriger wird es, als er sich in den bisexuellen Fabio verliebt. Durch das Happy End ein mutmachender Film - mit einer jugendlich schnellen Handlung, begleitet von einem technoiden Soundtrack.

!Women Art Revolution – A Secret History
Regie: Lynn Hershman Leeson, Doku, USA, 83 Minuten, Englisch, ohne Untertitel
mit Yvonne Rainer, Judy Chicago, Guerrilla Girls, B. Ruby Rich, Carolee Schneeman
Die Filmemacherin sammelte 40 Jahre lang Material über kunstschaffende Frauen, die sich auf intelligente, witzige und scharfsinnige Art einen unvergesslichen Platz im männerdominierten amerikanischen Kunstmarkt erobern. Aus über 100 Stunden Material kreierte sie einen collagehaften Zusammenschnitt mit zeitgeschichtlichen Dokumenten (u.a. die Guerilla Girls mit ihrer spektakulären Aktionskunst), Interviews mit Frauen, die ganz unterschiedliche Einblicke in die Positionierungsstrategien femininer Kunst geben, und vielen genial guten Bildern und anderen Werken (u.a. von der iranischen Künstlerin Shirin Neshat).

Mama Africa
Regie: Mika Kaurismäki, Doku, Deutschland, Südafrika, Finland, 91 Minuten, Englisch, Französisch, mit englischen Untertiteln
Vor zwei Jahren starb Miriam Makeba. Geboren 1932 in einem Township in der Nähe von Johannesburg ging sie als erste schwarzafrikanische Musikerin, die über die Grenzen des Kontinents hinaus zu einem gefeierten Star wurde, in die Musikgeschichte ein. Nach ihrer Flucht ins Exil 1959 arbeitete sie weltweit mit bekannten MusikerInnen zusammen und heiratete später den Black Power Aktivsten Stokely Carmichael. Mika Kaurismäki´s Doku verfolgt die Spuren ihres ereignisreichen Lebens durch Archivmaterial, ZeitzeugInnen-Interviews und Konzertmitschnitte über einen Zeitraum von fünfzig Jahren.

Forum

Brownian Movement
Regie: Nanouk Leopold, Niederlande, Deutschland, Belgien, 102 Minuten, Englisch
Französisch mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Sandra Hüller, Dragan Bakema, Sabine Timoteo
Zwei vorzügliche deutsche Schauspielerinnen in einem experimentell angelegten Melodram mit ungewöhnlich langen Einstellungen, in denen Emotionen ohne große Dialoge durch eine stilisierte Bildsprache intensiv wiedergegeben werden. Sandra Hüller ("Requiem") führt als Medizinerin Charlotte ein Doppelleben. Neben einer gut funktionierenden Ehe hat sie etliche kurze, rein auf Erotik fixierte Seitensprünge. Nach einer unerwarteten Begegnung mit einer der Affären kommt der Zusammenbruch und Sabine Timoteo ("Der freie Wille") misslingt es als Therapeutin, den Konflikt zu entschärfen.

Les mains libres (Free Hands)
Regie: Brigitte Sy, Frankreich, 100 Minuten, Französisch mit deutschen und englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Ronit Elkabetz, Carlo Brandt, Noémie Lvovsky, François Negret, Camille Figuereo
Die Regisseurin, die zuvor als Schauspielerin gearbeitet hat , überrascht mit einem überzeugenden Debütfilm, in dem sie ihre Hauptfigur Barbara, ebenfalls eine Regisseurin, in ein Pariser Gefängnis gehen lässt, um dort eine Dokufiction mit den Insassen zu drehen. Sie verlässt erstaunlich schnell die distanzierte, andere Seite und aus der spontanen emotionalen Nähe zu einem Insassen wird eine verbotene Liebesbeziehung, die sie die engen Grenzen der Haftregelungen überschreiten lässt. Sie wird von der israelischen Schauspielerin Ronit Elkabetz gespielt, die auf der Berlinale 2011 gleich in zwei weiteren Filmen ("Mabul" Generation, "Lo Roim Alaich (Invisible)” Panorama) durch hohe Authentizität und Ausdrucksstärke besticht.

E-Love
Regie: Anne Villacèque, Frankreich 2011, 97 Minuten, Französisch mit englischen Untertiteln
DarstellerInnen: Anne Consigny, Antoine Chappey, Carlo Brandt, Carole Franck, Alain Libolt
Dezent erotisch durchdrungene Studie über innere Ambivalenzen, gespiegelt in den Sehnsüchten nach Freiheit und Bindung. Paule, kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag in einer Sinnkrise, sucht über eine Partnervermittlungsbörse bewusst sexuelle Kontakte, die nur für den Moment bestimmt sind.

The Ballad of Genesis and Lady Jaye
Regie: Marie Losier, Doku, USA, Frankreich, Doku, 75 Minuten, Englisch
Der englische Performance-Künstler, Musiker und Schriftsteller Genesis P-Orridge erzählt auf sehr persönliche Weise die Geschichte seiner Beziehung mit Jacqueline Breyer alias Lady Jaye. Ganz nebenbei erhält man Einblicke in ihr gemeinsames Genderkonzept der Pandrogynie und die Anfänge der britischen Industrial-Music.

El mocito (The Young Butler)
Regie: Marcela Said, Jean de Certeau, Doku, Chile, 70 Minuten, Spanisch mit englischen Untertiteln
Im Alter von 16 Jahren diente Lino Vergara als Servicekraft in einem Folterzentrum des Pinochet-Regimes. Später stellte er sich der Justiz als Kronzeuge zur Verfügung. El mocito ist das Portrait eines gebrochenen, zwiespältigen Mannes, der sich nicht eindeutig als Täter oder Opfer einordnen lässt.

Nesvatbov (Matchmaking Mayor)
Regie: Erika Hníková, Tschechische Republik, Doku, 72 Minuten, Slowakisch mit englischen Untertiteln
Ein ordnungsliebender Bürgermeister hat es sich zum Ziel gemacht, alle Singles seines slowakischen Dorfes zu verkuppeln, um der demografischen Realität zu trotzen.

Forum Expanded

Found Cuban Mounts
Regie: Adriana Salazar Arroyo, Costa Rica, Deutschland, 7 Minuten
Der Film beschreibt eine Reise durch Kuba von Havanna bis zur Sierra Maestra, und endet an dem Pier, an dem die jungen Revolutionäre 1956 landeten. Er vollzieht dabei in umgekehrter Reihenfolge den Weg, auf dem Fidel Castro 1959 an die Macht kam, und setzt dafür nachrevolutionäre Monumente als Koordinaten ein.

Perspektive Deutsches Kino

Lollipop Monster

Regie: Ziska Riemann, 96 Minuten
DarstellerInnen: Darsteller: Nicolette Krebitz, Sarah Horváth, Jella Haase, Sandra Borgmann, Thomas Wodianka
Temperamentvoll inszeniertes Langfilm-Regiedebüt der Comiczeichnerin Ziska Riemannüber eine Mädchenfreundschaft. Das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit Luci van Org, deshalb kommt die Musik nicht zu kurz. Stark dark eingefärbt ist der Soundtrack, denn die beiden Teenager Ari und Oona schwärmen für die Band Tier, die wie eine Mischung aus Rammstein und Ärzte klingt und den beiden eine kleine Alltagsflucht bietet. Oonas Vater beging vor kurzem Selbstmord, Ari stößt bei der Entdeckung eines neuen femininen Selbstbewusstseins an die Grenzen der Realität. Beide zusammen finden zu einer ganz neuen Art der Stärke, die ihnen keiner mehr nehmen kann, auch wenn es nicht immer danach aussieht.

Eisblumen
Regie: Susan Gordanshekan, 30 Minuten
Amir pflegt die an Demenz erkrankte Frau Osterloh. Der junge Bosnier ohne Aufenthaltsgenehmigung und die alte Frau kurz vor der Abschiebung ins Pflegeheim begegnen sich am Rande der Gesellschaft und versuchen einander Halt zu geben, um sich kurz darauf wieder zu verlieren.

Digame - Sag mir
Regie: Josephine Frydetzki, 23 Minuten
Anlässlich der 200-jährigen Unabhängigkeit lateinamerikanischer Staaten von den spanischen Eroberern und dem 11jährigen Jubiläum der Revolution in Mexiko sind sechs StudentInnenteams der Hochschule für Film- und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg im Frühjahr nach Mittel- und Südamerika gereist. Einer der dabei entstandenen fiktiven Filme ist "Digame" über den jungen Argentinier Esteban, der am Unabhängigkeitsjahrestag beschließt, sich zu befreien, indem er einen Schlussstrich unter Laden, Ehe und Liebschaft zieht.

Vaterlandsverräter
Regie: Annekatrin Hendel, Doku, 97 Minuten
Ein filmisches Porträt über den 1935 geborenen Schriftsteller Paul Gratzik, der auf ein wechselhaftes Leben zurückblickt. Neben seinem Erfolg mit Werken, die das Alltagsleben von Industriearbeitern beschreiben, arbeitete er als Tischler, Erzieher und Fabrikarbeiter. 1978 zog er nach Berlin und war als Vertragsautor beim Berliner Ensemble beschäftigt. Nach anfänglicher Abwehr gelang es der Regisseurin, mit ihm gemeinsam die 20 Jahre zu hinterfragen, während welcher er als inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheitsdienstes tätig war. Noch zu DDR-Zeiten stieg er Mitte der 1980er Jahre aus und enttarnte sich selbst.

Rotkohl und Blaukraut
Regie: Anna Hepp, Doku, 60 Minuten
Einen Monat lang werden zwei junge Familien aus dem Ruhrgebiet begleitet, die eine deutsch-türkisch und die andere türkisch-deutsch. Mit handfestem Ruhrgebietshumor erzählen die ProtagonistInnen von der Brücke zwischen zwei verschiedenen Kulturen, Traditionen und Religionen.

Utopia LTD.
Regie: Sandra Trostel, Doku, 90 Minuten
Die Band 1000 ROBOTA, bestehend aus den drei Teenagern Anton, Jonas und Basti, wird bei ihrem Weg begleitet, für sich auszuloten, wie sie ihre künstlerische Authentizität trotz der Regeln des kommerziellen Musikbusiness bewahren können.

Generation (Kinder- und Jugendfilmsektion)

Las Malas Intenciones (The Bad Intentions)
Regie: Rosario García-Montero, Peru, Deutschland, Argentinien, 110 Minuten, Spanisch
Die peruanische Regisseurin Rosario García-Montero schließt eine ganz persönliche Reise ab: Berlinale Talent Campus, Talent Project Market und World Cinema Fund zählen zu den Wegmarken für ihren Film Las Malas Intenciones, der nun seine Weltpremiere bei Generation feiert.

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TEDDY AWARD - Die wichtigsten queeren Filmpreise der 61. Berlinale werden im Februar 2011 wieder vergeben

Israelischer Film auf der 61. Berlinale vom 10.02. bis zum 20.02.2010

Die Femina 2011 - ein Filmpreis für Frauen

Ausführliche Informationen zum Gesamtprogramm finden Sie unter: http://www.berlinale.de/



Kultur Beitrag vom 02.02.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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