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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 08.11.2009

500 Days Of Summer
Tatjana Zilg

Der für seine famosen Musik-Videos bekannte Regisseur Marc Webb überrascht mit einer flotten postmodernen Liebeskomödie als Langfilm-Debut. Sie gibt Einblick in die verletzte Seele ...



... eines jungen Mannes, der sich mit viel Selbstironie, Humor und Leidensfähigkeit an seine 500 Tage andauernde Beziehung zu der selbstbewussten Summer erinnert.

Alles scheint blendend zu beginnen für Tom (Joseph Gordon-Levitt), der Architektur studiert hat, aber als Grußkarten-Texter bei einem mittelständischen Verlag arbeitet. Eines Tages bringt sein Chef zu einer Teambesprechung seine neue Assistentin Summer (Zooey Deschanel) mit, die ihre künftigen KollegInnen mit ihrer Ausstrahlung sofort verzaubert. Tom vermutet, dass er niemals Chancen bei ihr haben würde. Aber als er feststellt, dass Beide Indie-Musik lieben und noch einige weitere Gemeinsamkeiten haben, verliebt er sich Hals über Kopf in Summer und rechnet sich die potentielle Möglichkeit für erwiderte Gefühle aus. Nach einem Karaoke-Abend ist es tatsächlich soweit: Nach dem ersten Kuss ist sie wenig später bei ihm in der Wohnung. Danach verbringen sie häufig Zeit zusammen. Der Haken an der Sache: Summer hat von Anfang an betont, dass sie sich auf keinen Fall fest binden möchte. Sie will das Leben genießen, so lange sie sich so erfrischend jung fühlt. Der Film greift das innere Dilemma, in das Summer Tom stürzt, ideenreich, amüsant und introspektiv auf.

Geschrieben wurde das Drehbuch von dem Autoren-Duo Scott Neustadter und Michael H. Weber. In ihrer Geschichte von dem sympathischen Indie-Fan Tom findet sich vieles wieder, was junge Leute während der Suche nach einem Partner/einer Partnerin heutzutage erleben: Die Erwartungen an eine neue Beziehung sind oft sehr unterschiedlich. Man lässt sich schnell aufeinander ein und trennt sich genauso schnell wieder. Eine(r) bleibt zurück und versucht zu verstehen, warum die Liebe, die so vielversprechend begann, gescheitert ist.

"Denn unter dem Humor und der Spleenigkeit von ´500 Days Of Summer´ ist eine fundamentale Wahrheit im Spiel: Ja, Liebe kann grausam, hart und schwierig sein, aber sie ist auch bei weitem das Beste, was das Leben zu bieten hat", zieht der Regisseur Marc Webb ein Fazit.

Die subjektive Sicht des am Liebeskummer-Nagenden nutzt er, um mit einer zeitlich linearen Erzählweise zu brechen. Er baut die Reihenfolge der aus den 500 Tagen gezeigten Szenen anhand der Gefühlszustände, die Tom während der Überwindung seiner emotionalen Downs durchmacht, auf. Ein numerischer Tageszähler zeigt jeweils an, in welcher Phase der Beziehung sich der Film gerade befindet. Tom agiert zugleich als Erzähler, so dass die ZuschauerInnen tief in die Innenwelt des Unsterblich-Verliebten hineingezogen werden. Dies wird unterstützt durch die Musikauswahl, welche die Stimmungen exzellent widerspiegelt. Weitere Raffinessen, wie die Einbindung von Comic-haften Elementen, einer Musical-Szene und einer zwölfjährigen Schwester als lebensklugen Beraterin (Rachel Hansen) runden den Film ab. Aus den Augen von Tom wirkt Summers Verhalten immer bizarrer und unerklärlicher, bis gegen Ende auch ihre subjektive Sicht - inklusive der Wünsche und Bedürfnisse, die sich dahinter verbergen - nachvollziehbar wird.

AVIVA-Tipp: Die Essenz der Story klingt spontan wie die Umkehrung der Rollenklischees so mancher romantischer Mainstream-Komödie. Dies enthält viel Potential, welches das Filmteam optimal nutzt. Der Film bleibt in jedem Moment ungezwungen, einfallsreich witzig und nah dran an den Charakteren, die nicht daran sparen, ihre Ecken und Kanten vielschichtig zu offenbaren.
Ein Herbstfilm, der sich wie eine Indie-Songwriting-Perle in Fröhlichkeit und Melancholie leichtgängig in die Seele schmiegt!

(500) Days Of Summer
USA 2009
Regie: Marc Webb
Drehbuch: Scott Neustadter, Michael H. Weber
DarstellerInnen: Zooey Deschanel, Joseph Gordon-Levitt, Geoffrey Arrend, Matthew Gray Gubler, Clark Gregg, Rachel Boston
Filmlänge: 97 Minuten
Verleih: 20th Century Fox
Kinostart: 05.11.2009

Weitere Infos zum Film unter http://www.500daysofsummer.de/


Kultur Beitrag vom 08.11.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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