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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 05.06.2003

Blick aus der Matrix: Enttäuschung reloaded?
Gerlinde Behrendt

Ursprünglich ist die Matrix weiblich - so eine Art Techno Gebärmutter... Warum nur geht es den Frauen darin nicht wirklich gut?



Wir erinnern uns an Tauchübungen in der virtuellen Realität und heftige Probleme mit dem "Real Life". Mit "Matrix" hat Hollywood den Film zur Computer-Hype-New-Economy-Blase geliefert, nun kommt prompt der Nachschlag zum Absturz auf den kargen Boden in der kalten, düsteren wirklichen Welt. In "Matrix Reloaded" kämpfen die Menschen um die Realität, sie wollen nun mal nicht abhängig sein von der Maschine - selbst um den Preis, dass die Bedingungen auf der Welt mega unbequem sind. Noch ist diese Menschenwelt da, aber irgendwo vergraben, tief im Innern der Computerwelt.

Nun schickt sich der auserwählte Held Neo an, diese Reste der wirklichen Welt wieder herauszuschälen und ans Tageslicht zu befördern. Unterstützt wird er dabei von ausgefeilten Special Effects und spektakulären Stunts - Carrie-Ann Moss´ Motorradfahrt wird wohl in die Geschichte der berühmtesten Verfolgungsjagden eingehen. Überhaupt, die Charaktere... Matrix war wohl gerade durch die Auswahl der Besetzung ein Riesenerfolg. Keanu Reeves zunächst als mittlerer Angestellter mit Doppelleben, dem stets seine nachdenkliche Art im Weg steht, und der nicht weiß, ob er überhaupt ein Gewinnertyp ist, Carrie Ann Moss als Trinity, die ultra-geschickte kämpferin, der auch schon mal ein allzu menschlicher Fluch über die Lippen kommt, und Laurence Fishburne als obercooler afroamerikanischer Techno-Freak mit dem messianischen Glauben an seine Kampfstrategie - als Typen sind diese Drei gegen die aktuellen Hollywood Klischees besetzt. Wir wissen das zu schätzen... aber

dennoch stört es uns, dass Carrie-Ann Moss als exotische "Kampfamazone" (der Begriff stammt aus Presserezensionen) eingeführt wird, die lediglich dazu da ist, ihren Mann, Neo, zu unterstützen. Bereits zweimal hat sie ihm "den Arsch gerettet", das Schema kennt man von Scully aus "Akte X", hat aber weiter nichts zu bedeuten, weil die Frau keine eigenständige Rolle spielt. War das schon alles? Wir warten gespannt auf die nächste Folge....

Fazit: mit "Crouching Tiger - Hidden Dragon" und "Princess Blade" haben Filmemacher aus Asien vorgemacht, wohin sich kämpferische weibliche Figuren auch entwickeln können: zur Selbständigkeit. Alles andere langweilt uns.... (die Rezensentin gähnt milde)

Kultur Beitrag vom 05.06.2003 Gerlinde Behrendt 

   




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