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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.06.2003

Feardotcom - jemand animiert Sie zum Zusehen. Lassen Sie es lieber...
Gerlinde Behrendt

Nach dem Besuch einer geheimnisvollen Internetseite sterben die BesucherInnen innerhalb von 48 Stunden: Warum eigentlich?



Ein Irrer treibt sich herum. Er filmt seine Folteropfer per Digicam und ├╝bertr├Ągt die Ergebnisse ins Internet. Das sollte er lieber nicht tun, denn im Internet verwebt sich seine b├Âse Tat und bildet einen Rachegeist heraus. Das ist jedenfalls die Theorie eines Wissenschaftlers, der sich mit k├╝nstlicher Intelligenz befasst. Befragen kann man den Mann allerdings nicht mehr, er wird gleich zu Beginn des Films get├Âtet. Ein kleines wei├čblondes, ballspielendes M├Ądchen scheint eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen. Der Polizist Mike Reilly (Stephen Dorff) muss eine Reihe bizarrer Todesf├Ąlle aufkl├Ąren, die ein gemeinsames Merkmal haben: alle Get├Âteten haben zuvor die Internet-Seite feardotcom gesehen. Da Ebola-Infektionsverdacht besteht, wird die Beamtin der Gesundheitsbeh├Ârde Terry Huston (Natasha McElhone) hinzugezogen. Bald wird klar, dass die beiden den Fall nur aufkl├Ąren k├Ânnen, indem sie sich selbst die Seite anschauen.

Der Film ist wohl nur f├╝r "Splatter"-Fans einigerma├čen ertr├Ąglich. Die New Yorker Atmosph├Ąre ist regnerisch, d├╝ster-trashige Wohnungen, "industrial" Ambiente und ma├čvoll eingesetzte special effects bilden den Hintergrund-Look des beklemmenden Films, in dem die Akteure lange Zeit ohne z├╝ndende Idee herumirren m├╝ssen. Lange Zeit, in der der Film sich mit der Darstellung der Folterungen an den gefangenen Frauen aufh├Ąlt. Unverzeihlich sind einige fundamentale dramaturgische Schw├Ąchen. Am Ende des Films muss der polizeiliche Aufkl├Ąrer einen Trick anwenden, um den monstr├Âsen Killer zur Strecke zu bringen, aber die Unklarheiten des Films, vor allem die Geschichte des Opfers/Rachegeistes, hat er damit l├Ąngst nicht bew├Ąltigt.

Fazit:
Eine Frau will zum Film. Der T├Ąter lockt sie mit dem Versprechen, sie zu filmen. Sie kommt in sein Studio, er ermordet sie und filmt ihr Sterben. Klingelt es? Ja, "Peeping Tom", der Filmklassiker mit Karl-Heinz B├Âhm. Sollte das die Internet-Version davon werden? Dann gibt es die Note: mangelhaft.
Um es gleich vorweg zu sagen: Gewalt in Filmen ist manchmal ein intelligenter Aspekt zur Aufzukl├Ąrung und Befreiung. Aber in diesem Fall? Frauen sind wieder mal Opfer m├Ąnnlicher Killerphantasien und voyeuristischer Instinkte, das ist ein mittlerweile ziemlich abgestandenes Hollywood Klischee und wird nicht besser, wenn man ein wenig neue Technologie ├╝berst├╝lpt. Es gibt b├Âse Seiten im Internet, die man sich lieber nicht ansehen soll? Etwa solche Seiten, wie die Musik-Tauschb├Ârse Napster? Dar├╝ber k├Ânnen wir nur wahlweise lachen oder heulen.
Und selbst wenn am Ende die Frau als einzige einen klaren Kopf beh├Ąlt, auch das wirkt in diesem Film seltsam klischeehaft. Trotz nervenzerfetzender Schocks ist das ein langweiliger Film. Sollen wir uns noch ├╝ber irgendwas aufregen? Ist eigentlich Energieverschwendung.....

Kultur Beitrag vom 29.06.2003 Gerlinde Behrendt 

   




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