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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.01.2005

Zwölf Stühle
Julia Richter

Der neue Film von Ulrike Öttinger, der am 13. Januar 2005 in Deutschland Premiere hat, bietet 198 Minuten spannendes und amüsantes Kinovergnügen. Nach dem Roman von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow.



Auf dem Sterbebett vertraut eine alte russische Aristokratin ihrem Schwiegersohn Ippolit Matwejewitsch Worobjaninow (Genadi Skarga), was so viel wie "schlauer Fuchs" bedeutet, das Versteck ihres wertvollen Schmuckes an: Einer der 12 Stühle, die nach der Revolution enteignet wurden, enthält die kostbaren Juwelen. Der nun Eingeweihte macht sich unverzüglich auf die Suche nach den Möbeln, die inzwischen über das ganze Land verstreut sind.

Worobjaninow ist aber leider nicht der einzige auf der Suche nach den Brillanten: Auch Vater Fjodor, dem die adelige Dame bei der letzten Beichte das Geheimnis verraten hat, setzt alles daran, den Schmuck in seinen Besitz zu bringen. Dummerweise heftet sich auch noch Überlebenskünstler und Kleinganove Ostap Bender (Georgi Delijew) an Worobjaninows Fersen.

Kreuz und quer geht die Jagd nach dem Schatz durch die ehemaligen GUS-Staaten: Die Reise führt die drei Männer zu Wasser und zu Lande nach Wilkowo, einem Dorf an der moldawisch-rumänischen Grenze, nach Nikolajew, einem ehemals mächtigen Handelsknotenpunkt an der Gabelung zweier Zuströme zum Dnjepr, in die Tatarendörfer des Krimgebirges, in die eleganten Kurorte der Schwarzmeerküste und nach Odessa. Ihr Vorgehen bleibt allerdings der Öffentlichkeit nicht verborgen, denn die zahlreichen aufgeschlitzten Stühle wecken das Interesse der Presse, die den mysteriösen Vorfällen nachgeht.

Der Film basiert auf dem 1928 erschienen, gleichnamigen Roman von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, deren weltberühmtes Buch bereits mehrmals verfilmt wurde. Ulrike Öttinger entdeckte es auf ihrer Reise durch Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Ukraine bis nach Istanbul. Sie war damals auf der Suche nach vergessenen bzw. unentdeckten Gegenden für ihren vorherigen Film "Südostpassage". Die Regisseurin beschäftigte sich parallel dazu mit der Literatur der jeweiligen Länder und stieß so auf den Schelmenroman "Zwölf Stühle".

Zur Regisseurin:
Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger wurde am 6. Juni 1942 geboren. Von 1962 bis 1968 lebte sie als Malerin und Fotografin in Paris. 1966 schrieb sie ihr erstes Drehbuch, "Die mongolische Doppelschublade". 1969 gründete sie in Konstanz den Filmclub "Visuell", den sie bis 1972 leitete, sowie "galeriepress" (Galerie Edition). Seit 1973 lebt sie in Berlin. Neben ihrer Filmarbeit inszeniert sie Theaterstücke und hat Einzelausstellungen ihrer Fotografien in zahlreichen Ländern.

Filme
1972/73: Laokoon & Söhne. 1973: Berlinfieber - Wolf Vostell. 1975: Die Betörung der Blauen Matrosen (Forum 1976). 1977: Madame X - Eine absolute Herrscherin (Forum 1978). 1979: Bildnis einer Trinkerin. 1981: Freak Orlando. 1983/84: Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (Forum 1984). 1985: China. Die Künste - Der Alltag. Eine filmische Reisebeschreibung (Forum 1986). 1986: Superbia - Der Stolz. 1987: Usinimage. 1989: Johanna d´Arc of Mongolia. 1990: Countdown (Forum 1991). 1992: Taiga (Forum 1992). 1997: Exil Shanghai (Forum 1997). 2002: Südostpassage. Eine Reise zu den neuen weißen Flecken auf der Landkarte Europas (Forum 2003). Ester - Ein Purimspiel in Berlin. 2004: Zwölf Stühle (Forum 2004).

AVIVA-Tipp: Ulrike Öttinger ist grandioses Kino mit atembaraubend schönen Landschaftsaufnahmen und hervorragenden Schauspielern gelungen. Trotz deutlicher Überlänge wird die Inszenierung in russischer Sprache (mit deutschen Untertiteln) und den von Peter Fitz gelesenen Romanauszügen niemals langatmig. "Zwölf Stühle" ist eine sehr gute Umsetzung eines phantasievollen, witzigen und tragischen Romans, dessen Protagonisten die Hoffnung auf das große Glück, sei es durchs Geld oder in der Liebe, antreibt.



Zwölf Stühle
Regie: Ulrike Öttinger

Mit Georgi Delijew, Genadi Skarga, u.a.
Deutschland 2004, 198. Min
Deutsch/Russisch o OmdU
Kinostart: 13. Januar 2005
Filmpremiere "Zwölf Stühle
16. Januar 2005, 11 Uhr
im Kino International, Berlin, in Anwesenheit von Ulrike Ottinger
Verleih: Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.

Kultur Beitrag vom 10.01.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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