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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 04.02.2005

Egon Eiermann - eine Ausstellung im Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung
Sabine Grunwald

Unter dem Motto die Kontinuität der Moderne ist dem 1904 in Berlin geborenen Architekten zum hundertsten Geburtstag eine große Werkschau (bis zum 16.05.05) gewidmet.



Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zieht die Blicke vieler BerlinbesucherInnen auf sich. 1963 von Egon Eiermann fertig gestellt, ist der sie umgebende Neubau aus Beton und Glas zu einem Wahrzeichen der Stadt Berlin geworden.

Die erste große Gesamtschau dieses faszinierenden Architekten (1904-1970) präsentiert sein vielseitiges Werk. In Fachkreisen war Egon Eiermann bereits in den 30er Jahren bekannt. Seine Ideen der Moderne, die auch im Nationalsozialismus teilweise gewollt war, setzte er im Bereich des Industriebaus, dem Ausstellungs- und Ladenbau, aber auch in seinen Entwürfen für Einfamilienhäuser um.

Seinen internationalen Ruf als Architekt der Moderne begründete er mit dem Bau des Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel (1958). Weitere bedeutende Bauvorhaben waren die deutsche Botschaft in Washington(1958-1964) und der "Lange Eugen", wie das Abgeordnetenhaus in Bonn genannt wurde. Bauten wie die Hauptzentrale des Neckermann-Versandhauses in Frankfurt am Main, das Verwaltungsgebäude für IBM in Stuttgart und Olivetti in Frankfurt am Main schlossen sich an.

Während seine Industriebauten, vorwiegend durch Materialien wie Glas, Stahl und Beton geprägt sind, verwendet er für die kleineren Bauvorhaben natürliche Baumaterialien: Holz, Stein etc. Wichtig war ihm immer die Verbindung von Innen und Außen. Die funktionale Klarheit seiner Bauten, die Leichtigkeit, Transparenz und Offenheit setzt sich auch in der Innenausstattung fort. Tische, Stühle, Treppengeländer, Treppenhäuser, Garderoben, Innenhöfe und Dachterrassen bilden eine organische Einheit.

Mit einigen seiner Entwürfe schrieb er Designgeschichte. Der SE18 ist ein preiswerter und funktionaler Klappstuhl, der 1954 auf der X. Mailänder Triennale gezeigt wurde. Bereits 1940 interessierte er sich für die organische Form im Möbelbau und arbeitete sich 1949 in den Serienbau ein. Hiervon zeugen der Korbsessel E 10 (1952).

1947 erhielt Egon Eiermann einen Ruf an die Technische Hochschule Karlsruhe, wo er den Lehrstuhl für Bauplanung und Entwerfen übernahm. Der engagierte und charismatische Lehrer erfreute sich bei seinen SchülerInnen großer Beliebtheit.

Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert. Sie beginnt mit seinen sakralen Bauten, setzt sich mit den Industriebauten fort und endet mit den Privathäusern. Zahlreiche Modelle und Möbel sind ergänzend zu sehen. Eine Computersimulation visualisiert den Pavillon der Weltausstellung in Brüssel. Briefe und Dokumente ergänzen die Sammlung.

AVIVA-Tipp: Benutzen Sie den gut aufgebauten Audio-Guide, vor allem um sich den lebendigen und witzigen O-Ton von Eiermann nicht entgehen zu lassen!



Egon Eiermann (1904 - 1970)
Die Kontinuität der Moderne

Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung
Klingelhöfer Str. 14
10785 Berlin
29. Januar bis 16. Mai 2005
Öffnungszeiten: täglich außer Dienstag, 10.00 - 17.00 Uhr
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, 224 Seiten, 308 Abbildungen, 24 Euro
ISBN 3-923344-63-5
Weitere Informationen im Netz unter:
www.bauhaus.de

Kultur Beitrag vom 04.02.2005 Sabine Grunwald 

   




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