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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 08.04.2005

Where - Tanz-Projekt im Dock 11
AVIVA-Redaktion

Sechs TänzerInnen völlig unterschiedlicher Nationalität bewegen sich durch einen Raum. Alle kriechen, springen, kreisen um ein Thema: ihre eigene kulturelle Identität. Vom 21.-24. April 2005.



In seinem neuen Stück "Where" setzt der brasilianische Choreograph und Tänzer Marco Antonio Queiroz lustvoll die multikulturelle Gesellschaft in Szene. Immer wieder überrascht er, schafft es, den Blick zu schärfen für das Gefühl der Fremdheit, das Anderssein. Queiroz´ Choreografie erzählt von den Erfahrungen als AusländerIn in Deutschland. Von den Spannungen des Zusammenlebens, von den Klischees, die auch ihm entgegen gebracht werden, der seit zwölf Jahren hier lebt.

Die Arbeiten des 37-jährigen Queiroz zeigen eine klare Kontinuität. Nach seinem erfolgreichen Solo from/to 2003, in dem er als Brasilianer seine Rolle in Deutschland erforschte, stellt er nun sein Ensemble als Teil der multikulturellen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Queiroz, der drei Jahre Johann Kresniks choreographisches Theater als festes Ensemblemitglied begleitete, treibt jedoch nicht der politische Veränderungsgedanke. Mit seinem Tanz will er gesellschaftliche Situationen analysieren, Haltungen beim Publikum erforschen.

"Ich möchte die körperliche Kommunikation zwischen meinen Tänzern und dem Publikum provozieren. Jeder von uns besitzt eine Haltung, die nicht zu trennen ist von dem kulturellen Kontext, aus dem er kommt und in dem er sich befindet. Eine Haltung, die sich äußert in der Bewegung, der Körperlichkeit, die die Spuren persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen trägt." (Queiroz)

In "Where" treffen unterschiedliche Nationalitäten in einem unwirklich beleuchteten Raum aufeinander. Fragmente der brasilianischen Flagge sind zu erkennen. Musik kombiniert mit Textpassagen des Grundgesetzes zum Asylrecht erzeugt Irritation. Eine unsichtbare Stimme aus dem Off gibt den TänzerInnen permanent Handlungsanweisungen, wie und wohin sie sich zu bewegen haben. Es beginnt ein interaktives Spiel zwischen TänzerInnen und Publikum: die ZuschauerInnen reagieren auf die sich verändernden Situationen, werden aufgefordert sich einen neuen Platz im Raum zu suchen. Immer wieder "überdenken" TänzerInnen und ZuschauerInnen dabei ihre Haltungen zu- und miteinander.

Bereits 2002 und 2003 arbeitete Queiroz als Gastlehrer an der Korean National University of Art in Seoul mit der Interaktion zwischen TänzerInnen und Publikum. Mit seinem aktuellen Projekt "Where" ist Queiroz eine Choreographie gelungen, die politisch-soziale Konflikte auf ungewohnte Art spürbar macht - nicht auf der intellektuellen Ebene des Konzepttanzes sondern auf der individuell-körperlichen Erfahrung des Betrachters. Das hochbrisante Thema Fremdheit wird damit zum Tanzstück voller Überraschungen, das dem Publikum genug Spielraum für die eigene Interpretation lässt.



Where
Tanz-Projekt von Marco Antonio Queiroz
21.-24. April 2005, 20:30 Uhr
Dock 11
Kastanienallee 79
10435 Berlin (Prenzlauer Berg)
www.dock11-berlin.de

Kultur Beitrag vom 08.04.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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