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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 28.04.2005

Lachen im Dunkeln
Sarah Ross

Die neue Ausstellung im Anne Frank Zentrum beschäftigt sich mit der Paradoxie des Alltags im Lager Westerbork von 1942-1945, wo Revueveranstaltungen und Deportation Hand in Hand gingen.



Vom 28. April bis 28. August 2005 zeigt das Anne Frank Zentrum Berlin die Ausstellung "Lachen im Dunkeln. Amüsement im Lager Westerbrok. 1942-1945". Diese Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Anne Frank Zentrum mit dem Herinneringscentrum Kamp Westerbork und wurde durch die freundliche Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Das Lager Westerbork in den Niederlanden hatte war während des Nationalsozialismus vor allem eine Durchgangsstation von mehr als 107.000 Juden und Jüdinnen aus den Niederlanden und Deutschland in die großen Konzentrations- und Vernichtungslager. Darunter waren auch Anne Frank und ihre Familie. Kamp Westerbork war aber nicht nur ein Durchgangslager, sondern auch "eine Stadt in der Heide", in der mannigfaltige kulturelle Aktivitäten stattfanden: Hinter Stacheldraht und im Visier der NS-Soldaten fanden hier Sport-, Theater-, Musik- und Ballettveranstaltungen statt.

Mit der Ausstellung wird, vor allem hinsichtlich des Themenjahres 2005 "Zwischen Krieg und Frieden", ein völlig anderes und meist unbeachtetes Kapitel des Nationalsozialismus beleuchtet. Anhand von Zeitzeugenberichten, Original-Filmbilder, zahlreicher Tondokumente und Fotografien veranschaulicht die vom Herinneringscentrum Kamp Westerbork konzipierte Ausstellung die unwirkliche und extreme Welt der Gegensätze im Durchgangslager: dem tiefen Elend der Deportation standen die großartigen Revuen und Kabarettdarstellungen gegenüber, für die weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Zu Kriegszeiten war hier vielleicht das beste Kabarett in den Niederlanden zu finden.
Hinter dieser Scheinwelt, in der den Häftlingen immer wieder falsche Hoffnung gemacht wurde, sie könnten sich durch ihre künstlerische Arbeit unentbehrlich machen und den Deportationen entgehen, stand bitteres Kalkül: Mehr als 107.000 Jüdinnen und Juden (darunter 1585 Berliner Juden), Sinti, Roma und WiderstandskämpferInnen wurden ohne Ausnahme von Juli 1942 bis September 1944 in die großen Vernichtungslager deportiert. Um die Deportationen so ruhig wie möglich verlaufen zu lassen, sollte der Anschein eines normalen Stadtalltags geschaffen werden.

"Lachen im Dunkeln. Amüsement im Lager Westerbrok. 1942-1945" bringt das perfide System vom "Teilen und Herrschen" und der trügerischen Hoffnung auf den Punkt. Damit die Ausstellung auch für Kinder ab 11 Jahren zugänglich ist, habe die Ausstellungsmacher einfache Texte verwand und auf grausame Bilder verzichtet. Dabei sind sie sich bewusst, dass einzelne BesucherInnen den Ausstellungsinhalt etwas zu leicht nehmen könnten.

Im Rahmen dieser Ausstellung präsentiert das Anne Frank Zentrum auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Zeitzeugengesprächen, Filmpräsentationen und Liederabenden



"Lachen im Dunkeln. Amüsement im Lager Westerbrok. 1942-1945"

Wann: 28.4. bis 28.8.2005
Wo: Anne Frank Zentrum, Rosenthaler Strasse 39, 10178 Berlin
Öffnungszeit: Di - So, täglich von 12 bis 20 Uhr
Eintritt: 3,50 Euro, erm. 2,- Euro, Familien 6,- Euro
Weitere Informationen finden Sie unter: www.annefrank.de

Kultur Beitrag vom 28.04.2005 Sarah Ross 

   




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